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Jahresrückblick: In Hamburg sagt man tschüss

2022 wird unzweifelhaft in die Geschichte eingehen, als das Jahr, in dem vieles auf dem Prüfstand stand – auch für die Kultur der Stadt. Ein Rückblick mit Augenzwinkern und der Gewissheit: Alles hat ein Ende, auch dieses verflixte Jahr

Text: Marco Arellano Gomes 

 

Ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches Jahr neigt sich dem Ende. Wenn alle Geschenke gefunden, alle Resturlaubstage eingereicht und alle Weihnachtstage verplant sind, steht Heiligabend vor der Tür, dicht gefolgt von Silvester. Für viele die Tage, um ein wenig zur Ruhe zu kommen, nachzudenken und das Jahr Revue passieren zu lassen. Hier eine kurze Zusammenfassung des Jahres aus Hamburger Sicht mit Schwerpunkt auf die Kultur – ohne jeden Anspruch auf Vollständig- und Ernsthaftigkeit.

Januar

Die Elbphilharmonie feiert 2022 seinen 5. Geburtstag (Foto: Thies Raetzke)

Die Elbphilharmonie feierte im Januar 2022 seinen 5. Geburtstag (©Thies Raetzke)

Gleich zu Beginn des Jahres feiert die Elbphilharmonie ihr fünfjähriges Jubiläum. Wer die etwa 80 Meter lange, leicht geneigte Rolltreppe durch den hellen Tunnel (genannt „Tube“) durchquert und die unzähligen Treppen bis in den Großen Saal mit seinen 2100 Plätzen erkämpft hat, dem bietet sich ein akustisches Feuerwerk. Das lässt verschmerzen, dass die Baukosten mit rund 866 Millionen Euro leicht über den ursprünglich geplanten 77 Millionen Euro lagen. Backstein und Glas, Schein und Sein – die Elphi steht wie kein anderes Bauwerk für die Dualität dieser Stadt. Dass der Besuch der Plaza mit Blick über Elbe, Hafen, Speicherstadt und HafenCity aufgrund gestiegener Betriebskosten – entgegen einstiger Versprechen – möglicherweise bald Eintritt kosten soll, ist hingegen eine politische Posse. War sonst noch was? Ja: Nach einer pandemiebedingten Ewigkeit feiert das lang ersehnte Theater-Musical „Harry Potter und das verwunschene Kind“ im Mehr! Theater Premiere und verzaubert seither die Besucher.

Februar

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Am 28. Januar 2022 erschien das Tocotronic-Album  „Nie wieder Krieg“

Dass die Hamburger Band Tocotronic in ihrer musikalischen Karriere auch manch unzutreffende Zeile verfasste, ist bekannt (Beispiel: „Digital ist besser“). Doch der Titel ihres neuen, am 28. Januar veröffentlichten, 13. (!) Albums, ist dann schon von erschreckend prophetischer Natur: „Nie wieder Krieg“. Bekanntlich kommt es anders. Am 24. Februar greift Russland die Ukraine an und beginnt damit einen Krieg, der viele Ungewissheiten mit sich bringt und seither als „Zeitenwende“ bezeichnet wird. Hamburg wird nicht müde, der Ukraine seine Solidarität zu demonstrieren. Die blau-gelbe Flagge schmückt so manchen Balkon, zeitweise auch den des Rathauses. Auch eine Vielzahl von Kulturinstitutionen gedenkt der ukrainischen Bevölkerung in unterschiedlichsten Formen: durch Aktionen, Spendensammlungen und vieles mehr.

März

Als ahnte das Bucerius Kunst Forum, dass eine Zeit anbricht, in der Verzicht zum Gebot wird, startet im März die Ausstellung „Minimal Art. Körper im Raum“. Wer minimalistisch denken will, muss den Minimalismus gesehen und erlebt haben. Das übt ein. Bedeutende Werke des Minimalismus sind zu sehen und werden mit modernen Kunstwerken verglichen. Weniger ist mehr – das wird das Motto für die Zeit nach der Zeitenwende. War sonst noch was? Ja: Der DOM meldet sich nach fast zwei Jahren Pause zurück: Gebrannte Mandeln, Schmalzkuchen und jede Menge Gewinne, Gewinne, Gewinne buhlen wieder um die Gunst der Besucher. Auf dem Heiligengeistfeld geht es wieder bunt und munter her. Und ja, viele vermissten den DOM sehr.

April

Ein großer Erfolg – und eine willkommene Zerstreuung – ist ab April die interaktive Ausstellung „Van Gogh Alive“, bei der die Besucher durch multimediale Leinwände auf nie gesehene Weise in die Bilderwelten von Van Gogh eintauchen können. Aktuell gibt es mit „Monets Garten“ bereits die Fortsetzung. Ob die interaktiven Wände sensibel auf Kartoffelsuppe, Tomatensuppe und Klebstoff reagieren, ist nicht bekannt. Aber im für Scherze bekannten April kommt auch noch niemand auf diese umstrittene Idee.

