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TBA // To be announced: Eine Bar mit Nachbarschafts-Feeling

TBA // To be announced: Die schönste Bar ist die eigene Bar, dachten sich die Nachbarn eines Ottenser Hinterhofs – und müssen für das Feierabendbier seitdem nicht mehr weit laufen

Text: Sophia Herzog

 

Möllers, Aurel, Familien-Eck – Ottensen hat viele Bars, die schon seit Jahren fest zur Flaniermeile des Stadtteils gehören. Die besten Schätze verstecken sich meistens aber in den hintersten Ecken: Das TBA // To be announced liegt in einem Hinterhof in der Gaußstraße, eingenistet zwischen Musikschule, Medienagentur und Architekturbüro.

Im Winter knistern hier die Holzscheite in der Feuertrommel, im Sommer stehen die großen Fenster Richtung Hinterhof weit offen, Lampions hängen in den Büschen. „Das Kopfsteinpflaster, die beleuchteten Bäumchen, das ist schon schön“, findet Inhaberin Hannah Bender. Die gelernte Veranstaltungskauffrau eröffnete das TBA 2015 – allerdings nicht im Alleingang. „Die Idee entstand unter Nachbarn“, erinnert sie sich. Gemeinsam mit den Architekten aus dem Büro nebenan setzte sie sich sowieso häufiger abends für ein paar Drinks zusammen. „Warum dann nicht einfach selbst eine eigene Bar aufmachen?“ Gesagt, getan: Mit den Architekten als Gesellschaftern ist Bender seitdem stolze Besitzerin ihres eigenen Lokals.

 

Den „Kleinen Freitag“ zelebrieren

 

Das Nachbarschafts-Feeling der Gründungszeit ist bis heute geblieben: Nach wie vor würde sie mit allen ansässigen Mietern im Hof ein sehr herzliches Verhältnis pflegen, erzählt sie. Inzwischen wird die Bar aber auch von Nicht-Ottensern fleißig besucht. „Das gemütliche Nachbarschaftsgefühl geben wir dann natürlich an unsere neuen Gäste weiter.“

An vielen Abenden vermietet Bender die Bar für Veranstaltungen an Privatpersonen, nicht wegzudenken ist aber der traditionsreiche „Kleine Freitag“ – das gemütliche Beisammensitzen am Donnerstagabend, natürlich inklusive Feierabendbier.

TBA // To be announced: Gaußstraße 136 (Ottensen)


Szene_Hamburg_Februar_2020_Cover SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Februar 2020. Das Magazin ist seit dem 30. Januar 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Frühstücks-Dschungel: Der EM Breakfast Club

Lieber Lachs statt Camembert und den Obstsalat ohne Ananas? Kein Problem – die Extrawurst gehört hier zum Konzept

Text: Laura Lück
Foto (o.): EM Breakfast Club

 

Ob man mit dieser Kaffeemaschine auch zum Mond fliegen kann? Die Vision Iberital ist die neuste Hightech-Spielerei auf dem Kaffeemarkt und brüht im Em Breakfast Club das erste Mal auf deutschem Boden.

Wo 19 Jahre lang im ehemaligen Café Colmeia Galão floss, sorgt sie jetzt für energieeffizienten, perfekt temperierten Kaffee- und Teegenuss. Die Schläuche und Leitungen in dem futuristischen Ungetüm schimmern blau-schwarz hinter dem semitransparenten Korpus und arbeiten auf Hochtouren, denn: Der Laden am Neuen Pferdemarkt ist voll.

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Frühstück mit Urban- Jungle- Feeling (Foto: EM Breakfast Club)

Um das Herzstück des frisch eröffneten Cafés versammeln sich Verliebte, Freunde und zeitungslesende Singles zum Frühstück. Denn hier dreht sich alles um die wichtigste Mahlzeit des Tages – individualisierbar und ohne Kompromisse.

Das „Em“ im Namen ist vietnamesisch und heißt übersetzt so viel wie „Du“. Was willst DU frühstücken, das ist hier die zentrale Frage. Sonderbehandlungs-Scham braucht niemand zu haben. Die Speisekarte ist quasi ein einziger Extrawunsch. Darauf sind Frühstückbowls gelistet, die je eine Basis aus Porridge, Açai-Joghurt oder Ahornquark bieten. Dazu gibt’s Flüssiges wie selbst gemachtes Mangomus und jede Menge Toppings von Chiapudding bis Kokosflocken.

Bei den Breakfast-Plates bietet eine lange Liste an Extras von Gemüsesticks bis zur glutenfreien Brotalternative unzählige Kombinationsmöglichkeiten. Gleiches gilt für die frisch gebackenen Waffeln, die auf Wunsch nicht nur vegan, sondern neben der klassisch-süßen Variante auch mit herzhaften Toppings (Empfehlung: Ziegenkäse mit Feigensenf!) zubereitet werden.

 

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Bestell doch, was du willst: Wunsch- Menü im EBC (Foto: Laura Lück)

 

Chi und Jannis haben jede Menge Herzblut ins Konzept und die fünfmonatige Kernsanierung gesteckt. Der zweistöckige Laden ist nicht wiederzuerkennen: Tapeten mit Dschungelprint, ein Tresen im Rotklinker-Look und überall frisches Grün. Hier möchte man den Tag gern starten. Sind die dunklen Holztische vollgeladen mit köstlichem Kaffee und den liebevoll angerichteten Wunsch-Menüs, macht das schnell neugierig auf die Zusammenstellungen der Begleitung.

Teilen und Probieren macht mindestens genauso Spaß wie das Frühstückbasteln – und erfinderisch beim Menü-Pläne schmieden für den nächsten Besuch.

EM Breakfast Club: Neuer Pferdemarkt 14 (St. Pauli)


Szene-Oktober-2019-CoverDieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, Oktober 2019. Titelthema: Neu in Hamburg. Das Magazin ist seit dem 28. September 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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