(5.6.) Glaube Liebe Hoffnung, Schauspielhaus, 18 Uhr

Geduld bringt (keine) Rosen

Ein Orchestergraben ohne Orchester, stattdessen entweichen aus Lautsprechern einzelne Tonfetzen, bis langsam „Der Tod und das Mädchen“ von Schubert zu erkennen ist. Neben Walzern, Märschen und Popsongs eines der Musikstücke, das im Laufe des Abends immer wieder von Clemens Sienknecht angespielt wird. Nächste Szene: Ein Handwerker repariert über dem Eingang des Anatomischen Instituts eine kleine Ewigkeit lang die aus den Fugen geratenen Buchstaben, bis ihm die Sprossen seiner Leiter wegbrechen. Christoph Marthaler treibt es in seiner 3,5-stündigen Inszenierung von „Glaube Liebe Hoffnung“ mit der Zerdehnung der Zeit auf die Spitze. 2012 hatte das Volksstück von Ödön von Horváths bei den Wiener Festwochen Premiere. Nach Stationen in Zürich, Paris und Berlin wechselt es nun ans Hamburger Schauspielhaus, wo einige Darsteller dieses perfekt eingespielten Teams inzwischen zum Ensemble gehören. (AK)

Schauspielhaus
Kirchenallee 39
5.+10.6., 18 Uhr

Foto: Walter Mair

Details
05. Juni 2016
11:59
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