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Tanzen unter freiem Himmel: 10 Open-Air-Locations

Die Temperaturen steigen und im Mai soll es noch bis zu 30 Grad werden. Es wird also Zeit die Sonnenbrille rauszuholen und wieder unter freiem Himmel zu tanzen! Hier kommen 10 Open-Air-Locations zum Trinken und Tanzen an der frischen Luft.

Text: Henry Lührs

Partys und Konzerte auf dem Knust Vorplatz

Von Frühling bis Spätsommer finden im Rahmen der „Knust Lattenplatz Open Air” jede Menge Konzerte, Partys und kleinere Festivals statt. Schon für kleines Geld oder sogar kostenlos können Spontanentschlossene hier warme Tage bestens mit einem kalten Bier in der Hand ausklingen lassen.

Ein Highlight sind jedes Jahr die zahlreichen „Knust Acoustic” bei denen Bands und Singer Songwriter akustische Konzerte unter freiem Himmel spielen. Hier haben zum Beispiel schon Jupiter Jones, Enno Bunger oder OK KID den sonnigen Platz zwischen Karostar und Schlachthofgebäude gerockt. Kommende Open-Airs im Mai sind zum Beispiel die Konzerte von Fazer, Lucas Laufen oder Ian Fisher und Band.

Public Viewing auf dem Lattenplatz beim Knust Foto: Knust
Kostenloses Konzert vor dem Knust (Foto: Lattenplatz Open Air)

Indie-Party im Backyard vom Molotow

Im Hinterhof des Molotows versteckt sich das legendäre Backyard. Hier finden im Sommer verschiedenste Gigs statt und auch Partys werden hin und wieder mit nach draußen verlegt. Neben der Möglichkeit an der frischen Luft zu verschnaufen oder eine (Raucher)Pause einzulegen, wartet außerdem eine kleine Bar mit kaltem Bier.

Das Backyard bietet Platz für Kleinere Festivals und hin und wieder wird der Hinterhof in einen Biergarten umgewandelt. Bis in den nächsten Morgen kann man sich hier die Sommernächte unter Lichterketten und Lampions um die Ohren hauen. Kommende Open-Air-Konzerte im Mai gibt es zum Beispiel von My Ugly Clementine oder Team Scheisse. Im Juni spielt außerdem Edwin Rosen unter freiem Himmel und das Booze Cruise Festival bespielt die Bühne des Backyards.

Tanzen wieder möglich: Molotow (Foto: Alexander Schliephake/www.instagram.com/_fox_on_the_run)
Tanzen wieder möglich: Molotow (Foto: Alexander Schliephake via Instagram)

Open-Air Raven im Edelfettwerk

Das Edelfettwerk ist bestens ausgestattet für die Open-Air-Saison. Hier kann nicht nur auf der großen BackYard-Terasse getanzt werden, sondern mit der Dachterasse und zwei Beachclubs gibt es gleich vier verschiedene Außenbereiche. Die ehemalige Fabrik für Edelfette hat bis heute ihren industriellen und urbanen Charme behalten.

Auf 400 Quadratmetern wird auf den verschiedenen Floors gefeiert – meistens zu Electro, House oder Drum’n’Bass. Techno-Highlights im Mai sind unter anderem die „Secret Garden“ Open Air oder die 16 Stunden Open Air „Yes we Dance”. Außerdem findet hier mit dem „Save the Summer Festival“ schon das erste Open-Air-Festival des Jahres statt.

Open-Air-Party (Foto: Edelfettwerk via Facebook)

Biergarten und Livemusik im Schroedingers

Direkt im Schanzenpark findet sich eine Mischung aus Kulturzentrum, Cafe, Restaurant und Eventlocation. In Corona-Zeiten hat sich vor allem der riesige Außenbereich als perfekter Ort für Konzerte und Live-Events bewährt. Jedes Wochenende werden hier verschiedene Partys gefeiert. Zu den Regelmäßigen Events gehören „Schrödingers Lichtung“ und „Schrödingers Tanzbar“, viele Veranstaltungen werden aber auch spontan über Social Media angekündigt.

Biergarten und After-Work Party kommen hier jedenfalls im modernen und zwanglosen Gewandt daher. Bei den Schrödingers Open Airs legen aber auch gerne mal renommierte DJs wie Oliver Schorries auf. Auf das Line-Up in diesem Sommer darf man daher gespannt sein!

