Welcome to Hell Demonstration zum G20-Gipfel in Hamburg 2017 (Foto: Daniel Nide)

Museum der Arbeit: Von der Vielfalt des Konflikts

Kaum etwas in dieser Welt ist so omnipräsent wie Konflikte. Ob auf persönlicher, beruflicher oder politischer Ebene – sie finden überall statt. Das Museum der Arbeit widmet dem Thema nun eine Ausstellung

Text: Rosa Krohn

 

„Ein Konflikt ist eine von mindestens einer Seite als emotional belastend und/oder sachlich inakzeptabel empfundene Interaktion, die durch eine Unvereinbarkeit der Verhaltensweisen der Interessen und Ziele sowie der Annahmen und Haltungen der Beteiligten gekennzeichnet ist.“, so eine Definition aus der aktuellen Ausstellung „Konflikte“ im Museum der Arbeit. Seit dem 3. November 2021 setzt sich die Ausstellung mit diversen Fragen rund um dieses Thema auseinander: Wann entsteht ein Konflikt? Wann lohnt es sich, Stellung zu beziehen und wann, nach Kompromissen zu suchen? Wie lassen sich unnötige Konflikte vermeiden und verhärtete Fronten aufweichen? „Konflikte“ ist eine multimediale Ausstellung mit kreativ aufbereiteten Informationen, Geschichten, Installationen und Raumbildern. Einen besonderen Schwerpunkt setzt die Ausstellung beim Blick auf historische und aktuelle Konflikte speziell in Hamburg: Sei es der Streit um Wohnraum, die Auseinandersetzungen rund um den G-20- Gipfel oder die Fridays-For-Future-Demonstrationen.

 

Allgegenwärtigkeit von Konflikten

 

Demonstration gegen die Internationale Bau Ausstellung und Internationale Gartenschau in Hamburg 2013 (Foto: Daniel Nide)

Demonstration gegen die Internationale Bau Ausstellung und Internationale Gartenschau in Hamburg 2013 (Foto: Daniel Nide)

Konflikte sind ebenso häufig wie vielfältig. Sie sind der ständige Begleiter menschlicher Kommunikation und mal mehr und mal weniger zielführend wie konstruktiv. Auf persönlicher Ebene beeinflussen sie das Liebes- und Familienleben und somit unser Glück. Im Berufsleben bestimmen sie unseren Arbeitsalltag und unsere Karrieren. In politischen Fragen ist der Konflikt maßgeblich: Er führt zu konstruktiven Auseinandersetzungen, kann jedoch ebenso in Kriegen oder internationalen Krisen münden. Die heutige Zeit scheint zudem besonders konfliktreich zu sein: Politischer Extremismus, Shitstorms, Filterblasen und der voranschreitende Klimawandel sind Themen, mit denen sich die Gesellschaft konfrontiert sieht. Durch das Internet und den ständigen Austausch in sozialen Medien können heute sämtliche Konflikte öffentlich ausgetragen werden. Hier setzt die Ausstellung an: Besucher sollen informiert, sensibilisiert und im Idealfall dazu angeregt werden, sich am gesellschaftlichen Geschehen und Diskurs zu beteiligen.

„Konflikte“ im Museum der Arbeit, 3. November 2021 bis 8. Mai 2022; museum-der-arbeit.de


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