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Meet the Resident – BL Brixton

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Residents vor, diesmal: BL Brixton (IF / Sydpol / Laut & Luise) – präsentiert von hamburg elektronisch.

Interview: Louis Kreye & Jean Djaman

Szene Hamburg: Wie würdest du deinen Sound beschreiben?

Divers, fast wie eine bunte Tüte, aber eher nicht süß. Momentan spiele ich wieder vermehrt Techno und Elektro, aber auch House und Ambient. In meiner Selektion landen viele, blubbernde Tracks, die Verkaufsportale als Leftfield House/Techno bezeichnen.

Was war deine bisher schrecklichste Gast-Frage?

Bleibt das jetzt so? Oder: Bist du Mo von PunktPunkt?

Was ist deine Platte des Monats?

Cosmic Force – Mighty Envy. Und natürlich meine neue Platte auf Laut & Luise (Zwinker).

 

So klingt BL Brixtons Platte des Monats

 

Was war dein größter Moment als DJ?

Letzten Sommer bei Monis Rache. Der Ort, die Menschen und das Gefühl haben einfach gestimmt. Ähnlich war es auf der Fusion. Da habe ich im Querfeld nach Blint eine Mischung aus Techno, Elektro und House gespielt. Es war nicht wirklich voll, dafür aber mit Breakdance-Einlagen vom Publikum. Das hat mich sehr beeindruckt.

Welchen DJ würdest du gern mal (wieder) in Hamburg sehen?

Danny Daze wäre großartig! Jeff Mills ebenfalls, genauso wie Silent Servant.

Auf wen sollte man in Hamburg momentan ein Auge haben?

Die Releases von Drum Space Meditation finde ich superspanend. DJ-technisch: Esshar und Butjer.

Wo kann man dich als Nächstes hören?

Spätestens auf dem tollen Off the Radar Festival (28.7.). Davor aber auch nochmal im Südpol (17.5.).

 

Hier könnt ihr ein aktuelles Set von BL Brixton hören – im Podcast von hamburg elektronisch


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Mai 2019. Das Magazin ist seit dem 27. April 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Meet the Resident – Volker

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Residents vor, diesmal: Robin, Julian und Micha von Volker – präsentiert von hamburg elektronisch.

Interview: Louis Kreye & Jean Djaman

Szene Hamburg: Wie würdet ihr euren Sound beschreiben?

Wir spielen House mit Elementen aus Disco, Funk und Soul. Nur live und ohne Computer.

Was steckt hinter eurem Namen?

Am Anfang hatte jeder von uns nur einen winzigen Synthesizer, nicht viel größer als eine DIN-A5-Postkarte. Diese Baureihe von Korg heißt Volca. Wir haben damit nächtelang bei Bier und Kerzenschein in unserer Küche gejammt und uns im Spaß vorgestellt wie Kraftwerk Konzerte zu spielen – jeder steht an einem einzelnen Pult und bedient einen dieser Mini-Synthies. Für unseren ersten Gig haben wir aus Volca den Männervornamen „Volker“ gemacht. Der Abend ging gründlich in die Hose und wir haben festgestellt, dass wir unser Set-up erweitern müssen.

Ihr spielt live, was bedeutet das für euch?

Dass wir alle Instrumente, die in unseren Songs vorkommen auch dabei haben und spielen. Dadurch entsteht eine ganz andere Energie und die Songs sind einzigartig. Außerdem haben wir die Möglichkeit, auf das Publikum einzugehen. Wenn wir merken, dass ein Song besonders gut ankommt, können wir ihn live viel weiter ausbauen und darüber improvisieren.

Wer macht was?

Julian ist bei uns die Rhythm Section, er bedient die Drum Machine, Bass und die MPC. Micha kümmert sich vor allem um den Mix und Robin spielt die Harmony Section, also Keyboard und andere Synthesizer.

Welchen Act würdet Ihr gerne mal (wieder) in Hamburg sehen?

DJ Harvey.

Was ist eure Platte des Monats?

„Dan’s dancing EP“ von Donald’s House auf Touch from a Distance.

 

Hier könnt ihr in Volkers Platte des Monats hören

 

Wo geht ihr in Hamburg hin, um Spaß zu haben?

Golden Pudel Club und Chrissi’s Kneipe in Eimsbüttel.

Was ist eure witzigste Band-Erfahrung?