Gesellige Sommerabende im Schanzenpark (Foto: Schroedingers via Facebook)

Open Air am Moorburger Elbdeich

Gute Partys gibt es nicht nur im Stadtkern! Gerade wenn es um Open Airs und elektronische Musik geht, lohnt sich generell der Blick auf die andere Elbseite. In Moorburg hat der Elbdeich e.V eine lebendige Plattform für Kunst, Musik und Feierkultur etabliert. Zwischen Autobahn, Hafenindustrie und Kraftwerk blüht hier das Leben bei den verschiedensten Veranstaltungen auf.

Im Sommer stehen natürlich auch Open Airs auf dem Programm. Die „Hofnarren Open Air“ lädt zum Beispiel am 28. Mai dazu ein, endlich wieder unter der Sonne zu tanzen. Auf die Ohren gibt es natürlich feinsten Techno. Aber auch das Swamp-Festival Ende Juni bringt Livemusik an den Moorburger Elbdeich.

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Foto: SZENE HAMBURG

Bootsparty auf der MS KOI

Was gibt es schöneres als auf der Elbe dem Sonnenuntergang entgegen zu schippern?! In Hamburg ist das möglich und zwar zu lauter Musik und ausgelassenen Partys auf der MS KOI. Vorbei an den vielen Kränen kann man hier auf drei Decks einmal quer durch den Hamburger Hafen tanzen. Die ersten beiden Touren für dieses Jahr hat das Party-Schiff schon angekündigt!

Am 21. Mai organisiert der Musikclub NOHO eine große 90er-Party. Auch die Sunset-Boatparty von Boris Dlugosch und Derrick White findet wieder statt, und zwar am 11. Juni 2022. Alle weiteren Partys und Events wird die MS KOI sicherlich in den nächsten Wochen ankündigen.

Auf der Elbe in den Sonnenuntergang tanzen (Foto: MS KOI via Facebook)

Livemusik auf dem Dockville Gelände

In den Sommermonaten ist auf dem Dockville-Gelände in Wilhelmsburg eigentlich immer etwas los. Auch wenn das MS Dockville Festival selbst natürlich das absolute Highlight der Open-Air Saison ist, lohnt sich der Ausflug auf die Elbinsel auch an anderen Tagen. Neben dem Dockville Festival findet beispielsweise auch das MS Artville Festival, das Spektrum Festival oder der Vogelball statt.

Neben diesen regulären Terminen gibt es aber auch noch einige weitere Konzerthighlights diesen Sommer. Am 27. August tritt der DJ und Produzent Boris Brechja bei einer großen Liveshow an der Alten Schleuse auf. Am 4. September kommt die Hamburger Techno Marching Band Meute für ein Konzert nach Wilhelmsburg. Es lohnt sich also die Augen offen zu halten und auf das Line-Up zu achten.

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Ekstase auf dem Dockville-Gelände (Foto: Andreas Hornoff)

Beach-Clubbing bei Strand Pauli

Der Beachclub Strand Pauli ist bereits im Sommermodus und hat den Laden komplett auf Vordermann gebracht. Mitten auf St.Pauli gibt es hier leckere Drinks mit Blick auf Elbe und Hafenpanorama. Bis Oktober ist die „Insel in der Stadt“, wie sich der Club selbst bezeichnet, sieben Tage die Woche geöffnet. Hier schmeckt das Feierabendbier an den geselligen Grillabenden besonders gut.

Aber natürlich kann im Strand Pauli auch regelmäßig gefeiert werden. Wer keine Lust hat, auf das nächste Event zu warten, kann die eigene Freundesgruppe anmelden und selbst einen drauf machen (ab 15 Personen) oder ganze Teile des Ladens für die eigene Party mieten (ab 50 Personen).

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Sonnenuntergang im Beachclub am Hafen (Foto: Strandpauli)

Drinks und DJs in der Sands Bar

Direkt am Dammtor Bahnhof befindet sich die Kult-Cocktailbar Sands Bar. Hier gibt es leckere Drinks in entspannter und schicker Atmosphäre. Die große Terrasse wurde für die Open-Air-Saison neu gestaltet und mit einer kleinen Eventfläche ausgestattet. Bei den Sands-Open-Airs wurde in der Vergangenheit bereits ausgelassen in laue Sommernächte gefeiert. Wer gute Cocktails zu schätzen weiss, wird sich hier über eine prächtige Bar freuen.

