(28.2.) Kino: Michael Moores „Where to invade next“, Abaton, 20.45 Uhr

Als Ein-Mann-Armee marschiert er im Auftrag der politischen und militärischen Spitzen der USA in Europa und Tunesien ein, um die besten Ideen in die Heimat zu importieren

Polemisch, witzig und stets im Dienste der guten Sache unterwegs. Wer ist das? Na klar, Michael Moore! Dem neuesten Streich des massigen Kämpfers für die Entrechteten dieser Welt liegt eine clevere Idee zugrunde. Als Ein-Mann-Armee marschiert er im Auftrag der politischen und militärischen Spitzen der USA in Europa und Tunesien ein, um die besten Ideen in die Heimat zu importieren.

Es gibt reichlich zu lachen. Italienische Arbeitnehmer haben besseren Sex dank großzügiger Urlaubsregelungen. Durch erlesene Speisen genährte französische Schulkinder begutachten ungläubig Bilder amerikanischen Schulessens, und norwegische Vollzugsbeamte singen ein Willkommenslied für ihre Häftlinge. Eine reine Spaßveranstaltung ist der Film jedoch nicht. Mit feinem Gespür stellt Moore Sarkasmus und Ironie zurück – und zeigt schockierende Videoaufnahmen von Häftlingsmisshandlungen in US-Gefängnissen.

Dennoch: Bei aller Bauchpinselei für das europäische Wohlfahrtsmodell mögen den einen oder anderen Zuschauer leichte Zweifel überkommen, wenn Moore Deutschland als Arbeitnehmerparadies vorführt.  Unterm Strich steht dennoch ein sehenswerter Film.

Text: Mirko Schneider

Regie: Michael Moore. Mit Michael Moore. Ab 25.2.

Abaton-Kino
Allende-Platz 3 (Rotherbaum)
28.2., 20.45 Uhr
Original mit deutschen Untertiteln

https://youtu.be/I49Z3vSD3M0

Details
28. Februar 2016
20:31
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