Letztes Jahr, auf einer Party eines St. Pauli-Fanclubs. Wir wurden herzlich mit belegten Brötchen und selbst gemachter Bowle im Backstage begrüßt. Unser erstes Backstage-Erlebnis. Nach dem Soundcheck sind wir auf ein paar Bier, um die Ecke gegangen. Zurück in der Location stellten wir fest, dass vor uns drei Punkbands spielen. Der Laden platzte aus allen Nähten und bestand vor allem aus „echten Kerlen“. Als wir drei „Jungs“ die Bühne betraten, in bunten Hemden und Anzughosen, hat man bereits den ein oder anderen skeptischen Blick erhaschen können. Als Julian uns dann vorstellte und erklärte, dass wir jetzt Disco-Musik spielen, leerte sich die Tanzfläche im Handumdrehen.

Was sind für Euch Hamburgs Stärken?

Hamburg versucht nicht unbedingt das nächste Berlin zu werden, Hamburg ist Hamburg.

Und die Schwächen?

Das schlechte Wetter Hamburgs macht uns echt zu schaffen – sobald es jedoch wieder schön ist, ist Hamburg die schönste Stadt der Welt.

Wo seht ihr euch in einem Jahr?

Hoffentlich auf Welttournee. Nee, Spaß. Wahrscheinlich im Studio mit 1.000 Groupies – neue Tracks machen.

Grüße gehen an wen?

An Carsten, danke für den Support. An Paulina dafür, dass sie uns nach jahrelanger Suche unser eigenes Studio organisiert hat, an Lars und an Mrki Sas.

Wann ist euer nächster Gig?

Am 25.4. bei Ogay im Thier.

 

Hört hier ein aktuelles Set von Volker


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, April 2019. Das Magazin ist seit dem 28. März 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Meet the Resident – Cryptofauna

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Resident-DJs vor, diesmal: Cryptofauna (Lehult & 206 / PAL) – präsentiert von Hamburg Elektronisch.

Interview:Louis Kreye & Jean Djaman

Szene Hamburg: Wie würdest du deinen Sound beschreiben?

Cryptofauna: Mir ist dazu mal ein alberner Butterbrot-Vergleich eingefallen: Stell dir vor, du schmierst dir eine richtig geile Stulle, nur mit Butter und Salz. Und dann stell dir vor, die Butter ist House und das Salz ist Techno. So in dem Verhältnis spiele ich meine Club-Sets. Meistens versuche ich, mich mit den housigeren Sachen auf ein Level zu spielen, auf dem ich dann urplötzlich einen Techno-Banger bringen kann. Wenn ich es dann noch hinkriege, ein Funk- oder Hip-House-Stück zwischen die House-Butter und das Techno-Salz zu schieben, und das ankommt: call me a happy person.

 

„Eine dicke 4/4 Kick ist purer Sex“

 

Ein Aspekt, der elektronische Musik für dich besonders macht?

Sie ist sexy. Wir können uns da was vormachen oder einfach dankend annehmen, dass eine dicke 4/4 Kick purer Sex und Wärme ist. Sexy kann eine Stimme sein, die haucht, oder ein Synth der klingt, wie eine Stimme, die haucht oder ein Groove, bei dem das Zusammenspiel der Instrumente einen dermaßen in Trance versetzt, dass man ganz woanders ist. Ich lasse mich auch gern von Percussions einlullen, die am besten irgendwie freaky sind. Und ohne Acid geht bei mir gar nix. Beim Kochen oder Abhängen höre ich übrigens gar nicht so viel elektronische Musik. Ich glaube, in meinem nächsten Leben werde ich New-Age- und Healing-DJ und spiele auf den Afterhours von irgendwelchen Psy Raves. Ha ha!

Größter Moment als DJ?

Wenn ich es im großen Ganzen betrachte: Als André Stubbs mich und meinen Mann Eddie, mit dem ich übrigens auch zusammen als Epikur auflege, gefragt hat, ob wir Residents im PAL sein wollen. Dadurch kann ich regelmäßig mit so vielen talentierten und großen DJs spielen. Und hab dazu noch eine super geile Crew um mich, die alle eine wirklich große Leidenschaft dafür haben, den Club am Laufen zu halten.

Und konkret?

Wenn es um einen tatsächlichen Moment im Club geht, hat sich vor allem mein Gig beim Electric Weekender im Leipziger Conne Island ins Gedächtnis eingebrannt. Die Party findet nur einmal im Jahr statt und ich durfte das Opening für Midland spielen. Ein gefühlt zehn Meter langes Pult ganz für mich allein. 500 Leute, die richtig Bock hatten. Hands up und smiley faces. Eine dicke Anlage. Da bin ich echt von Ohr zu Ohr grinsend raus.

 

„Hast du ‚Happy Birthday‘ dabei?“

 

Schrecklichste Gast-Frage?

Das sind doch immer die gleichen: Kannst du „Nice For What“ von Drake spielen? Hast du „Happy Birthday“ dabei? Zu der Frage fällt mir aber auch eine schöne Geschichte ein. Letztens wurde mir ein Handy hingehalten und innerlich hatte ich mich schon auf ’nen abstrusen Wunsch vorbereitet. Stattdessen hat der Gast auf dem Display eine nette Message aufgeschrieben: „Biggest respect from georgian ravers (bassiani & khidi)“ stand da. Da wär ich fast geplatzt vor Freude. Wenn jemand einen guten Rave zu schätzen weiß, dann sind es die Menschen in Georgien.

Wo gehst du hin, um Spaß zu haben?

Natürlich ins PAL und in den Pudel. Südpol ist ab und zu auch ganz lustig. Außerdem mag ich das Frappant. Und ich würde noch in den Golem gehen, wäre er noch da. Da gab es ja so was wie die perfekte Mischung aus High Class Bar und einem gut gemachten Club.

Wen würdest du gerne mal (wieder) in Hamburg sehen?

Powder aus Japan! Außerdem Dauwd von African Acid Is The Future. Und Josey Rebelle. Und da ich schon länger kein dolles Techno-Set gehört hab, was aber trotzdem warm ist und groovt: Mama Snake.

Release und Leute des Monats?

DJ Sotofett und Maimouna Haugen – „C’est L’Aventure“ auf Honest Jons. Außerdem sollte man momentan auf das Label Space Drum Meditation ein Auge haben. Und auf die Press Group, die One Mother Crew sowie L.F.T. Und natürlich alle PAL-Residents, da kocht immer was.

 

 

Wo kann man dich als Nächstes hören?

Am 8.2. im PAL, wenn ich (als Epikur) einen meiner Lieblings-DJs supporte: Hunee! Danach spiele ich mal wieder im Waagenbau, wo vor fast zehn Jahren alles angefangen hat. Und Mitte Februar im Pudel. Außerdem steht ein Bar Gig im Chambre Basse auf dem Plan. So was mache ich auch noch gern, da kann man immer schön alles andere spielen, was zu Hause rumsteht. Vielleicht kann ich da ja weiter an meiner New-Age-Karriere arbeiten.

 

Hört hier das aktuelle Set von Cryptofauna im Podcast von hamburg elektronisch


 Dieses Interview stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Februar 2019. Das Magazin ist seit dem 26. Januar 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Meet the Resident – VUUDUU

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Resident-DJs vor, diesmal: VUUDUU (Resource / Ohne kommerziellen Wert) – präsentiert von Hamburg Elektronisch.

Interview: Louis Kreye & Jean Djaman
Foto: Katja Ruge

SZENE HAMBURG: Wie würdest du deinen Sound beschreiben?

Technoider, hypnotischer Ravesound.

Was war dein bisher größter Moment als DJ?

Im Tresor und in der Griessmuehle.

Deine Release des Monats?

OHNE 002 / Ohne kommerziellen Wert (Release 21.1. – Vinyl only).

 

 

Wen würdest du gerne mal (wieder) in Hamburg sehen?

Helena Hauff.

Was sind für dich Hamburgs Stärken?

Viele einzelne Underground-Crews bilden die Szene in Hamburg.

Und die Schwächen?

Konfetti und Seifenblasen.

Was ist dein Lieblings Ort in Hamburg?

Mein Studiokollektiv.

Auf wen sollte man in Hamburg momentan ein Auge haben?

RO/AD, Strathy, Katja Ruge (nicht nur für ihre Fotos), Marie Lung, Lucinee, Lifka, aitch, STUTE.

Welcher Gig war bisher dein Favorit?

Am meisten Spaß habe ich im PAL und natürlich bei meiner eigenen Reihe Resource.

Wo kann man dich als nächstes hören?

Am 25.1. im Uebel & Gefährlich mit Dr. Rubinstein.

 

 Hört hier ein aktuelles Set von VUUDUU


Dieser Beitrag stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Januar 2019. Das Magazin ist seit dem 21. Dezember 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop und als ePaper erhältlich! 


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Meet the Resident – Ayer Fijen

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Resident-DJs vor, diesmal: Ayer Fijen (aka Young Meyerlack, Ali Whales & b&dbbb) – präsentiert von Hamburg Elektronisch.

Interview: Ole Masch

Wie würdest Du Deinen Sound beschreiben?

LoFi House.

Was war Deine schrecklichste Gast-Frage?

Hast du auch was von Kay One?

Deine Platte des Monats?

Random Edits #2 von Random Mind State.

Was war Dein größter Moment als DJ?

Theresas Theaterpremiere. Ich hab am Ende der Party für die letzten vier Leute Trash pur aufgelegt und wir haben dazu im Kreis auf ’nem Perserteppich gebreakdanced.

Wo gehst du hin um Spaß zu haben?

Falafelstern.

Was sind für Dich Hamburgs Stärken?

Franzbrötchen und mein Squad.

Und die Schwächen

Der Späti nebenan, der nur bis 21 Uhr auf hat.

Dein Lieblingsort in Hamburg?

Bei meiner Chaya im Bett oder mit der Gang im Viertel.

Auf wen sollte man in Hamburg momentan ein Auge haben?

Indius F aka Düwer.

Welcher Gig in Hamburg ist bisher dein Favorit?

Raw Suppliers Label Night, jeden ersten Donnerstag im Monat im Mojo mit unterschiedlichen Musikern, die alle Hammer sind.

Wo kann man dich als nächstes hören?

28.12. in der Fabrique im Gängeviertel.

Hört hier ein aktuelles Set von Ayer Fijen


Dieser Beitrag stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Dezember 2018. Das Magazin ist seit dem 29. November 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop und als ePaper erhältlich! 


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Meet the Resident – Vanessa Buena alias VABU

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Resident-DJs vor, diesmal: Vanessa Buena von Spieltrieb – präsentiert von Hamburg Elektronisch.

Vanessa, wie würdest du deinen Sound beschreiben?

Tendiert zum melodischen Techno, besonders zutreffend war mal die Beschreibung vom Docks, dass ich keine Distanz zwischen mir und der Musik zulasse.


Der Hamburg Elektronisch Podcast zum Interview mit VABU:


Was war deine schrecklichste Gast-Frage?

Witzig ist immer, wenn ich nach meinem DJ-Namen gefragt werde und ihn gefühlt 100-mal wiederholen muss, weil er nicht verstanden wird.

Dein größter Moment als DJ?

Jeder Gig war für mich bisher individuell was ganz Besonderes. Die Euphorie die dabei entsteht macht mich jedes Mal aufs Neue sprachlos. Ganz groß war es für mich aber tatsächlich dieses Jahr das erste Mal auf dem Habitat Festival zu spielen, wo ich die Jahre zuvor immer als Gast war.

Wo gehst du in Hamburg hin um Spaß zu haben?

Spaß habe ich fast überall, aber der Südpol ist schon Favorit.

Wen würdest du gerne mal (wieder) in Hamburg sehen?

Hidden Empire, finde den Sound der Jungs großartig!

Und auf wen sollte man ein Auge haben?

Surreal! Nicht weil’s einer meiner besten Freunde ist, sondern meiner Meinung nach ist er talentierter den je.

Dein nächster Gig?

Im Uebel & Gefährlich, Docks und in Berlin im Birgit&Bier und am 10.11. steigt meine Geburtstagssause im Waagenbau mit André Winter und vielen weiteren Acts.

Interview: Louis Kreye & Jean Djaman



 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, November 2018. Das Magazin ist seit dem 27. Oktober 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Meet the Resident – Paul Omen

Jeden Monat stellen wir in der SZENE HAMBURG Resident DJs vor, präsentiert von Hamburg Elektronisch. Diesmal: Paul Omen, Jahrgang 92, sorgte für „zornigen“ Sound bei den Power-Tower-Partys.

SZENE HAMBURG: Paul, wie würdest du deinen Sound beschreiben?

Zornig.

Was war deine schrecklichste Gast-Frage?

Ein Tänzer hielt mir sein Handy hin, versuchte mir sein selbst aufgenommenes Video (low quali) zu zeigen und fragte mich, ob ich den Track habe oder einfach sein Handy (low quali) anschließen kann. Es war eine Art Folklore-Lied, gespielt auf Zupfinstrumenten – ich spielte gerade ein Techno-Set …

Dein Größter Moment als DJ?

Legendär war der Montagmorgen um 7 Uhr beim Power Tower Finale 2017. Synoid in der Griessmühle war auch episch.

Was sind für dich Hamburgs Stärken?

Die liebenswerte und originelle Club-Szene ist gut vernetzt und weiß was sie nicht will.

Und die Schwächen?

Die liebenswerte und originelle Club-Szene weiß oft nicht, was sie will. Außerdem muss der Senat endlich wahrnehmen, wie wichtig eine freie und respektierte Clublandschaft und Open-Air-Flächen abseits der Melkmaschine Reeperbahn für unsere Kultur ist.

Wo findet dein nächster Gig in Hamburg statt?

Am 2.10. all night long auf dem Uebel & Gefährlich-Dach.

Interview: Louis Kreye & Jean Djaman

Und hier kommt der Podcast zum Interview:

Mehr auf dem Soundcloud-Account von hamburg elektronisch.


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Oktober 2018. Das Magazin ist seit dem 29. September 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Meet the Resident – Louis Kreye

Jeden Monat stellen wir in der SZENE HAMBURG präsentiert von Hamburg Elektronisch Resident DJs vor. Diesmal mit Louis Kreye, 23, seit sieben Jahren als DJ im Norden unterwegs.

SZENE HAMBURG: Louis, wie würdest du deinen Sound beschreiben?

Louis Kreye: Techno und Breaks mit Einflüssen von Acid und Rave.

Deine schrecklichste Gast-Frage?

Die beste Antwort auf die dümmste aller Fragen „Ey, spielst du auch Goa?!“ ist: Die Plattenteller können sich nicht schneller drehen – klappt immer!

Was war dein größter Moment als DJ?

Plötzlich am Meer in Polen vor drei Jahren, da hatte ich den Freitagabend- Slot mit meinem Homie Planet Zwo. Ca. 3000 Leute in die erste Nacht eines Festivals zu führen ist auch emotional ein schönes Erlebnis.

Deine Platte des Monats?

Introversion’s Laika Release auf ARTS.

Was sind für dich Hamburgs Stärken?

Die Stadt hat viele musikalische Facetten und alles bleibt in einem relativ familiären Umfeld, was aber auch zum Nachteil werden kann. Gleichzeitig ist Hamburg kein Mikrokosmos, in dem sich alles um sich selbst dreht wie beispielsweise Berlin. Einflüsse von überall werden gewählt, aber schnell aufgenommen, dadurch kommen immer neue interessante Sachen hoch.

Und die Schwächen?

Generell? Stadtpolitik, gewalttätige Cops auf Demos und was sollen Olaf & Andi bitte noch tun zum Rausfliegen? Ansonsten, die Vetternwirtschaft vieler Klubs, gerade wenn sie sich nicht durchs Booking füllen, spielen dann auch mal die Thekenkräfte, die sich vor ein paar Wochen Virtual DJ geladen haben und jetzt die Deep House Tracks von den Sticks ihrer Kumpels auflegen (nix gegen Thekenkräfte).

Wo findet dein nächster Hamburg-Gig statt?

Am 8. September 2018 unten in der Fabrique vom Gängeviertel!

Interview: Ole Masch & Jean Djaman

Das aktuelle Set von Louis Kreye im Podcast von Hamburg Elektronisch:

 


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, September 2018. Das Magazin ist seit dem 30. August 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


 

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Meet the Resident – Gwen Wayne

Die gebürtige Frankfurterin Gwen Wayne, 31 Jahre, lebt seit über drei Jahren in Hamburg, ist Resident im Moloch, FSK-Moderatorin und Teil des feministischen Equal Kollektivs.

SZENE HAMBURG: Wie würdest du deinen Sound beschreiben?

Gwen Wayne: Ich hab zu Anfang meinem Sound den Namen „Shitstormtechno“ gegeben, damit mir keiner ans Bein pissen kann, wenn es mal scheiße wird. Aber mittlerweile ist es kaum noch scheiße. Ich mag den Namen trotzdem gerne. Sachlich betrachtet ist es wohl prolliger, dumpfer Tech-House, mit Einflüssen aus HipHop und dem Frankfurter Sound der 90er Jahre und eine Prise UK Bassmusik.

