„Ich bin erst seit ein paar Monaten hier am Ohnsorg-Theater. Als studierte Modedesignerin habe ich zwar keine klassische Ausbildung als Schneiderin, aber in meinem Studium alles gelernt und lange Zeit auch selbst unterrichtet. Nachdem ich ein Modelabel gegründet hatte und schließlich auf Jobsuche war, machte mich eine Freundin auf die Stelle hier aufmerksam. Seitdem bin ich hier. Insgesamt sind wir fünf Leute, die in der Schneiderei arbeiten. Gemeinsam mit meinem Team verwirklichen wir die Ideen der Kostümbildnerinnen und Kostümbildner und machen eigentlich immer alles möglich. Wir haben einen großen Fundus, der immer wieder durchsortiert werden muss. Daraus bedienen wir uns auch und nähen die Kostüme dann entsprechend um, also nicht immer alles von klein auf neu – es lebe das Handwerk! Die Kostüme werden den Schauspielenden auf den Leib geschneidert. Sie müssen perfekt passen und gut sitzen, denn es gibt immer wieder Momente, in denen sich die Schauspielenden extrem schnell umziehen müssen, und gerade deswegen ist unsere Arbeit so wichtig und sehr detailliert. Eine Premiere ist jedes Mal wieder aufregend, auch wenn wir gute Vorarbeit leisten. Schließlich kann immer mal etwas passieren. Es sind so viele Rädchen, die hier am Theater ineinandergreifen und was genau alles dazugehört, kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man ein Stück besucht. Jeder, der hier am Theater arbeitet, gibt ganz viel von sich selbst mit rein. Und das merkt man dann, wenn das Stück aufgeführt wird.“
Theater
13. April 2026
Hinter Hamburgs Kulissen: Ohnsorg-Theater
Georgia, Leitung Schneiderei am Ohnsorg-Theater
Von Paula Budnik

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