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Hotels for Homeless: Kollektiv bringt Obdachlose im Hotel unter

Hotels for Homeless: Ein Bündnis gemeinnütziger Organisationen bringt obdachlose Menschen bis einschließlich März in einem Hotel unter, um sie vor dem Coronavirus und der Winterkälte zu schützen.

Insgesamt acht Organisationen haben sich zusammengetan, um 20 Menschen in Hamburg sicher durch den Winter zu begleiten. Neben der Unterbringung in einem Einzelzimmer ist auch die Versorgung mit Essen, Hygieneartikeln, Wäschegeld und persönlicher Betreuung Teil des Hilfsangebots, das darauf abzielt, die Menschen aus der Obdachlosigkeit und zurück ins System zu führen.

„Wir haben aus der ersten Corona-Welle im März diesen Jahres gelernt. Daher warten wir nicht mehr, bis sich Verantwortliche in Hamburg um den angemessenen Schutz für Obdachlose kümmern und handeln selbst“, so Nikolas Migut, Initiator der Aktion „Hotels for Homeless“ und Gründer von StrassenBLUES e.V..

Unterstützt wird Migut von den Organisationen CaFée mit Herz, GoBanyo, Hamburger Gabenzaun, Hanseatic Help, JesusCenter, Leben im Abseits und Pfand gehört daneben.

 

„Hotels for Homeless“ benötigt noch Spenden

 

Zur Finanzierung der Aktion hat StrassenBLUES e.V. 50.000 Euro in die Hand genommen, die seit Beginn der Corona-Pandemie in die Vereinskasse von StrassenBLUES geflossen sind, um schnell und unkompliziert zu helfen. Die ersten nun nicht mehr obdachlosen Gäste können vom 9. November 2020 bis einschließlich 31. März 2021 sicher wohnen.

Jeweils etwa 4.000 Euro werden benötigt, um eine obdachlose Person für fünf Monate vor Corona und Kälte zu schützen und in einem Hotel-Einzelzimmer unterzubringen. Nach offiziellen Zählungen der Stadt gibt es rund 2.000 Obdachlose auf Hamburgs Straßen (Stand 2019), die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein.

Da die Massenunterkünfte der Stadt weder ausreichend Schutz bieten noch in genügender Anzahl verfügbar sind, werden Spendengelder dringend benötigt. Wer helfen will, kann dies mit einer Geldspende über die Crowdfunding-Seite www.hotelsforhomeless.de tun.

 

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