Kinnari: „Ich bin für ihn nach China gezogen“

„Treffen sich eine Inderin und ein Österreicher in China und heiraten – so klingt meine Lovestory. Verrückt, oder? Es war eine dieser Meant-to-be-Situationen. Und es klingt zwar ziemlich cheesy, aber wenn zwei Menschen füreinander bestimmt sind, dann ist es super einfach. Es gibt keine komplizierten Spielchen. Du fragst dich nicht: Soll ich ihm jetzt schreiben oder nicht? Auch die Entfernung spielt keine Rolle, weil du immer eine Lösung finden wirst, damit es funktioniert. Daher bin ich vor zehn Jahren für ihn nach China gezogen.

Ich komme ursprünglich aus Mumbai, lebe aber seit gut 20 Jahren schon nicht mehr dort. Trotzdem wird das immer mein zu Hause sein. Ich könnte aber nie nur an einem Ort der Welt leben. Meine Mama sagt immer, ich würde das Leben zu sehr komplizieren. Dabei will ich einfach die ganze Komplexität des Lebens kennenlernen und es immer spannend halten.

Mein Mann und ich haben uns jetzt entschieden, China zurückzulassen, wir wollen etwas Neues machen. Daher bin ich gerade in Hamburg, weil wir vielleicht hierherziehen. Ich liebe die Stadt, die Architektur ist wunderschön, die Menschen akzeptieren dich, alles ist international.

Es ist nicht so, dass ich keine Sorgen davor habe, hierherzuziehen und mein Leben wieder einmal umzukrempeln. Aber ich habe gelernt, dass meine Sorgen auch immer bedeuten, dass etwas Aufregendes in meinem Leben passiert. Und danach lebe ich. Daher ist Sorge meist mit positiven Dingen verbunden.“

/ Max Nölke


Cover_SZ1020 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Oktober 2020. Das Magazin ist seit dem 27. September 2020 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.