In Hamburg tut sich was für den Tierschutz: Ab dem 1. Januar 2026 tritt in Hamburg eine Katzenschutzverordnung in Kraft. Das hat der Senat beschlossen, um die unkontrollierte Vermehrung von Katzen und das damit verbundene Leid zu stoppen. Schätzungen zufolge streunen rund 10.000 freilebende Katzen durch die Stadt – viele davon krank, verletzt oder unterernährt. Die Regeln sind klar: Wer seine Katze draußen herumstreifen lässt, muss dafür sorgen, dass sie kastriert, mit einem Chip ausgestattet und bei einer Datenbank wie Tasso oder Findefix registriert wird. Für Stubentiger, die ausschließlich drinnen bleiben, gilt das nicht. Jeder Freigänger muss bis zum 31. Dezember 2025 verpflichtend gechippt, registriert und kastriert sein. Beim Chippen und Registrieren geht es darum, Hauskatzen von freilebenden Katzen zu unterscheiden und Fundtiere schneller wieder in ihr eigentliches Zuhause zu bringen.
Zur Unterstützung des Tierschutzes: Katzenschutzverordnung
Wer die Vorschriften ignoriert, muss mit Bußgeldern oder anderen Sanktionen rechnen. „Die neue Verordnung schützt nicht nur frei lebende Katzen, sondern auch unsere Hauskatzen“, sagt Justiz- und Verbraucherschutzsenatorin Anna Gallina. Durch Kastrationen wird aggressives Verhalten reduziert, und die Tiere geraten seltener in Kämpfe oder unter Autos. Die Kosten für die Kastration und das Chippen müssen die Haltenden allerdings selbst tragen – die Registrierung bleibt kostenlos. Hamburg folgt mit diesem Schritt dem Vorbild vieler anderer Städte, die schon länger Katzenschutzverordnungen haben. Neben der neuen Regelung unterstützt die Stadt weiterhin Kastrationen frei lebender Katzen, die etwa der Hamburger Tierschutzverein durchführt. Der Tierschutz hat in Hamburg ohnehin schon einen hohen Stellenwert, denn der Verkauf lebender Tiere auf dem Fischmarkt ist Geschichte, und auch das Zurschaustellen von Tieren auf dem Dom wurde abgeschafft. Mit der Katzenschutzverordnung wird nun ein weiterer Schritt getan, um das Leben der Tiere in der Stadt besser zu machen.
Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Hamburger Tierschutz.
Dieser Artikel ist zuerst in SZENE HAMBURG 02/2025 erschienen.