(5.4.) Live: AnnenMayKantereit, Große Freiheit 36, 19 Uhr

Triumph der Träumer

Das AnnenMayKantereit-Debütalbum „Alles Nix Konkretes“ anhören, bevor es rauskommt? Keine Chance. Die Kölner Newcomer werden von ihrer Plattenfirma behandelt wie eine Supergroup aus Paul McCartney, Prince, Sting und Bono. Der Hype, der um die schlaksigen Mittzwanziger schon so lange besteht, soll bloß nicht abreißen, nicht jetzt, da es mit ihnen erst so richtig losgehen könnte. Dass es funktioniert zeigen, die beiden(!) Konzerte, die die Band zwei Abende hintereinander am Montag und dienstag allein in Hamburg spielen.
AnnenMayKantereit, das sind Christopher Annen, Henning May, Severin Kantereit und Malte Huck, letzterer kam erst nach der Bandnamensfindung dazu. Die Themen, von denen die hochgehandelten Jungs zu unaufgeregtem Klavier- und Akustikgitarrenspiel erzählen: altersgerecht. Henning May singt mit seiner harten, raureifen Stimme von billigem Wein, WG-Romantik, kleinen Träumen, großen Enttäuschungen. Das zumindest geben die wenigen bereits veröffentlichten Songs her. Melancholie mit viel Melodie, könnte es kurzgefasst heißen. Mit natürlich ganz großer Melodie, ginge es nach dem Label der Gruppe. Eh klar. (EBH)

Große Freiheit 36
Große Freiheit 36
5.4., 19 Uhr

Foto: Fabien J.R. Raclet