Hamburger Stadtteilkulturpreis: Für herausragende lokale Kulturarbeit
In der Halle 424 im Oberhafen in Hamburg wird zum 23. Mal der Hamburger Stadtteilkulturpreis vergeben. Kultursenator Carsten Brosda überreicht die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung an ein herausragendes Projekt der lokalen Kulturarbeit. Über die Preisvergabe entscheidet eine unabhängige Jury mit Klaus Kolb, Jennifer Tharr und Julius Heinicke.
Neben dem Hauptpreis wird erneut ein Publikumspreis (2.000 Euro) vergeben, über den im März online abgestimmt werden kann. Anmeldungen zur Preisverleihung sind ab Ende März möglich; STADTKULTUR HAMBURG informiert dazu rechtzeitig über seine Kanäle.
Der Preis wird ermöglicht durch die Stiftungen Hamburgische Kulturstiftung, Gabriele Fink Stiftung, Patriotische Gesellschaft von 1765 und die Behörde für Kultur und Medien. Die Umsetzung unterstützt die Alfred Toepfer Stiftung F. V. S..
Fokus 2026: Nachhaltiger veranstalten
Erstmals steht die Preisverleihung ausdrücklich im Zeichen nachhaltiger Veranstaltungsorganisation. Ziel ist es, ökologische und soziale Auswirkungen systematisch zu berücksichtigen und schrittweise zu reduzieren. Grundlage bildet unter anderem ein Kriterienkatalog des Bundesverband Soziokultur, an dem sich Planung und Umsetzung orientieren sollen.
Begleitet wird der Prozess von Nachhaltigkeitsbeauftragter Fiona Schuller. Vorgesehen ist unter anderem eine möglichst umfassende Erfassung der entstehenden CO2-Emissionen. Analysiert werden dabei Faktoren wie Energieverbrauch des Veranstaltungsorts, Mobilität der Gäste, Materialeinsatz oder Abfallaufkommen. Auch bei Dienstleistenden, etwa im Catering oder bei Druckerzeugnissen, sollen Nachhaltigkeitskriterien stärker berücksichtigt werden. Ein eigener Onlinebereich dokumentiert künftig fortlaufend Maßnahmen, Fortschritte und Ziele. Neben Transparenz soll diese Sammlung auch als praxisnahe Orientierung für andere Kulturveranstaltende dienen, die ihre Formate nachhaltiger gestalten wollen.

