(13.4.) Konzert: William Fitzsimmons, Gruenspan, 20 Uhr

William Fitzsimmons definiert rein äußerlich das Hipstertum in Perfektion: überlanger Rauschebart, Hornbrille, Holzfällerhemd, Rapper-Mütze. Im Gegensatz zu den meisten seiner modischen Artgenossen ist der Mann aus Pittsburgh, Pennsylvania jedoch weit mehr als eine gewollt coole Erscheinung. Aufgewachsen als Sohn blinder Eltern, lernte Fitzsimmons schnell die Kraft von Sprache und Musik kennen, spielte bereits als Kind mehrere Instrumente: Klavier, Posaune, Gitarre – um nur einige zu nennen. Nach der High School schien alles auf eine Karriere als Musiker hinauszulaufen – aber Fitzsimmons hatte zunächst andere Pläne.

Er wurde Psychotherapeut. Nur nebenher schrieb er Songs, spielte hier und da, ohne ernsthafte Ambitionen, den Beruf zu ändern. Erst als seine Lieder über Umwege in der Fernsehserie „Grey’s Anatomy“ landeten und Fitzsimmons quasi über Nacht berühmt wurde, entschied er sich um und tauschte Praxis gegen Bühne. Wobei, so Fitzsimmons selbst, seine ruhigen, immer sehr persönlichen Singer-Songwriter-Stücke auch eine Art Fortführung seines ursprünglichen Jobs seien: „Durch meine Musik lasse ich den Leuten, die sie hören, so etwas wie musikalische Therapie zukommen.“ (EBH)

Gruenspan
Große Freiheit 58
13.4., 20 Uhr