Mai

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„Viele haben in den letzten Monaten gemerkt, was alles fehlt“, sagte Kultursenator Carsten Brosda im Interview mit SZENE HAMBURG (©Bertold Fabricius)

Endlich wieder ein wenig Aufatmen – das ist das Gefühl, dass Hamburg durch den Mai trägt. Viele Corona-Einschränkungen fallen. Die Inzidenz sinkt kontinuierlich, die Kultur macht sich – trotz Krieg – Hoffnung auf bessere Zeiten. Konzerte sind wieder am Start, die Club-Szene öffnet ihre Türen. „Ich finde die Idee, gegen den Weltschmerz anzutanzen, eigentlich recht schön“, befindet Kultursenator Carsten Brosda (SPD) im Interview mit SZENE HAMBURG. Allein der Gedanke des auf der Tanzfläche zappelnden, zugleich ein Gedicht von Rainer Maria Rilke vortragenden, Brosda stimmt vergnüglich. Damit die wieder in die Stadt strömenden Besucher auch Kulturangebote jenseits von Elphi, Hafen und Musical wahrnehmen, stellen Kultur- und Wirtschaftsbehörde die Kulturtourismusstrategie vor.

Die Stadtbewohner machen sich hingegen andere Sorgen: Die Lebensmittel drohen wieder knapp zu werden. Im Supermarkt steht man wie zu Beginn der Pandemie wieder vor leeren Regalen. Dieses Mal ist der Krieg die Ursache, nicht die Pandemie. Mehl und Öl sind vergriffen, die Preise schnellen in die Höhe. Es ist ein kleiner Vorgeschmack auf die noch folgende Inflation. War sonst noch was? Ja: Das Montblanc Haus eröffnet in Stellingen. Dort können die Besucher in einem Rundgang alles zu der Geschichte und den Produkten des traditionellen Hamburger Unternehmens lernen. Das Haus sei „eine Liebeserklärung ans Schreiben und eine respektvolle Verneigung vor den Denkern, Träumern und Schöpfern“, so das Fazit des Autors dieses Textes nach dem exklusiven Vorab-Besuch.

Juni

Auch Stadtteilfeste sind wieder möglich. Unter diesen nimmt die altonale seit jeher einen prominenten Platz ein, führt sie doch wie keine zweite vor Augen, wie viel Lebensfreude in der Vielfalt steckt. Für Begeisterung sorgen aber auch diverse andere Open-Air-Angebote – vom Christopher Street Day, über den Schlager-Move und die Stadtpark-Konzerte bis zum Schanzenkino. Die 8. Triennale der Photographie bietet einiges fürs Auge und lässt auch von weit entfernten Orten träumen.

Juli

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Ein rauschendes Fest: Die Verleihung des Genuss-Michel 2022 (©Julia Schumacher)

Fröhliche Stimmung gab es auch bei der Vergabe des Genuss-Michel, dem großen Gastropreis des Genuss-Guide Hamburg. Den Ehrenpreis fürs Lebenswerk erhielt Elias Hanna Saliba, der in Hamburg seit 1984 syrische Küche auf höchstem Niveau bietet. Das ist Urlaub für die Geschmackssinne. Wer hingegen den lang gehegten Traum einer Urlaubsreise tatsächlich wieder antritt, muss bangen: Zum einen ist unklar, ob man den Flieger überhaupt rechtzeitig erreicht, zum anderen, ob die Koffer am Zielort ankommen. Dem Flughafen war – Pandemie sei Dank – zwischenzeitlich das Personal ausgegangen und so bilden sich Schlangen wartender Reiselustiger vor den Security-Checks und Schweißperlen auf der Stirn beim Warten vor den Gepäckbändern. Urlaub stellt man sich irgendwie anders vor.

August

Im August feiert das Museum für Hamburgische Geschichte sein 100-jähriges Jubiläum. Das direkt an den Wallanlagen gelegene Museum gibt nicht nur Einblick in die Geschichte der Hansestadt, sondern stellt mit ihren Ausstellungen wichtige Fragen, die auch für die gegenwärtige Entwicklung der Elbmetropole wichtig sind. Selten schien historisches Wissen wichtiger als in diesen Zeiten. Historisch wirkt auch die Südamerikareise Peter Tschentschers (SPD). Mit einer Delegation reist der Erste Bürgermeister nach Argentinien, Uruguay und Chile, um Energiepartner für Hamburg zu suchen. Es geht um grünen Wasserstoff, um die Gas-Verluste auszugleichen und zugleich etwas fürs Klima zu tun. Ob der Wandel gelingt, ist noch unklar. Aber keine Panik: Udo Lindenberg ist seit August Ehrenbürger der Stadt.

September

In diesem Jahr ist alles möglich. Das beweist auch der späte Start des allseits beliebten Hafengeburtstags im September (sonst im Mai). „Leinen los, wir feiern wieder“, heißt es vom 16. bis 18. September. Das Wetter ist weitestgehend schlecht, die Stimmung weitestgehend gut. Also: Alles wie immer. Sorgen macht den Hamburgern hingegen die Energiepreis-Entwicklung aufgrund der explodierenden Gaspreise. „Ich kann nur an alle Hamburgerinnen und Hamburger appellieren, den Energieverbrauch zu reduzieren und wenn möglich, monatlich einen Betrag zurückzulegen, um sich auf die Jahresabrechnungen vorzubereiten“, sagt Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) SZENE HAMBURG gegenüber. Na dann: Socken an und durch!

Oktober

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Der Film „Rheingold“ von Fatih Akin feierte beim Filmfest Hamburg Weltpremiere (©bombero international/Warner-Bros Entertainment / Gordon Timpen)

Der Oktober steht ganz im Lichte des Filmfest Hamburg, das dieses Jahr sein 30-Jähriges feiert und es filmisch krachen lässt: „Triangle of Sadness“, „Wir sind dann wohl die Angehörigen“, „Zeiten des Aufruhrs“, „Holy Spider“, „The Banshees of Inisherin“ und der neue Fatih Akin-Film „Rheingold“, – das Programm ist hochkarätig und vielfältig. Der rote Teppich (nicht „tote Teppich“, liebe „Abendblatt“- Redaktion!) lebt. War sonst noch was? Ja: Hat was mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), China und dem Hafen zu tun. Aber leider plagen einen Erinnerungslücken …

Jahresrückblick Hamburg

Energiekrise hin oder her – inzwischen sind so viele böse Geister in der Stadt, dass es zur bürgerlichen Pflicht wird, sie durch Knallfeuerwerk zu vertreiben (©Mediaserver Hamburg/Jörg Modrow)

November

Die Theatersaison läuft auf Hochtouren, wenn auch vor halb leeren Rängen, hat aber mit dem amerikanischen Erfolgsmusical „Hamilton“ eine Geschichtslektion mit HipHop und Balladen aufzubieten. Die Besonderheit: Das Stück wurde aufwendig ins Deutsche übersetzt. Drei Stunden Geschichte in unterhaltsamer Form: Klingt zunächst nicht nach einer großen Erfolgsformel, ist es aber! Zumindest in den USA brach „Hamilton“ alle Rekorde. Ob es auch hierzulande glückt, wird sich zeigen. Bis zum 30. September 2023 gibt es die Gelegenheit, das Stück im Operettenhaus Hamburg zu sehen.

Dezember

Geschenke-Jagd, überflüssige Jahresrückblicke, Vorfreude auf die Familie, Weihnachten, Streit mit der Familie, Silvester, Neujahr. Kann nur besser werden!

2023

2022 neigt sich dem Ende zu und 2023 wirft seinen Schatten voraus. Neben viel Kultur und Politik steht im November auch ein Geburtstag an: SZENE HAMBURG wird 50 und das ist ein Grund zum feiern!


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833. Hafengeburtstag: Leinen los!

Nach zweijähriger Corona-Pause wird der Hafengeburtstag vom 16. bis 18. September 2022 mit einem vielfältigen Programm gefeiert. In diesem Jahr gibt es einige Highlights, aber auch Veränderungen

Text: Johanna Zobel 

 

Zum 833. Hafengeburtstag heißt es „Leinen los – wir feiern wieder“. Mitte September schippern rund 300 Schiffe über die Elbe, lassen das Wasser über die Hafenkante schwappen und übertönen mit lauten Hupen sogar das Möwengeschrei. Vor allem bei der Ein- und Auslaufparade sind unzählige Schiffe zu sehen. „Es fällt mir allerdings schwer, jetzt genau zu sagen, wie viele Schiffe es insgesamt sein werden“, sagt Andrea Heyden, Pressesprecherin Hafengeburtstag Hamburg. Denn auch private Segelschiffe und Motorboote dürfen kurzfristig bei den großen Paraden dabei sein. Sicher ist aber: Der Großsegler „Dar Mlodziezy“, ein polnisches 3-Mast-Vollschiff, wird die Auslaufparade anführen. Einige Schiffe werden aufgrund der EU-Sanktionen gegen Russland werden jedoch fehlen: „Die russischen Großsegler dürfen die EU-Häfen nicht mehr anlaufen. Die russische Mir darf zum Beispiel nicht kommen“, so Heyden, „Seit ihrer Indienststellung 1987 ist sie seit vielen Jahren ein gern gesehener Gast beim Hafengeburtstag Hamburg.“

Der Hafengeburtstag wird nachgefeiert

Trotz Corona, Krieg und Krise findet der Hafengeburtstag nach zwei Jahren Pause endlich wieder statt. Dass einige Schiffe fehlen, ist nicht die einzige Veränderung dieses Jahres. Seit 1977 feiert die Hansestadt den Hafengeburtstag immer im Mai – anlässlich der Gründung des Hamburger Hafens am 7. Mai 1189. Pandemiebedingt findet er diesmal im Spätsommer statt, vom 16. bis zum 18. September 2022.

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Die Ein- und Auslaufparade gehört Jahr für jahr zu den großen Highlights beim Hafengeburtstag (Foto: Mediaserver Hamburg/Jörg Modrow)

Wie das Publikum den neuen Termin annimmt, ist noch unklar. „Wir sind selber sehr gespannt, weil der Hafengeburtstag jetzt im September stattfindet. Anderes Wetter, andere Lichtverhältnisse. Pandemisch wissen wir auch nicht, was sich da tut“, so Heyden. Laut dem Deutschen Wetterdienst sollten die Temperaturen der Veranstaltung aber nicht im Wege stehen: Im Mai herrschen Durchschnittstemperaturen von 13 Grad, im September ist es sogar minimal wärmer mit durchschnittlichen 14 Grad. Allerdings sind die Tage kürzer, die Sonne geht früher unter. Auch andere Faktoren könnten den diesjährigen Hafengeburtstag beeinflussen, vermutet Heyden: „Viele waren vielleicht schon im Urlaub. Es kann sein, dass die Leute kein Geld mehr haben oder wegen der Pandemie nicht kommen.“

Programm-Highlights auf dem Hamburger Hafengeburtstag 

Neben der traditionellen Ein- und Auslaufparade hat der Hafengeburtstag ein vollgepacktes Programm. Beim Schlepperballett am zweiten Festtag, zeigen die wuchtigen Schiffe wie sie zu klassischer Musik über das Wasser gleiten. Die Darbietung wird nur zum Hafengeburtstag aufgeführt und ist weltweit die einzige ihrer Art. Musik gibt es zusätzlich an verschiedensten Orten. Mehr als zehn Bühnen schaffen Raum für alle Musikgeschmäcker – ob Rock, Jazz, Klassik oder maritimes vom Shanty Chor. Neu in diesem Jahr: Das Harbour Beatz, ein Elektro-Festival, das an allen drei Festtagen zum Raven direkt neben der Elbe einlädt. Ein Zeichen für ein tolerantes Fest: Nahe des Fähranlegers Altona bietet die Harbour Pride eine Plattform zum Austausch für die LGBTQIA-Szene und Freunde. Freitag und Samstag von 10 bis 24 Uhr sowie Sonntag von 10 bis 21 Uhr stehen verschiedene Künstler auf der Bühne. 

Weltoffen, maritim und unterhaltsam 

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Das Schlepperballett gehört zum Hafengeburtstag wie der Michel zu Hamburg (Foto: Hamburg Messe und Congress/Nicolas Maack)

Während des Hafengeburtstages 2017 wurde im Auftrag der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation eine repräsentative Besucherumfrage durchgeführt. Demnach stehen die Zeichen für ein erfolgreiches Fest sehr gut. Denn der Hamburger Hafengeburtstag, das größte Hafenfest weltweit, zieht viele Besucherinnen und Besucher an – 2017 insgesamt eine Million. Viele von ihnen sind kommen immer wieder (57 Prozent). 91 Prozent aller Besucherinnen und Besucher würden den Hafengeburtstag „bestimmt oder wahrscheinlich“ weiterempfehlen. 63 Prozent planten 2017 zudem einen erneuten Besuch. Vielleicht ja in diesem Jahr. Dann gibt es wieder ein umfangreiches Programm auf dem Wasser und am Land. Etwa mit kostenlosen Live-Konzerten, Besichtigungen auf Schiffen oder Vorführungen auf dem Wasser. Abwechslung wird hier groß geschrieben. Für die meisten Besucherinnen und Besucher ist der Hafengeburtstag aber vor allem weltoffen, maritim und unterhaltsam.

Kulinarisches Fest

Und natürlich lohnt sich der Besuch immer für das Essen! Die große Hafenmeile hat kulinarisch eigentlich alles, was das Herz begehrt: Pizza, Pommes, Pasta und jede Menge Drinks. Auch auf der Sonderfläche des jährlich wechselnden Länderpartners gibt es viel zu entdecken und schlemmen. In diesem Jahr zeigt Kroatien, was die mediterrane Küche zu bieten hat. Vielleicht bereiten die Anbieterinnen und Anbieter dieses Jahr dann auch einige Highlights der kroatischen Küche zu. Dazu zählen etwa Cevapcici (gegrillte, würzige Röllchen aus Hackfleisch) oder Peka (Fleisch oder Meeresspezialitäten, die unter einer Glocke gegart werden). Nur 30 Prozent der Hafengeburtstag-Besucher kommen aus Hamburg, vor allem für die Hamburger Hotellerie ist diese Zeit zusätzlich gewinnbringend. Etwas mehr als die Hälfte der auswärtigen Besucherinnen und Besucher entscheiden sich für eine Übernachtung in der Hansestadt. Auch der Hamburger Gastronomie bringt das Vorteile. Laut der Besucherumfrage unternehmen 67 Prozent noch Weiteres in der Stadt, besuchen etwa Sehenswürdigkeiten oder Restaurants. Dafür wird Geld in die Hand genommen: 2017 lag bei knapp 50 Prozent der auswärtigen Gäste das Budget bei mehr als 250 Euro. 

Auch wenn in diesem Jahr ein paar Veränderungen und Unsicherheiten mitschwingen: Der Hafengeburtstag gehört zu Hamburg wie der Michel, die Elbe oder eben der Hafen selbst. Und vor allem bietet er Unterhaltung, dem stimmten 2017 zumindest 63 Prozent der Besucherinnen und Besucher voll zu. Auch Andrea Heyden blickt mit Vorfreude auf das Event: „Es ist schön für die Besucherinnen und Besucher, mal wieder die Seele baumeln zu lassen, andere Eindrücke zu gewinnen, zu genießen und vielleicht die Probleme für ein paar Stunden hinter sich zu lassen. Das ist ja auch mal wichtig in den Zeiten, die wir gerade haben.“

 


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Straßenfeste im Sommer

Party auf Parkplätzen und Flohmarkt auf der Fahrbahn: Diesen Sommer sind sie endlich wieder da, die geliebten Straßenfeste in Hamburg! In den verschiedensten Stadtteilen gibt es dann wieder Kunst, Konzerte und Kultur direkt vor der Haustür. Aber auch Nachbarschaftsinitiativen stellen sich vor und alte Schätze wechseln die Besitzer:innen. Hier kommen 10 Straßen- und Stadtteilfeste, die sich lohnen

Text: SZENE Redaktion

48 h Wilhelmsburg

Unter dem Motto #geradejetzt gibt es wieder Musik von den Elbinseln: Seit 12 Jahren wird bei 48 h Wilhelmsburg Musik und Kultur aus der Nachbarschaft gefeiert. Auch die Veddel ist mit am Start.

Orte des Alltags werden zur Bühne und überall auf den Elbinseln gibt es verschiedenste Konzerte und Partys. Das gesamte Programm findet sich unter 48h.mvde.de.

10. bis 12. Juni 2022

Buntes Treiben auf dem Energiebunker Wilhelmsburg

Eppendorfer Landstraßenfest

Das Eppendorfer Landstraßenfest zwischen Schrammsweg und Eppendorfer Baum hat Tradition: Hier gibt es einmal im Jahr einen besonders langen Flohmarkt, viele Konzerte auf mehreren großen Bühnen und jede Menge Angebote für Kids.

In diesem Jahr gibt es Livemusik zum Beispiel von dem Terri Green Project. Auch startet das Straßenfest erstmals mit der „Grünen Gabel“, ein Pilotprojekt für mehr Nachhaltigkeit bei den Food-Ständen.

11. und 12. Juni 2022

Eppendorfer Landstraßenfest
Flohmarkt auf der Eppendorfer Landstraße (Foto: Thomas Panzau)

Altonale Straßenfest

Die Altonale, das Festival der kulturellen Vielfalt, ist eines der größten norddeutschen Kulturfeste. Vom Platz der Republik aus erstreckt sich über zwei Wochen das vielfältige Programm in alle Richtungen.

Am ersten Wochenende findet der beliebte altonale Flohmarkt statt. Im Anschluss an die altonale folgt das STAMP-Festival der Straßenkünste. Vom 1. bis 3. Juli gibt es außerdem den altonale Kunstmarkt auf der Christianswiese, Musik in der Ottenser Hauptstraße und auf dem Spritzenplatz. Das komplette Programm findet sich unter altonale.de.

17. Juni bis 3. Juli 2022

Straßenfest Altonale
Straßenfest der Altonale (Foto: Thomas Panzau)

Münzviertel Straßenfest

Das unkommerzielle Straßenfest gilt als der jährliche Höhepunkt im Münzviertel. In der Repsoldstraße, Rosenallee und am Münzplatz gibt es alternative Konzerte, Flohmarkt und Kinderprogramm. Aber auch die verschiedenen sozialen Einrichtungen stellen sich vor, denn das gesamte Fest lebt von einer sozialen, kritischen und inklusiven Perspektive.

Auf der Bühne stehen unter anderem die Rapfugees, ein zwölfköpfiges HipHop-Kollektiv. Kulinarisch lohnen sich hier die Pizza aus dem Lehmofen und die Cocktails aus dem Münzgarten.

9. Juli 2022

Die Straße wird zur Sonnenterasse (Foto: Viertelzimmer Münzviertel via Facebook)

Bernstorffstraßenfest

Ende Mai kam endlich die Nachricht: Es wird ein Bernstorffstraßenfest 2022 geben! Der genaue Termin steht allerdings noch nicht fest. Wie gewohnt soll es auf dem Nachbarschaftsfest wieder leckere Drinks und Snacks, Livemusik und einen Anwohner:innen-Flohmarkt geben.

Während morgens gestöbert wird, legen gen Abend verschiedene DJs auf und laden zum Tanzen auf der Straße ein, auf die diesjährigen Konzerte darf man wieder mal gespannt sein.

Auch das Bernstorffstraßenfest wird von ehrenamtlichen Helfern und Anwohnenden auf die Beine gestellt.

Termin folgt

Abendliches Konzert in der Bernstorffstraße 2019

Christopher Street Day

Beim Christopher Street Day in Hamburg demonstriert und feiert die queere Community. Zurück geht der CSD auf die Stonewall Riots von 1969 in New York.

In Hamburg wird als krönender Abschluss der Pride Week wieder ein großes Straßenfest mit Parade, Partys und Konzerten auf dem Jungfernstieg und dem Ballindamm veranstaltet. Auch rund um die Alster wird gefeiert, getrunken und gesnackt, alles unter dem Motto: „Auf die Straße! Vielfalt statt Gewalt“.