Buntes Treiben auf der Sonnenterasse (Foto Sands Bar via Facebook)

Über den Dächern feiern im Clouds

Ganz Hamburg im Blick und dabei eine Gin Tonic in der Hand haben? In der Clouds Heaven’s Bar ist das kein Problem! Gefeiert wird hier allerdings eigenen Angaben zur Folge auch in „uppereast-Manier“. Zum Beispiel am 21. Mai 2022 bei der achten Ausgabe der Partyreihe „Upperclouds“. Auf der Dachterrasse der Bar, dem heaven’s nest, lässt es sich gut über den Dingen stehen und bei dem Elbblick schmeckt der Schampus besonders gut. Beim Dresscode gilt: Dress to Impress!

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Lounge-Feeling über den Dächern der Stadt (Foto: Clouds Heaven Nest)

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Hamburg-Flucht: Die besten Ausflugsziele ins Umland

Wer Hamburg  – trotz aller Schönheit – ein wenig satt hat, der sollte den Blick auf das schöne Umland der Hansestadt werfen. Hier sind fünf Tipps für Ausflüge und Aktivitäten, die eine dringend benötigte Stadtflucht versüßen und leere Akkus wieder aufladen.

*Anmerkung der Redaktion: Öffnungszeiten und Verfügbarkeit können aufgrund der Corona-Krise eingeschränkt sein

Text: Felix Kirsch

 

Pilates und Maislabyrinth auf dem Erlebnisbauernhof Almthof

Vor den Toren Hamburgs befindet sich in Ahrensburg ein Bauernhof der ganz besonderen Art. Auf dem Erlebnisbauernhof Almthof kann man den Stadtblues so richtig loslassen und sich den verschiedensten Aktivitäten hingeben und ein wenig Landluft schnuppern. Wer für einen Tag das Landleben genießen will, kann das mit der einen oder anderen Attraktion nochmal aufwerten. Mit Golf und Pilates könnt ihr euch körperlich ertüchtigen, während euch Hühner und Kühe über die Schulter gucken. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt: Nach dem Sport könnt ihr euch am sogenannten Regiomat verschiedenste regionale Köstlichkeiten wie Eier, Käse und Nudeln ziehen. An der Milchtankstelle könnt ihr frische Milch in Flaschen abfüllen und euch für die nächsten Wochen in der Stadt eindecken.

Besonders zu empfehlen ist das Almthofer Maislabyrinth, das zwischen Juni und September für Besucher geöffnet ist. Zu der Zeit schießt der Mais in die Höhe und man muss sich einen Weg durch das Corn Maze suchen. Als Belohnung für geduldige Besucher warten an bestimmten Checkpoints Gutscheine und Stempelkarten, die zum Beispiel im Hofcafé eingelöst werden können.

 

Kayak-Tour über die Dove-Elbe

Als Großstädter will man es oft nicht zugeben, aber auch wir brauchen doch manchmal eine ordentliche Portion Wildnis. Wer es satt hat, sogar auf dem Wasser das wunderschöne, aber ewig gleiche Panorama zu sehen, der sollte den Blick gen Osten richten. Die Dove-Elbe ist ein stillgelegter Seitenarm der Elbe, der vor Jahren renaturiert wurde. Hier gibt es Natur pur und man begegnet höchstens einer Hand voll Menschen. Also einfach das eigene Kayak (oder sonst irgendeine Art von Boot) schnappen und flussabwärts paddeln.

Versprochen: Nach dem Ausflug seht ihr Hamburg mit ganz anderen Augen, denn der Kontrast zur hektischen City ist echt krass. Alle Outdoor-Fans mit gültigem Angelschein dürfen übrigens sowohl vom Ufer als auch vom Boot aus den Fischen nachstellen. Auf der Plattform “HejFish”  kann man sich die entsprechende Angelkarte besorgen. Petri Heil!

Die Dove-Elbe hat für Naturfreunde einiges zu bieten. Foto: Felix Kirsch

 

Picknick an der Oberalsterniederung

Ein paar Kilometer nordöstlich von Norderstedt befindet sich das Naturschutzgebiet Oberalsterniederung. Wie der Name bereits verrät, ist diese Moorregion ein optimaler Rückzugsort für gestresste Großstädter, die einfach mal wieder in die Natur wollen. Feuchtgebiete durch kleine Alsterärme, saftig grüne Wiesen und Wald wechseln sich ab und bilden einen perfekten Lebensraum für Reptilien, Vögel und Fische. Die volle Dröhnung Natur.