Was war dein größter Moment als DJ?

Ui, ich denke die Fusion 2018 mit meinen drei Gigs, das ist schon so etwas. Aber auch beim G20-Demorave 2017. Da habe ich ganz vorne auf einem Wagen gespielt, hinter mir 30.000 Raver und circa 50 Bullen vor mir inklusive Wasserwerfer. Ich hab dann auf höhe Gängeviertel „Wildchild – Renegade Master (Friend Within Refix)“ gespielt. Just in dem Moment ging ein Banner im Gängeviertel runter, wo drauf stand „Power to the people“ das ist zufälligerweise der Refrain des Tracks. Das war schon geil – als ob sie es geahnt hätten.

Wo gehst du in Hamburg hin, um Spaß zu haben?

Da gibt es gar nicht mal so viel. Ich bin auch viel in Berlin. Aber sonst war natürlich das Moloch mein Zuhause, den Südpol mag ich auch gerne. Und den Kindergarten im Gängeviertel.

Welche DJs würdest du gerne mal wieder in unserer Stadt sehen?

Billy Kenny und Maksim Dark.

Was sind für dich Hamburgs Stärken?

Man kann hier ziemlich schnell etwas rocken, wenn man die richtigen Leute um sich versammelt. Es ist konzentrierter als Berlin zum Beispiel. Das haben wir schon öfter gemerkt und gerade eine Booking-Agentur mit feministischem Ansatz gegründet, EQ:Booking, in der wir hauptsächlich weibliche Künstlerinnen fördern, aber auch coole Kerle, Queers etc. Wir finden das fehlt enorm in Hamburg und versuchen damit eine Lücke zu füllen. Es geht gut voran und vor allem mit schnellem Erfolg. Ich weiß nicht, ob das in einer anderen Stadt so fix über die Bühne gegangen wäre. Eine gute und starke, linke Community hat Hamburg.

Und die Schwächen?

Die Politik und die Polizei. Ohne Worte was letztes Jahr beim G20 abging. Das hat mich schon nachhaltig geschockt. Das musste als eine der größten Städte eines demokratischen Landes erst mal bringen. Na ja und dass Mama Moloch dicht machen musste, ist natürlich schwach. Schwach von der Stadt.

Dein Lieblingsort in Hamburg?

Die tolle HafenCity – nein, Spaß! Natürlich ist das das Gängeviertel. Ich hänge aber auch gern an der Dove-Elbe ab.

Auf wen sollte man in Hamburg momentan ein Auge haben?

Na auf uns natürlich: EQ:Booking.

Welcher Gig in Hamburg ist bisher dein Favorit?

Puh, gute Frage, vielleicht die Eröffnung der Fabrique im Gängeviertel vor drei Jahren an Silvester – inklusive Feueralarm … Klang aber gut, hehehe.

Deine schrecklichste Gast-Frage?

Das war in Stuttgart vor vielen Jahren. Da hab ich noch mit Laptop aufgelegt. Und während des Gigs kommt einer an und fragt mich, ob ich mal kurz checken kann, wann die letzte Bahn Richtung Hauptbahnhof fährt! Ich hab mich schlapp gelacht.

Wo kann man dich als nächstes hören?

Die halbe Festivalsaison ist ja schon vorbei. Kommt noch der Vogelball, auch mit EQ: zusammen (siehe Seite 82). Auf dem „Bucht der Träumer“-Festival machen wir auch einen eigenen Floor, den Bassfloor. Und sonst sicher irgendwo zwischen Hamburg-Berlin-Bremen und natürlich auf dem Gängeviertel-Geburtstag am 23.8. Ach ja, und sonst könnt ihr meine Stimme jeden vierten Dienstag im Monat auf FSK Radio hören, beim DJ Battle des Todes. Das moderiere ich.

Interview: Ole Masch & Hamburg Elektronisch
Foto: Rio Schmidt


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Meet the Resident – JmO

Jeden Monat stellen wir in der SZENE HAMBURG Resident DJs vor. Ab sofort präsentiert von Hamburg Elektronisch. Diesmal mit JmO (33), seit 2002 DJ, seit 2011 arbeitet er beim Hamburger Musikvertrieb Wordandsound.

Dein Sound:
Deep Vibes und Dope Grooves von damals bis heute die irgendwo zwischen House, Disco, Techno und Electro umher wandern. Insgesamt landet aber alles in meiner Auswahl, was für mich diese gewisse Magie hat.