6. bis 8. August 2022

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Die CSD-Parade kommt am Jungfernstieg an (Foto: Martin Stiewe)

Veganes Straßenfest

Massenhaft vegane Leckereien gibt es in diesem Sommer auf dem Spielbudenplatz. Beim Veganen Straßenfest gibt es verschiedenste Verkaufs- und Gastronomiestände sowie ein vielfältiges Programm mit Musik und Vorträgen.

Das Straßenfest soll außerdem über Kampagnen und Projekte der Tierrechtsbewegung informieren. Bei einer großen Tombola können außerdem kulinarische Gewinne ergattert werden. Der Verein Animal Rights Watch stellt das Festival übrigens mit einem ehrenamtlichen Team ohne große Sponsoren auf die Beine.

30. Juli 2022

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Viele Stände auf dem Spielbudenplatz

Osterstraßenfest

Eine bunte Fress- und Festmeile zieht sich auch wieder durch Eimsbüttel: Das Osterstraßenfest findet eigentlich traditionell im Mai statt, in diesem Jahr wird das Straßenfest als Sommerparty gefeiert.

Aufgrund von Corona wurden aktuelle Informationen noch nicht veröffentlicht, es ist aber damit zu rechnen, dass es wieder einen bunten Mix aus Bier und Genuss, Newcomer-Konzerten und Flohmarkt gibt. Für gewöhnlich ist dann wieder die gesamte Nachbarschaft auf den Beinen und feiert ihren schönen Stadtteil.

Voraussichtlich 27. bis 28. August 2022

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Stöbern und Staunen beim Osterstraßenfest (Foto: Nikola Duda via Unsplash)

Stadtfest Winterhude

Zwei Tage lang werden der Mühlenkamp und die Gertigstraße im September wieder zu einer bunten Spielweise für Kultur, Gastro und Unterhaltung. Doch damit nicht genug: Verlängert wird das Fest durch einen großen Flohmarkt in der Schinkel- und Preystraße.

Nebenan findet außerdem das Schinkelplatzfest für Kids und Familien statt. Der Ausflug nach Winterhude lohnt sich innerhalb der zwei Tage aber sowieso, denn unter anderem das Goldbekhaus plant weitere Veranstaltungen im Viertel.

3. und 4. September 2022

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Winterhude wird zum Unterhaltungs-Hotspot

Hafengeburtstag

Einlaufparade, Feuerwerk, Live-Musik und jede menge wilde Partys: Um die 300 Schiffe und rund 1,5 Millionen Menschen zieht es jedes Jahr zum Hafengeburtstag. Neben dem kommerziellen Abschnitt um die Landungsbrücken gibt es auch in der Hafenstraße beim Alternativen Hafengeburtstag viel zu entdecken.

Die gesamte Hafenmeile reicht von der Hafencity bis zum Museumshafen Övelgönne. Das Programm ist bisher noch nicht bekanntgegeben worden. Alle Infos gibt es unter hamburg.de.

16. und 18. September 2022

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833. Hamburger Hafengeburtstag im September 2022 (Foto: pixabay)

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Hafengeburtstag im September

Wurde mit dem Hamburger Hafengeburtstag das größte Hafenfest der Welt im Januar noch abgesagt, steht der Ersatztermin nun fest: Der September 2022

Text: Felix Willeke

Der 833. Hamburger Hafengeburtstag findet vom 16. bis 18. September 2022 statt. Das größte Hafenfest der Welt findet seit 1977 in jedem Jahr statt. In den letzten beiden Jahren fiel es pandemie-bedingt aus. Das hat jetzt ein Ende. Wurde der traditioneller Termin Anfang Mai noch im Januar wegen der „nicht eindeutig vorhersehbaren Pandemie-Lage“ abgesagt, hatte man schon damals gehofft, in den Spätsommer ausweichen zu können.

Dabei steht auch der Hafengeburtstag 2022 im Zeichen der weiteren Entwicklung der Corona-Lage. Eine Absage ist immer noch im Bereich des Möglichen. Denn Einlasskontrollen wie beim Hamburger Dom 2021, die einen corona-konformen Ablauf möglich machen würden, sind beim Hafengeburtstag nicht möglich.


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Hafengeburtstag 2022 abgesagt – vorerst

Wie der Hamburger Wirtschaftssenator Michael Westhagemann am 25. Januar 2022 mitteilte, wird der Hamburger Hafengeburtstag 2022 vorerst abgesagt

Text: Felix Willeke

 

Seit 1977 findet der Hamburger Hafengeburtstag jährlich statt, nun wird er zum dritten Mal in Folge abgesagt. Die 833. Ausgabe wird aufgrund „der bestehenden und nicht eindeutig vorhersehbaren Pandemie-Lage“ nicht wie geplant im Mai 2022 stattfinden, sagte Wirtschaftssenator Michael Westhagemann. Das größte Hafenfest der Welt ist eine großflächige Freiluftveranstaltung. Einlasskontrollen wie am Hamburger Dom, die einen Corona-konformen Ablauf möglich machen würden, seien nicht durchführbar. Die Behörde prüft aktuell eine Verlegung in den Spätsommer. Eine Entscheidung hierzu soll bis Ende März fallen.

Schon 2020 und 2021 war der Hafengeburtstag aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen. Der Grund für die frühzeitige Vorerst-Absage liegt in der langen Vorplanungszeit der Großveranstaltung.