Unser Tipp: Packt euch einen Picknickkorb zusammen, sucht euch einen ruhigen Platz und picknickt mitten im Grünen während ihr die Umgebung auf euch wirken lasst. Aber passt auf jeden Fall auf die geschützten Arten in diesem besonderen Gebiet auf. Auf der Website des NABU könnt ihr nachschlagen, auf welche Tiere ihr besonders Acht geben solltet. Mit einem Fernglas könnt ihr dennoch alle Eindrücke der Oberalsterniederung hautnah aufsaugen, ohne das empfindliche Ökosystem zu stören.

 

Radtour durch das alte Land

Als Radfahrer lebt man in Hamburg einen stressigen Alltag. Etwas entspannter geht es südöstlich der Elbe im alten Land zu. Auch wenn die Region für ihren Obstanbau bekannt ist, gibt es im alten Land mehr zu sehen als Apfelbäume. Mit dem Drahtesel geht es vorbei an alten Fachwerkhäusern, urigen Cafés und mitten durch die berühmten Obstplantagen hindurch. Auf der Tourismusseite des alten Landes könnt ihr euch je nach Präferenz eine Route aussuchen. Besonders beliebt bei Radfahrern ist die sogenannte Altländer Route.

Die Tour führt euch mitten durch das schönste Grün direkt zu kleineren oder größeren Sehenswürdigkeiten der Region. Unter anderem das Museum “Altes Land” oder die St. Matthias Kirche. Alle Wasserraten können beruhigt sein: Mit dem Rad seid ihr nie weit von der Elbe entfernt und überquert sie sogar hin und wieder mit Hilfe von Brücke oder Fähre. Auch das nächste Fischbrötchen ist nicht weit – die Fahrradwege führen euch ohne Umwege zum Matjesbrötchen, das ihr mit direktem Blick auf die Elbe verzehren könnt.

 

Im alten Land gibt es mehr als nur Apfelbäume zu sehen. Ein Besuch lohnt sich. Foto: Marek Studzinski via Unsplah

 

Corona-konform: Einfach mal losfahren!

In Zeiten von Social Distancing und Lockdowns kann der Alltag in den eigenen vier Wänden ganz schön aufs Gemüt schlagen. Spontanität gibt es so gut wie gar nicht mehr momentan. Deswegen hier ein Spezial-Tipp um die Sehnsucht nach Abenteuer zumindest ein wenig zu stillen. Schnappt euch euer Fahrrad oder das Auto und fahrt einfach los.

Macht euch keine Pläne, setzt keine Ziele, zwingt euch keine Aktivitäten auf. Fahrt einfach drauf los und haltet dort an, wo ihr gerade sein möchtet. Ob einsamer Waldsee, eine Schotterstraße, die parallel zum Weizenfeld verläuft oder direkt zum Strand. Bleibt spontan und erkundet trotzdem eure Umgebung. Vielleicht wartet dort das eine oder andere Mikroabenteur, das den Großstadtblues zumindest temporär heilen kann.


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Orte zum Chillen und Grillen in Hamburg

Mitten in der Stadt, am Wasser oder im Park: Plätze zum Chillen und Grillen gibt es reichlich in Hamburg

Steganlage Dove Elbe

Vom Steg ins Wasser zu springen, ist wohl die effektivste Art sich abzukühlen. Am Allermöher Deich liegt die Dove Elbe. Von dort geht ein Holzsteg vom Strand direkt ins Wasser. Die Dove Elbe ist ein 18 Kilometer langer Nebenarm der Elbe. Sie fängt am Deich an und verläuft dann durch die Hamburger Vierlande. Der Platz an der Steganlage ist wegen seinen Möglichkeite sehr beliebt. Denn: Man kann nicht nur picknicken oder baden, sondern auch die „Tauben“- Elbe aus einem Kajak heraus entdecken. Das Beste daran? Die Strecke von der Hamburger Innenstadt dorthin ist eine hervorragende Fahrradtour mit toller Szenerie. So hat man es sich nach der Radtour mehr als verdient, am Ziel einfach mal zu faulenzen.

