(20.9.) Bühne: Orhan Pamuks „Schnee“, Thalia Gaußstraße, 20 Uhr

Es wird Zeit, sich auch kulturell wieder mit der kalten Jahreszeit auseinanderzusetzen. Das Stück "Schnee" ist politisches Theater nach der frostigen Romanvorlage von Orhan Pamuk, unter der Regie von Ersan Mondtag

So Leute, der Lebkuchen steht schon wieder in den Supermarktregalen. Es wird Zeit, sich auch kulturell mit der kalten Jahreszeit auseinanderzusetzen. Das geht beispielsweise mittels des Stückes „Schnee“, politisches Theater nach der frostigen Romanvorlage von Orhan Pamuk, unter der Regie von Ersan Mondtag.

Darum geht es (Auszug Programmheft):

Drei Tage lang schneit es in Kars, die ostanatolische Stadt ist von der Außenwelt abgeschnitten. Es stehen Kommunalwahlen an, bei denen sich ein Sieg des islamistischen Kandidaten abzeichnet. Der Dichter Ka, nach 12 Jahren Exil aus Deutschland angereist, versucht, die Selbstmorde junger Frauen und die politische Verschwörung aufzuklären. Dabei verheddert er sich aber im Kampf zwischen türkischen und kurdischen Nationalisten, Armee und islamischen Fundamentalisten.

Das Thema ist aktuell, der Stoff nicht leicht verdaulich. Orhan Pamuk schrieb vor dem 11. September 2001 sein Buch und betrachtete die kleine Stadt Kars als Mikrokosmos der Türkei. Heute apelliert Pamuk an den Westen: „Bitte macht einen Unterschied zwischen der islamischen Gesell­schaft und dem politischen Islam! Bitte macht einen Unterschied zwischen dem politischen Islam und radikalen Fundamentalisten! Nach Anschlägen wie denen gegen Charlie Hebdo verwischen in den Emotionen die Unterschiede. Furchtbar!“

Foto: Armin Smailovic

Thalia Gaußstraße
Gaußstraße 190 (Ottensen)
20.9., 20 Uhr
Tickets: 22 Euro
Weitere Termine: 7.10., 20.10.

Details
20. September 2016
10:55
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