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Elbvertiefung: Schlamm drüber

Wie die Elbvertiefung wurde, wie sie ist – und was sie für Mensch und Umwelt bedeutet

Text: Markus Gölzer

 

Es ist ja nicht so, dass es erst seit der Elbvertiefung rumort im Hamburger Hafen. Schon 1259 gab es Ärger mit der leidigen Konkurrenz in Stade. Die Hafenstadt verlangte per vom Bremer Erzbischof verliehenen Stapelrecht Zoll von allen Schiffen auf der Elbe. Hamburg konterte mit einem Freibrief von Kaiser Barbarossa, datiert auf den 7.5.1189, der alle Handelsschiffe auf dem Weg zum Hamburger Hafen vom Zoll befreite. Der 7. Mai wird heute mit einem Riesenspektakel als Hafengeburtstag gefeiert. Wenn auch nicht von Historikern: Hier herrscht Einigkeit, dass das Dokument eine Fälschung war. Zum Glück für Hamburg kam das erst 1982 raus, als die Stellung unter den Welthäfen längst gesichert war.

Stade ist beim besten Willen keine Konkurrenz mehr, dafür Antwerpen und Rotterdam. Sie verwiesen Hamburg auf Platz 3 unter den größten Containerhäfen Europas. Als ein Grund gelten ihre deutlich tieferen Fahrtrinnen, die sie für große Containerschiffe besser erreichbar machen. Um den Standortnachteil zu beheben, wurde nach über 15 Jahren Planung und einem Tsunami aus Rechtsstreitigkeiten im März die Elbvertiefung fertiggestellt. Die neunte in 200 Jahren.

Die 130 Kilometer lange Wasserstraße zwischen Hamburg und Nordsee wurde so ausgebaggert, dass Schiffe mit einem Tiefgang von 13,50 Meter unabhängig von Ebbe und Flut fahren können. Auf der Flutwelle sind bis zu 14,50 Meter Tiefgang möglich. Zudem wurde die Fahrtrinne verbreitert und eine sogenannte Begegnungsbox gebaut. Das Tinder für Schiffe sorgt bei Wedel auf einer Länge von fünf Kilometern dafür, dass sich auch große Frachter begegnen und schnell wieder voneinander entfernen können. Insgesamt sollen durch die Elbvertiefung bis zu drei Millionen Container mehr möglich sein.

 

Hamburg, der Sisyphos von der Waterkant

 

Zum Vergleich: Der Umschlag 2020 lag bei rund 8,5 Millionen Containern. Die Freigabe der neuen Tiefgänge erfolgt in zwei Stufen. Am 3. Mai 2021 wurde die erste Stufe umgesetzt. Containerschiffe können die Tiefgangverbesserungen jetzt zu etwa 50 Prozent ausnutzen. Ob das Großprojekt, das mit 800 Millionen Euro in der Elbphilharmonie-Liga spielt, hilfreich ist, dürften nicht nur der Schierlings-Wasserfenchel und andere bedrohte Pflanzen- und Tierarten bezweifeln.

Die vor fast 20 Jahren geplante Vertiefung war zu kurz gedacht. Die Frachter sind heute viel größer, als man sich damals vorstellen konnte. Ein Ende der maritimen Gigantomanie ist nicht zu erwarten. Damit ist nicht nur die Tiefe der Fahrtrinne entscheidend, sondern auch Länge und Breite der Schiffe. Am 3. Mai wurde der Einlauf des ersten Großcontainerschiffs, der CMA CGM Jacques Saadé, mit Wasserfontänen gefeiert. Der Frachter der Megamax-Klasse beeindruckt mit einer Länge von 400 Metern und 61 Metern Breite. Und würde mit einem vergleichbaren Schiff nicht durch die Begegnungsbox kommen. In ihr können nur Frachter bis zu einer addierten Schiffsbreite von 104 Metern aneinander vorbeifahren. Zweites Riesenproblem: Die Strömungsverhältnisse haben sich anders entwickelt als erwartet. Es fällt viel mehr Schlick an, Hafenbecken wie Fahrrinne verschlammen. Die Elbvertiefung trägt dazu bei. Man muss ständig freibuddeln, kippt das Ausgebaggerte zehn Kilometer unterhalb des Hafens direkt in die Elbe. Der Schlick kehrt zurück, der Kreislauf beginnt wieder von vorne. Hamburg, der Sisyphos von der Waterkant.

Bei aller Baggerei können die größten Containerfrachter mit ihrem Tiefgang von 16,50 Meter nach wie vor den Hafen nicht erreichen. Fatal, denn die aktuelle Vertiefung dürfte die letzte gewesen sein. Eine weitere wäre einer umweltbewussten Öffentlichkeit nicht vermittelbar. Sie würde die Deiche destabilisieren und Natur wie Elbbauern den Rest geben. Doch es gibt auch Gewinner. Der Bund sucht aktuell Firmen, die die Fahrrinne ausbaggern und die Elbe auf Tiefe halten. Bis Anfang Mai konnten sich europaweit Unternehmen um den lukrativen Auftrag bewerben. Kostenpunkt für den Steuerzahler: rund 50 Millionen Euro.