Steganleger Dove Elbe: Allermöher Deich 36 (Allermöhe)

Jenischpark

Kein Wunder, dass der Jenischpark zu den bedeutendsten Landschaftsgärten Norddeutschlands gehört. In der grünen Perle an der Elbe ist es so naturbelassen, dass man völlig vergisst, inmitten einer Millionenstadt zu sein. In der Nähe von Teufelsbrück betritt man den Park durch ein prachtvolles neobarockes Eingangstor. Von dort geht es auf die hügeligen Rasenflächen. Auf den Grasplätzen und in den Waldstücken tummeln sich Zwei- und Vierbeiner gleichermaßen. Der Park besticht vor allem durch seine Ahorn- und Kastanienbäume, den Sommerblumen und den (Achtung!) 150 Jahre alten Ginkgo-Baum. Das Herzstück des Parks ist das „Jenisch Haus“. Es gehört zu einem von drei Museen, die in dem Park ihren Platz haben. Tipp: Ein Besuch im 200 Jahre alten Gewächshaus lohnt sich! Dort befindet sich unter anderem eine Sammlung von 875 Orchideen.

Jenischpark: Baron-Voght-Straße 50 (Othmarschen)

Altonaer Volkspark

Die 205 Hektar große Grünanlage in Bahrenfeld ist Hamburgs größter öffentlicher Park. In ihm befinden sich diverse Rasenflächen, eine Minigolfanlage, ein Heckentheater und mehrere Aussichtspunkte. Eines der wichtigsten Merkmale dieser grünen Lunge ist Europas ältester Dahliengarten mit 40.000 Pflanzen, der seit diesem Jahr satte 100 Jahre existiert. Tutenberg, der Erbauer des Parks, wollte dem Volk einen erholsamen Ort widmen, in dem man zusätzlich etwas über die Flora lernen kann. So ist es nicht verwunderlich, dass es zusätzlich einen Schul-, Stauden- und Rosengarten gibt. Vogelbeobachter aufgepasst! Durch die Größe des Volksparks leben hier viele unterschiedliche Vogelarten, wie Habicht, Grünspecht und der seltene Baumfalke.

Altonaer Volkspark: August-Kirch-Straße 19 (Bahrenfeld)

Michelwiese

Die Kirche St. Michaelis – stadtbekannt nur als der Michel – ist ein beliebter Touristenort. Von der Aussichtsplattform, nahe dem Glockenturm, hat man einen malerischen Blick über Hamburg. Direkt unterhalb der Kirche liegt die Michelwiese. Dieser kleine Ruheort inmitten des Großstadtgetümmels stellt seit 2013 für alle Grillfans eine Elektrogrillstation bereit. Das Einzige, was man braucht sind zwei Euro, Holzkohle und Verpflegung – je nach Geschmack. Schon geht es los: Würstchen, Nackensteaks, gefüllte Champignons und alles, was das kulinarische Herz begehrt kommen auf den Grill.

Michelwiese (Neustadt)

Alsterwiese Schwanenwik

Einer der beliebtesten Orte, die zum Entspannen und Grillen einladen, ist definitiv die Alsterwiese Schwanenwik. Mit Blick auf die Außenalster bietet die Grünfläche jede Menge Platz, um sich auszubreiten, Fußball zu spielen oder einfach nur um in der Sonne rumzuliegen. Für alle Fotofreaks: Die Wiese ist ein super Fotospot. Besonders während der Kirschblütenzeit lassen sich farbenfrohe Schnappschüsse einfangen. Direkt am Alsterufer an der Wiese Schwanenwik steht außerdem die Statue „Drei Männer im Boot“ von Edwin Scharff.

Alsterwiese Schwanenwik: Schwanenwik 20 (Hohenfelde)

Elbpark Entenwerder

Auf der Halbinsel in Entenwerder entspannen Eltern auf den Rasenflächen, Kinder toben auf dem Spielplatz und Hunde tollen auf der Hundewiese herum. Der etwa 16 Hektar große Park bietet viel Platz und ist erreichbar über den Alexandra-Stieg. Auf einem Ponton befindet sich der goldene Pavillon. Es ist das Werk des Architekten Jan Kampshoff, das der Modeunternehmer Thomas Friese und seine Tochter von Münster nach Hamburg holten. Kleine Erfrischung gefällig? Direkt am Pavillon befindet sich das Café Entenwerder 1. Hier gibt es kleine Köstlichkeiten, guten Kaffee oder spritzigen Sekt.