Schrecklichste Gast-Frage:
Mal ganz davon abgesehen, dass die Versuche, Getränke am DJ Pult zu bestellen, ein wenig peinlich sind, war die unangenehmste Situation, als sich ein Gast mal mit mir darüber streiten wollte, dass das, was ich da spiele, keine House Music ist, nachdem ich nicht wie gewünscht David Guetta bedienen konnte… Sowas nervt tatsächlich, kommt aber glücklicherweise eher selten vor.

Platte des Monats:
Ex-Terrestrial – Portal Vision (Erschienen auf NAFF)

Größter Moment als DJ:
Ich glaube diesen EINEN Moment auszumachen, ist für mich nicht möglich. Es gab reichlich tolle, irre, herzliche und unvergessliche Momente. Das Schönste bleibt zu merken, welch universelle Sprache Musik sein kann und welche Verbindung sie zwischen Freunden und unbekannten Menschen herzustellen vermag. Egal, ob man an einem Abend zusammen in einem Club ist, oder durch das Internet über Kontinente hinweg eine Leidenschaft teilt – es ist immer wieder schön, wenn es zu diesem besonderen Austausch über die Musik kommt.

Wo gehst du in Hamburg hin um Spaß zu haben?
Wenn’s um musikalische Ausgehbedürfnisse geht, dann sind hier definitiv das Pal bzw. Moiré und der Pudel ganz weit vorne!

Welchen DJ würdest du gerne mal (wieder) in Hamburg sehen?
Zur Zeit bin ich absolut geflasht von C.K., Nicolas Lutz und The Ghost. Alles grandiose Selectors mit einer Plattenauswahl, zu der mir keine andere Beschreibung als mind-bending einfällt!

Was sind für dich Hamburgs Stärken?
Dass es eine Struktur bietet, die es erlaubt, ein familiäres Gefühl aufkommen zu lassen und gleichzeitig groß genug ist, um nicht langweilig zu werden.

Und die Schwächen?
Ich habe oft das Gefühl, dass es neue Projekte und Veranstaltungsreihen etwas schwer haben und so, trotz der eben erwähnten Größe, doch manchmal die Alternative fehlt.

Dein Lieblings Ort in Hamburg?
An der Elbe und mit Blick auf den Hafen ist es eigentlich immer schön… ansonsten meine Wohnung. Da ist meine ganze Musik, mein Bett und nebenan eine überdurchschnittlich verständnisvolle und tolerante Nachbarin. *haha

Auf wen sollte man in Hamburg momentan ein Auge haben?
Es gibt aktuell tatsächlich einige wirklich gute DJs und Producer. Zu nennen sind da auf jeden Fall die Lehult Gang mit Epikur, Eddie Ness, Liem, Lucky Charmz, DJ Assam …! Dann defintiv noch DJ Fips, BL Brixton, Jacobbe Knob, David Lenk, Momo, die Power Suff Girls, Levente, Oskar. … alles Menschen, die es verstehen ihre Begeisterung so zu teilen, dass sie beim Hörer in Bewegungsenergie umgesetzt werden möchte.

Welcher Gig in Hamburg ist bisher dein Favorit?
Meine liebste Partyreihe war wohl die Earlee. Der geilste Gig, der an meinem Geburtstag vor 2 ½ Jahren. Ich durfte nicht nur in meinen Geburtstag hinein auflegen, sondern dann noch außerplanmäßig einfach 3 Stunden (oder so) länger weiterspielen. Die Erinnerungen an das Zeitliche sind leicht vernebelt aber die Stimmung an diesem Abend war grandios… Definitiv ein selten erreichtes Highlight für mich!

Nächster Gig:
Erst zweimal Berlin, dann Magdeburg. Erst im Süß war Gestern am ersten Juni Wochenende und dann in einem super freaky frischen neuen Laden Namens Zur Klappe am 8.6.18 in der Yorkstraße 2. Die gesamte Location war früher mal eine öffentliche Toilette und man steigt eine recht unscheinbare Treppe von einer Verkehrsinsel aus hinab in den Club – sehr zu empfehlen! Danach kommt dann noch Madgeburg am 16.6.18.

PAL
15.6.18, 24 Uhr


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juni 2018. Das Magazin ist seit dem 26. Mai 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!