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Top 10 – Auf diese Festivals freuen wir uns im Mai

Konzerte, Festivals und Open Airs: Die Festivalsaison ist eröffnet und in Hamburg und Umgebung wird getanzt, was das Zeug hält – hier kommt unsere Top 10.

Text: Luisa Uhlig
Foto: Jens Schlenker

1) Hafengeburtstag – 10. bis 12. Mai

Der Hamburger Hafen feiert seinen 830. Geburtstag und auch in diesem Jahr sind alle Hamburger eingeladen mitzufeiern. Wie immer kommen jede Menge Schiffsgiganten zu Besuch, die mit Lichtshow und Feuerwerk begrüßt werden. Auch an Bühnen, Musik und Foodtrucks wird nicht gespart, um die Besucher in Feierlaune zu versetzen.

Hafengeburtstag: Hamburger Hafen

 

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2) Summer Opening – 11. Mai

Der Sommer wird eingeläutet. Das übernimmt auch in diesem Jahr das Summer Opening im Entenwerder Elbpark. Getanzt wird unter freiem Himmel zu Psytrance und Psychedelic Techno auf zwei Floors – perfekt um mit einem Knall aus dem Winterschlaf zu grooven. Eine Cocktailbar und Foodtrucks liefern die nötige Energie.

Summer Opening: Entenwerder Elbpark (Rothenburgsort)


3) Komm Tanzen – 11. bis 12. Mai

Für alle, die einen Kurzurlaub mitten in Hamburg gebrauchen können, lässt das Komm Tanzen- Festival keine Wünsche offen. Im Beachclub relaxen, kühle Drinks genießen und elektronischen Beats lauschen. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.

Komm Tanzen: StrandPauli, Hafenstraße 89 (St. Pauli)


4) Afrikanischer Frühling – 11. bis 12. Mai

Wer Lust auf kulturelle Vielfalt hat, sollte den Afrikanischen Frühling nicht verpassen. Auf dem Festival dreht sich alles um die Kulturen in, genau, Afrika. Mit Live-Musik, Tanzperformances, Ausstellungen sowie eine bunte Palette an Workshops für Klein und Groß. Dazu jede Menge afrikanische Spezialitäten.

Afrikanischer Frühling: Marktplatz beim Museum der Arbeit (Barmbek Nord)


5) Stadtpark Open Air – 19. Mai bis 17. September

Jeden Sommer wird der Stadtpark aufs Neue der „Place to be“ für gute Konzerte unter freiem Himmel. Dieses Jahr eröffnet Element of Crime die Veranstaltungsreihe, auch Take That, Weezer und First Aid Kit lassen sich die Gelegenheit nicht entgehen, die große Wiese zu bespielen. Zudem ist eine neue Food-Lane am Start.

Stadtpark Open Air: Stadtpark, Saarlandstraße 69 (Winterhude)

Stadtpark-Live-c-Lukas-Lau.jpg

Foto: Lukas Lau


6) Yoga.Wasser.Klang Festival – 24. bis 26. Mai

In einer Großstadt voller Trubel und Lärm kann es Balsam für die Seele sein, zu entschleunigen. Hier dreht sich alles um Yoga und relaxte Sounds. Erfahrene Yogis, aber auch Anfänger widmen sich den verschiedensten Yogaarten – zum gemeinsamen Üben, Dehnen und Meditieren im Grünen.

Yoga.Wasser.Klang Festival: Planten un Blomen, Glacischaussee 13 (St. Pauli)

 

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7) Heimatfestival – 25. Mai

Am gleichen Ort wie das große Hurricane, aber doch ganz anders: Das Heimatfestival setzt auf eine familiäre Atmosphäre und lokale Künstler. Sogar die kulinarische Versorgung ist regional ausgerichtet. Soundtechnisch wird ein buntes Programm aufgetischt, das von Rock ’n’ Roll über Indie-Pop bis hin zu Metal reicht.

Heimatfestival: Hurricane-Gelände, Industriegebiet Scheeßel (Niedersachsen)


8) Futur 2 Festival – 25. Mai

Dieses Festival wird im Sinne einer Zukunft ausgerichtet, in der Kultur und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Bühnen, die mit Sonnenenergie und Muskelkraft angetrieben werden sowie ein geringer Müllverbrauch zeigen, dass Klimaschutz und Feiern keine Gegensätze sind. Auch die kulinarische Versorgung und Sanitäranlagen sind ressourcenschonend konzipiert.

Futur 2 Festival: Entenwerder 1 (Rothenburgsort)

 

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9) Elbjazz Festival – 31. Mai bis 1. Juni

Hamburgs größtes Jazzfestival mit über 50 Konzerten mischt den Hafen auf. An verschiedenen Veranstaltungsorten treten renommierte Jazzmusiker auf, auch die Elbphilharmonie wird für sechs Konzerte eingespannt. Neben dem vielfältigen Programm finden unter anderem auch ein Jazz-Gottesdienst, Workshops für Gesang und Saxofon sowie ein virtuelles Konzert statt.

Elbjazz: Verschiedene Spielorte am Hafen


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Mai 2019. Das Magazin ist seit dem 27. April 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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