Elbpark Entenwerder: Entenwerder (Rothenburgsort)


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Meet the Resident – Günni Gatzen

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Residents vor, diesmal: Günni Gatzen (Moloch / BassBotanik) – präsentiert von hamburg elektronisch

Interview: Louis Kreye & Jean Djaman

Wie würdest du deinen Sound beschreiben?

Ich versuche in meinen Sets darauf zu achten, eine ähnliche Stimmung zu halten und mit treibenden Sound eine Art hypnotischen Zustand zu erreichen. Die Musikrichtung variiert dabei von Location, Stimmung, Zeit und Partner-DJ.

Was war dein größter Moment als DJ?

Viele Gigs waren auf ihre eigene Weise unvergesslich und einzigartig. Dabei hängt es auch nicht immer davon ab, wie beliebt der Club ist oder wie groß das Publikum war. Gerne denke ich zurück an den Gig mit Schense auf der Fusion in einer kleinen DJ-Booth am Roten Platz, mit Svn Stvr zum ersten Mal im Moloch in der Kuhle, solo unten im Südpol beim Warm-Up von Off the Radar oder den Auftritt mit meiner Twerkstatt-Gang letztes Jahr in einer ganz besonderen Bucht.

Wo gehst du in Hamburg hin, um Spaß zu haben?

Auf diese Frage gibt es für mich eigentlich nur 2 Antworten: Moloch und Südpol.

Welchen DJ würdest du gerne mal (wieder) in Hamburg sehen?

Sehr gerne würde ich mal wieder Mihai Popoviciu oder Ida Daugaard in Hamburg sehen.

Was sind für dich Hamburgs stärken?

Die besten Menschen und der beste Club der Welt.

Und die Schwächen?

Das Wetter.

Dein Lieblingsort in Hamburg?

Münzviertel und Dove Elbe.

Deine Platte des Monats?

An dieser Stelle will ich einmal Promo für meine Brudis machen. Track: Metatext & Karhua – Turners Tales of Gravity auf Wayu Records. Geht zwar vom Sound her in eine andere Richtung als meiner, aber es ist ein supergeiler treibender Downtempo-Track geworden und die beiden sollte man absolut aufm Schirm haben.

 

Hört hier einen Track aus Günni Gatzens Platte des Monats

 

Auf wen sollte man in Hamburg momentan ein Auge haben?

Metatext & Karhua, Schense, Doe & Fils Rauscht sowie Linus & Svn Stvr.

Deine schrecklichste Gastfrage?

Da fallen mir gleich zwei ein: Die erste stellte mir jemand bei einem meiner ersten offiziellen Gigs 2012 in Damme, einem Dorf in Niedersachsen. Leider war Tech-House damals dort noch nicht angekommen und nach meinem ersten oder zweiten Übergang wurde ich gefragt, ob ich nicht bald mal was von Scooter spielen könnte.

Die zweite Situation war auf dem 30. Geburtstag meiner Stiefschwester. Da sie in der ländlichen Umgebung von Oldenburg wohnt, hatte ich mich schon darauf vorbereitet, dass ich irgendwann gefragt werde, ob ich noch etwas anderes spiele. Aber als ich nach zwei Stunden gebeten wurde, gegen eine Zahlung von 50€ meine Musik auszumachen und einen Schlagersender im Radio anzumachen, war ich platt.

Wo kann man dich als nächstes hören?

Artville Richtfest: 20. Juli 2019.

Habitat Festival: 24. Juli-28. Juli 2019.

 

Hier könnt ihr ein aktuelles Set von Günni Gatzen hören – im Podcast von hamburg elektronisch


Szene-Hamburg-juni-2019 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juni 2019. Das Magazin ist seit dem 25. Mai 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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#Schreberleben – Der Kuckuck und die Laube

Raus aus der Stadt, rein ins Landleben – Im Schrebergarten begegnen wir der Hektik des Alltags mit Schneckenhotels und dreckigen Händen.

Zu viert stehen wir vorm Hochbeet. Die Nasenspitzen dicht über dem Boden tasten wir mit den Fingern über das Beet, um herauszufinden: „Welches Radieschen ist schon reif ?“ An einigen Stellen lugt deutlich die rote Schale aus der Erde hervor. Vorsichtig ziehen wir an den haarigen, leicht stacheligen Blättern die ersten kleinen Knöllchen raus – und beißen rein. Erfrischende Schärfe, leichte Süße, knackige Saftigkeit – das ist mal gar kein Vergleich zu den Radieschen aus dem Supermarkt.

