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Kinki Texas – Die Leiden des jungen Shatterhand
Vom 22. März bis zum 10. April zeigt der Bremer Künstler Kinki Texas zum ersten Mal seine Arbeiten bei Feinkunst Krüger. Das letzte Mal das man seine Bilder in Hamburg betrachten konnte liegt 20 Jahre zurück und seitdem stellt er international sehr erfolgreich aus und war auch Gast auf vielen Kunstmessen. Neben einem kurzen Text zu seiner Arbeit finden sie in 2. auch ein Gespräch zwischen zwei künstlichen Intellektuellen, welches ich Ihnen besonders ans Herz legen möchte.
Zur Vernissage am Samstag den 21. März ab 20 Uhr laden wir herzlich ein!
1. Unsinn und fehlender Sinn von Kinki Texas
Kinki Texas schafft Gemälde und Zeichnungen, die eine unreale, oft heiter-martialische Welt zeigen. In seinem als ‚Kinki Texas Space‘ bezeichneten Universum agieren Figuren wie grinsende Gralsritter, Zombiecowboys, prähistorische Klonkrieger und Edle Wilde jeglicher Art. Ein häufig wiederkehrendes Thema ist die Geschichte und Mythologie des Wilden Westens, jedoch aus der Froschperspektive eines Fernsehzuschauers heraus, was den Erlebnisraum Kinki Texas umfassend beschreibt. Ebenso faktisch unangemessen setzt er historische Bildmotive in absurde Kontexte, frei nach dem Motto ‚Ex Falso Quodlibet‘ (= aus Falschem folgt Beliebiges). