18.02. | Besuche danHÄNGEN ::: eine thematische Gruppenausstellung in der xpon-art gallery!

Infos zum Event:

anHÄNGEN in der xpon-art gallery:::Thematische GruppenausstellungEröffnung am Donnerstag, den 01. Februar 2024 um 19 UhrIm Anschluss geöffnet bis zum 03. März 2024:::Teilnehmende Künstler:innen:Agnieszka Sejud, Bea Nielsen, Carsten Borck, Frank Vaders, Gabriele Walter, Johannes Groht, Julia Morganho, Kea Uhlig, Lise van Wersch, Robin Lütolf, Tomoko Yanaka:::Wir hängen Ihnen jetzt einfach Mal ein bisschen Kunst ans Bein.Warum? In einer Welt, in der der Drang nach Zugehörigkeit ein zentrales Element unserer Existenz darstellt, wirft das Phänomen des „Anhängens“ ein faszinierendes Licht auf die Verbindungen zwischen Kunst und Gesellschaft. Die Kunst, als Spiegelbild der kollektiven Seele, dient nicht nur als Ausdruck individueller Kreativität, sondern auch als Instrument des sozialen Zusammenhalts.Das Anhängen an Kunst kann als Versuch interpretiert werden, eine Brücke zwischen dem Einzelnen und der Gemeinschaft zu schlagen. In der Anbetung von Kunstwerken finden Menschen nicht nur ästhetische Befriedigung, sondern auch eine Möglichkeit, sich mit anderen zu verbinden, die ähnliche Emotionen und Sehnsüchte empfinden. Diese Anhänglichkeit an Kunst schafft einen Raum für gemeinsame Erfahrungen und ermöglicht es, Brücken der Verständigung zwischen den unterschiedlichsten Mitgliedern der Gesellschaft zu bauen.Jedoch birgt das Anhängen an Kunst auch potenzielle Gefahren. Es besteht die Versuchung, sich blindlings an das anzuhängen, was gerade im Trend liegt. Dieses blinde „Anhängen“ kann die individuelle Perspektive erdrücken und den freien Fluss kreativer Gedanken behindern. Die Gesellschaft sollte Kunst nicht nur als trendige Modeerscheinung wahrnehmen, sondern als eine Quelle ständiger Inspiration und als Raum für kritische Reflexion. In diesem Spannungsfeld operiert die Kunst. Als ein Medium, das Menschen zusammenbringt und gleichzeitig Raum für kritisches Denken schafft, erinnert sie uns daran, dass das Anhängen an etwas Größeres nicht den Verlust der eigenen Identität bedeuten sollte, sondern im Gegenteil, die Möglichkeit bietet, gemeinsam eine reichere und tiefere Realität zu gestalten.Falls es jemand gemerkt hat: Dies war die Antwort einer frei verfügbaren künstlichen Intelligenz. Wir lassen lieber die Kunst und die Künstler:innen selber sprechen.:::“Mimesis“ von AGNIESZKA SEJUD lädt dazu ein, Identität zu hinterfragen und bewusst zu entscheiden, welche Standards gelten sollen. Das Werk reflektiert den Versuch der Künstlerin, als weiblich geborene Person in einer katholisch-patriarchalen Gesellschaft aufgewachsen, sich von Geschlechterkonventionen zu befreien, indem sie einen utopischen Weg (und Utopie ist hier im Sinne von Ernst Bloch zu lesen, als mögliche Realität) wählt: Mittels Fantasie und Vorstellungskraft versucht die Künstlerin sich von den Ketten gewachsener systemischer Unterdrückung zu befreien, sie zu verlernen, indem sie sich einen nicht existierenden Raum reiner Freiheit vorstellt und dem stellt, was dann passiert. Gleichzeitig entwickelt und verändert sich die Gesellschaft um sie herum auch, aber langsamer und nicht immer in dieselbe Richtung. Innerhalb dieser langsamen Systemveränderungen schafft es eine utopische Blase zum Überleben. Das Werk visualisiert die Transzendenz (wiederum im philosophischen Sinne der Bewusstseins- und Existenzphilosophie), die Mensch wie Kunst anheim ist.Ergänzend zeigen wir Lentikulardrucke (Wackelbilder) aus der Arbeit „HOAX“ (2016-2020), einer postdokumentarischen Fotoserie über die Krise der Demokratie in Polen, sie besteht im Ganzen aus Fotos in der Tradition der Straight Photography und Collagen, einem Fotobuch und Drucken in verschiedenen Größen und Materialien. Sie zeigt ein Land, in dem europäische politische Standards als radikal gelten und die Idee der Trennung von Kirche und Staat für Unruhe sorgt, in dem, von zunehmender Medienmanipulation umgeben, die Wahrheit in einer Welt, die sowieso von Post Truths und Fake News dominiert wird, erschwert zu fassen ist.„Karl Marx“ hängt an jeder Ecke. Sein holzschnittartig vereinfachtes Gesicht ist zur Ikone geworden. Verschmolzen mit dem ebenfalls ikonischen Bild von „Uncle Sam“ wird er in Serie plakatiert; besprüht, zerfetzt und abgerissen werden die Plakate selbst zum Objekt und Symbol der Auseinandersetzung um seine Philosophie. „Das Kommunistische Palimpsest I-III“ von JOHANNES GROHT. Die gezeigten Arbeiten sind eine Auswahl aus drei Serien von jeweils acht Fotos.Wie der moralische Kompass und das Konsumverhalten einer Gesellschaft, aber auch das darin lebende Individuum ausgerichtet ist, hängt von vielen Parametern ab. Ausgehend vom Empfinden des betrachtenden Individuums untersucht die Arbeit „Geflecht um Leben und Tod“ diese Abhängigkeiten. ROBIN LÜTOLF inszeniert eine Studie aus Geflechten und deren Abbilder als semiotisches Spannungsfeld zwischen Schönheit, Ekel und Tod.Der Werkzyklus „Ringen um Raum“ (2020-heute) von BEA NIELSEN untersucht ästhetische Ausdrucksformen politischer Selbstermächtigung im öffentlichen Raum exemplarisch im Leipziger Osten. Aller Gentrifizierung zum Trotz behauptet sich hier eine subkulturelle Szene. Sie nutzt den öffentlichen Raum für ihre politischen Botschaften und Forderungen, indem sie mittels Plakaten eine kritische Gegenöffentlichkeit adressiert und zu Aktionen, Demonstrationen und Soliparties aufruft, um so einen (Frei-)Raum für politische Aushandlungsprozesse herzustellen.Nielsen nutzt das Repertoire verschiedenster Appropriationstechniken und die damit verknüpften Paradoxien um das gegenwärtige gesellschaftliche Ringen um Deutungshoheiten in seiner Zeitlichkeit, aber auch Komplexität zu zeigen. Sie interpretiert und dokumentiert: Abgerissene Plakate werden überschrieben, zur künstlerischen Leinwand oder zum Tafelbild umgedeutet. Sie zitiert die Ästhetik und Narrative der eurozentristischen Kunstgeschichte und christlichen Ikonografie, wie beispielsweise die alttestamentarische Geschichte von Judith und Holofernes, aber auch bislang marginalisierte Motive und Künstlerinnen werden aufgegriffen. Die Bilderserie “Die Unschuldigen“ von JULIA MORGANHO erforscht die Tiefe menschlicher Empfindungen durch vier abstrakte Abbildungen, die sich mit dem Unsichtbaren auseinandersetzen.Die kraftvolle Verbindung von Form und Farbe öffnet einen Raum der Reflexion über die Fragilität und die Tiefe innerer Reinheit, die sich unaufdringlich an unsere komplexe Realität hängen.Scheinbar aus Wand und Decke herauswachsend, verhängen die Arbeiten von KEA UHLIG den Raum und schaffen so eine ungewohnte Lebendigkeit. Einzeln hängend oder sich miteinander verflechtend, bilden die Auswüchse eine Kontaktstelle zwischen dem Raum und der Person, die sich in ihm bewegt. Sie hängen, baumeln, schwingen und scheinen gleichzeitig Teil der Architektur zu sein.Das Objekt „Heimweg“, ein Terrazzoblock, zeigt multiplizierte Schlüsselanhänger in Messing, die Ambivalenz dieser Gegenstände als nutzlose Anhängsel, die dennoch viele Erinnerungen und Schutzfunktionen tragen, symbolisierend. “Es thematisiert die alltäglichen Herausforderungen, mit denen viele Frauen* auf ihren Heimwegen konfrontiert sind und ruft zur Sensibilisierung für unterschiedliche Erfahrungen und Ängste im öffentlichen Raum auf. Der zerbrochene Würfel reflektiert die Diskrepanz zwischen dem symbolischen Wert der Schlüsselanhänger als Schutzmittel und ihrer tatsächlichen Wirksamkeit sowie die noch bestehende Geschlechterungleichheit.”, so LISE VAN WERSCH.Als Druckgrafiker wäre es für CARSTEN BORCK ein Leichtes gewesen, uns aus seinem Oeuvre eine auch inhaltlich passende Arbeit vorzuschlagen, um sie dann an die Wand zu hängen. Statt dessen schickt er uns ein Kunstwerk, bestehend aus vier Nägeln und einer drum herum zu spannenden roten Schnur, nach Gebrauchsanleitung aufzubauen. „Des Kaisers neue Kunst (anderthalb Quadratmeter)“. Analog zum Inhalt geht das Kunstwerk bis in die Materalbeschreibung. Eine Druckgrafik. Genau genommen, sogar eine Radierung.