Der Anfang

Vor drei Jahren kam der Schrebergarten zu uns. Genaugenommen in unseren Facebook-Messenger. Eine Freundin schwärmte von dem Gartenverein. „Da wehen keine Deutschlandfahnen, die Dove-Elbe ist zum Baden ganz nah, die Mischung an Pächtern ist angenehm und das Beste ist: Es gibt noch ein paar freie verwilderte Parzellen.“ Mit Bullerbü im Kopf und Baby im Bauch fuhren wir zur Besichtigung und sagten spontan zu. Die Laube vom Typ Flottbek aus den 1970er Jahren war nicht gerade günstig, aber in einem frisch renovierten Zustand, was uns als junge Familie mit bald zwei kleinen Kindern sehr gelegen kam. Das war im Spätsommer 2015. Dann laufen in den meisten Gartenvereinen die Kündigungsfristen aus. Der ideale Zeitpunkt also, sich um eine eigene Gartenlaube zu kümmern.

Vom Baum in den Mund.

Viel zu tun

Mit der neuen Laube bekamen wir auch einige Auflagen: Den hohen Rasen mähen, die Hecke schneiden, die Fassade der Hütte streichen und das Gartentor reparieren. Im Februar musste der 40 Jahre alte Apfelbaum beschnitten werden, im März platzte die Wasserleitung, im April entdeckten wir eine morsche Stelle unterhalb des Dachfensters und im Mai nervten die misstrauischen Blicke der Nachbarn. Aber spätestens ab dem Wochenende im Juni, als wir das erste Mal in der Hütte übernachteten, waren wir angekommen. Der Blick auf die große Schafsweide, das Rauschen der hohen Linden, das ferne Rufen des Kuckucks und das feuchte Gras zwischen den Zehen am Morgen. Ja, das war tatsächlich wie in Bullerbü.

Faszination Schneckenschleim.

Angekommen

Von März bis Oktober fahren wir jetzt fast jedes Wochenende in den Garten. Wir haben kleine Rituale, wie den morgendlichen Ausflug zur Dorfbäckerei. Dabei nimmt der Vater den Sohn auf dem Gepäckträger mit. Die wilde Jungsbande zimmert Schneckenhotels und hilft hoch motiviert mit, tiefe Löcher zu schaufeln. Wir bewundern Babyspinnennester und jeder von uns hatte schon eine Zecke. Dieses Jahr ernten wir hoffentlich unsere ersten Kürbisse, die die nette Nachbarin während der Hitzewelle so zuverlässig gießt. Am Abend sitzen wir mit unseren Gartenfreunden auf der Terrasse, bis wir erschöpft und zufrieden ins Bett fallen. Und alle diese Eindrücke, das Obst und Gemüse nehmen wir dann am Montag mit in die Stadt.

Text & Fotos: Alessa Pieroth

Mehr zum Thema Sommer in der Stadt findet ihr in der gedruckten SZENE HAMBURG. 

Darunter:

QUAAAK! Eppendorfer Moor – Es ist wieder soweit. Im Sommer werden die Großstädter von der Sehnsucht nach Natur und Entschleunigung befallen. Die kann erfüllt werden – und das mitten in Hamburg, Eine Schnellkur für die Sinne zwischen Gräsern, Gänsen und Gezilpe; Text: Erik Brandt-Höge

ABGEHEN ODER ABHÄNGEN Endlich Urlaub! Und nun? Loslegen und Körper und Geist in Schwung bringen? Oder einfach mal nichts tun? Eine Anleitung; Texte: Sabrina Pohlmann & Maike Schade

Zurück zu den Wurzeln Urban Gardening – Pflanzen, gießen, ernten – gemeinschaftliches Gärtnern liegt im Trend. Immer mehr grüne Oasen für Jedermann entstehen in der Stadt. Wir haben verschiedene Projekte besucht, die zeigen: Wer mitmacht, gewinnt mehr als eine handgezüchtete Zucchini; Text: Sophia Herzog

CAMPING Drei Plätze, drei Welten: Wir haben in und um Hamburg gecampt und Lieblingsorte für den Urlaub vor der Haustür gefunden; Texte: Erik Brandt-Höge


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juli 2018. Das Magazin ist seit dem 29. Juni 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


Darf’s noch ein bißchen mehr sein?