(8.5.) Endstation Sehnsucht, Thalia Theater, 15 Uhr

Der Klassiker als Neuzeit-Odyssee

Raum für ausladendes Spiel gibt es kaum. Dies weiß das Bühnenbild zu verhindern: In einer sich nach hinten verengenden Höhle aus asymmetrisch angeordneten Schaumstoffquadern krabbeln, springen und taumeln die Darsteller umher. Dieser großartige Entwurf von Florian Lösche verweigert den Spielern einen sicheren, festen Stand(punkt) und macht aus jedem Positionswechsel eine wackelige Kletterpartie, lässt aber andererseits auch niemanden hart aufschlagen. In dieses Gefüge – bevölkert von Stella und ihrem Mann Stanley samt Schlagzeug spielenden Nachbarn und lärmenden Freunden – verirrt sich eines Tages Stellas Schwester Blanche, die vor dem materiellen und psychologischen Ruin steht. Als Tochter aus gutem Haus bietet sie dem Proleten Stanley reichlich Angriffsfläche; Stella, die sich bewusst von ihrer Vergangenheit distanziert, steht ratlos zwischen Schwester und Mann. Tennessee Williams’ berühmtes Südstaatendrama „Endstation Sehnsucht“ spielt in einem schwülen Sommer im New Orleans der 1940er-Jahre. Die gelungene Fassung von Regisseur Lars-Ole Walburg holt den Konflikt zwischen sogenannten besseren Kreisen und mittellosen Verlierern ins hier und jetzt. Am Sonntag ins Thalia. (DEF)

Thalia Theater
Alstertor
8.5., 15 Uhr

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08. Mai 2016
18:39
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