“Mythen und Geschichten gibt es, seit es Menschen gibt. Je schwerer sie zu glauben sind, umso verschworener die Gemeinschaft der Eingeweihten, die ihnen anhängen, umso größer das Heilsversprechen für die Glaubenden. Die Inhalte sind dabei egal, austauschbar. Es geht um die Pflöcke, die sie einrammen, die roten Linien, die sie ziehen – die Grenzen zwischen dem »Wir« und den »Anderen«.FRANK VADERS Arbeit besteht darin, mithilfe von Studien und Lehm-Skulpturen immer auf der Suche nach der speziellen Pose zu sein. Im Anschluss versucht er dann, die im dreidimensionalen Betrachten gefundenen interessanteste Posen der Körpersprache in einer möglichst imaginären Form im Grossformat zu malen: „So kann der Hängende zum Fliegenden werden“.Die Arbeit „Murmuration / It’s like a droneshow“ ist nach dem Geräusch der Flügelbewegung benannt, die die Stare bei ihren faszinierenden Formationsflügen im Schwarm erzeugen. Ihr Flug bildet eine lebendige, komplexe Skulptur am Himmel, mit einer sich ständig verändernden Dynamik, wechselnder Oberfläche und fliessender Form. Schwarmintelligenz bezeichnet das kollektive Verhalten dezentralisierter, selbstorganisierter Systeme von sozialen Organismen wie Menschen, Bienen oder Vögeln. In der KI beinhaltet dies die Entwicklung von Algorithmen, die die Zusammenarbeit in natürlichen Schwärmen nachahmen, um komplexe Probleme zu lösen und Aufgaben zu optimieren. GABRIELE WALTER fragt die KI: “Welche Risiken beinhalten autonome KI-Schwärme? Gibt es auch Schwarmdummheit in der KI?”Die Antwort von ChatGPT lautet: „Schwarmdummheit in Bezug auf künstliche Intelligenz bezieht sich darauf, dass die kollektive Entscheidungsfindung oder Koordination von autonomen KI-Systemen zu suboptimalen Ergebnissen führt. Dies könnte durch unzureichende Kommunikation, schlechte Koordination oder unvorhergesehene Wechselwirkungen zwischen den einzelnen KI-Agenten verursacht werden. Es ist eine Herausforderung, sicherzustellen, dass autonome KI-Systeme effektiv zusammen-arbeiten, ohne ineffiziente oder unerwünschte Ergebnisse zu erzielen.“ TOMOKO YANAKA mag die Autonomie durch leicht verfügbare, handhabbare Materialen und Techniken, z.B. Papier und Kugelschreiber. „Ich mag das Ephemere der vergänglichen Materialen. Ich mag Erzählungen. Mein Wunsch: Im Transit zwischen allem Anderem und Kunst, nah und nahbar bleiben.“ Seine Arbeiten befinden sich nicht nur in der Galerie, sondern auch im öffentlichen Raum im Viertel.*Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Durst haben, auch. Wir bieten nichts an, was wir nicht auch selber trinken würden. Getränke sind gegen Spende erhältlich. Der Eintritt ist frei, weil jeder Zugang zu Kultur haben soll, aber Sie dürfen gerne welchen spenden, wenn Sie den sonst auch honorieren. Wir konzipieren diese Ausstellungen und betreiben diesen Raum, weil wir es wichtig finden, dass es konstante und anspruchsvolle Positionen zwischen staatlichen Museen und kommerziellen Galerien einerseits und eher unstetigen Plattformen für Nachwuchskunst andererseits gibt – zum einen, um noch nicht etablierte Kunstschaffende besser zu fördern, und zum anderen, um eine lebendigere Kultur für die Kommunikation zwischen Kunst und Öffentlichkeit zu schaffen.Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, sprechen Sie uns gerne an.Die Erzählungen dieser Ausstellung wurden geschaffen von den Künstler:innen. Die Textredaktion hatte Gerald Chors. :::Vernissage:Donnerstag, 1. Februar 2023 um 19 UhrLaufzeit:Donnerstag, 1.2.2024 bis Sonntag, 3.3.2024Öffnungszeiten:Sonnabends, Sonntags, Montags und Dienstags jeweils von 18 – 21 Uhr und n. V.Finissage:Sonntag, 3. März 2024 von 11 – 16 Uhr Ort: xpon-art gallery Repsoldstraße 45 20097 Hamburg www.xpon-art.de :::Über abweichende Öffnungszeiten informieren wir Sie auf unserer Homepage, unserem Instagram Account @xponartgallery und unserer Facebook Seite facebook.com/xponartIm Verlaufe der Ausstellung werden, insbesondere auch für diejenigen interessant, die einen Besuch nach wie vor vermeiden müssen, 360°-Ansichten auf der Homepage eingepflegt.Wir bitten, trotz allem an Corona zu denken und sich entsprechend zu verhalten. :::mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg Weniger anzeigen

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18. Februar 2024
18:00 - 21:00 Uhr
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