(29.5.) Sing Street, Abaton Kino, 21.50 Uhr

„Rock ’n’ Roll bedeutet Risiko“, aber der 15-jährige Conor (Ferdia Walsh-Peelo) lässt sich von den Warnungen seines älteren Bruders nicht einschüchtern. Es ist das Jahr 1985, Irland steckt mitten in der Wirtschaftskrise, daheim streiten die Eltern, die neuen Mitschüler verprügeln ihn. Unerwartet taucht ein geheimnisvolles, cooles älteres Mädchen auf. Die schöne unerreichbare Raphina (Lucy Boynton) träumt von London und Modelkarriere. Conor bietet ihr eine Rolle in dem nächsten Video seiner Band an. Dass die Gruppe erst noch gegründet werden muss, verschweigt er genauso wie seine Gefühle.
Bei Regisseur und Autor John Carney („Can a Song Save Your Life?“) dreht sich wieder alles um Musik. „Sing Street“ ist sein persönlichster Film und erzählt von der eigenen Jugend in Dublin. Der frühere Bassist der Frames verzichtet auf die arglose kuschelige Naivität seiner Musical-Romanze „Once“. „Sing Street“ ist ein skurriler nostalgischer Technicolor-Trip durch die verschiedensten Stile und Bands der Achtziger Jahre, der einfach Spaß macht. Und eine Hommage an alle Brüder dieser Welt. (Anna Grillet)

Abaton Kino
Allende Platz Ecke Grindelhof
29.5., 19.30 & 21.50 Uhr