Von Grau zu Grün: Bunker an der Feldstraße feiert Pre-Opening

Am 5. Juli 2024 öffnet der Grüne Bunker auf St. Pauli nach jahrelangem Aus- und Umbau. Beim Pre-Opening konnten rund 400 geladene Gäste schon zuvor die neuen Attraktionen begehen
Kurz vor der Eröffnung: der Grüne Bunker auf St. Pauli (©Sirany Schümann)

„Der Weg hierher ist fast so lang wie die Bauzeit“, scherzt Bauherr Thomas Matzen, als er die Bühne der neuen Georg-Elser-Halle betritt. Der Privatinvestor hat gut lachen, denn der Bunker an der Feldstraße ist nach Jahren des Umbaus und einigen Verzögerungen bereit, Besucherinnen und Besucher zu empfangen. Rund 400 geladene Gäste gehören am Abend des 3. Juli 2024 zu den Ersten, die die fünf aufgestockten Geschosse erkunden können. Auch die Georg-Elser-Halle ist ein Teil davon. Die nach einem Widerstandskämpfer aus der NS-Zeit benannte Mehrzweckhalle bietet zukünftig Platz für bis zu 2200 Personen bei Konzerten und Sportveranstaltungen. „Mit modernster Technik“, wie Matzen betont und verweist auf den Glasboden, der sich durch Knopfdruck von einem Handball- in ein Basketball- oder Volleyballfeld verwandelt. Eine von vielen neuen Attraktionen des Grünen Bunkers auf St. Pauli.

Grüner Bunker mit Bergpfad und Dachgarten

Vom Grünen Bunker St. Pauli gibt’s beste Aussichten auf den Fernsehturm und andere Hamburger Wahrzeichen (©Sirany Schümann)

Finanzsenator Andreas Dressel, der nach Matzen das Wort ergreift, ist besonders „geflasht“ vom Bergpfad. Dieser führt auf einer Länge von 560 Metern über eine Rampen- und Treppenanlage an der Fassade des Bunkers nach oben und ermöglicht so einen Rundumblick über Hamburg. Dabei säumen immer wieder Sitzgelegenheiten, Hochbeete und etliche Pflanzen den Weg. Insgesamt wurden 23.000 Stauden, Büsche und Bäume gepflanzt, ein Großteil davon ganz oben auf dem für 900 Personen ausgelegten Bunker-Dachgarten. Hier tragen die Apfelbäume schon ihre ersten Früchte. Bewässert werden die Pflanzen duch ein System, das sich das Schwammstadt-Prinzip zunutze macht: Ein Mehrschichtssystem speichert dabei Regenwasser und reduziert die Menge, die ins öffentliche Siel gelangt wäre, um 75 Prozent. 

Einen Rat hat Dressel noch für diejenigen, die monieren, dass der Bunker gar nicht so grün aussehe wie auf den Visualisierungen des Planungsbüros: „Einfach ein bisschen Geduld haben, dann werden’s blühende Landschaften.“ Danach übergibt er das Wort an Marek N. Riegger, Geschäftsführer der RIMC Hotels & Resort Group und Till Westheuser, General Manager des neuen Bunker-Hotels Reverb by Hard Rock

Hamburg Bunker: Gastronomie und Hotellerie auf allen Etagen

Im Karo&Paul by Frank Rosin isst man hoch über den Dächern (©Sirany Schümann)

134 Zimmer und Suiten sowie drei Artist-in-Residence-Wohnungen bietet die Unterkunft. Diese erstrecken sich über alle Etagen der Aufstockung und werden von einem vielfältigen gastronomischen Angebot ergänzt. Unter dem Konzept Hamburg BUNKER versammeln sich das Café Constant Grind, das Restaurant Karo&Paul by Frank Rosin, das spanisch inspirierte Lokal La Sala und der Pop-up-Containerimbiss Green Beanie auf dem Dachgarten. Alle Locations haben ein individuelles Konzept und Interieur. Karo&Paul bietet neben dem Restaurantbetrieb über drei Stockwerke auch noch eine Bar sowie einen Private-Dining-Bereich, im Café Constant Grind können die Gäste auf Schaukeln Kaffee trinken und dabei St. Pauli überblicken. 

Zimmerbuchungen im Reverb by Hard Rock sind bereits möglich. Als erster Hotelgast übernachtete dort Karl-Heinz Pischke. Der 90-Jährige suchte während des Zweiten Weltkriegs als Kind häufig Schutz in dem ehemaligen Flakbunker. „Der Bunker war mein Lebensretter, jetzt erhält er eine grüne Krone“, wird der Zeitzeuge beim Pre-Opening zitiert. Die ursprüngliche Funktion des Grünen Bunkers auf St. Pauli und dieses dunkle Kapitel der Geschichte sollen nicht in Vergessenheit geraten. Hilldegarden e. V. betreibt deshalb einen Informations- und Erinnerungsort im von 38 auf 58 Meter aufgestockten Bunker.   

„Aus Grau wird Bunt“ ist das Motto von Hamburg BUNKER (©Sirany Schümann)
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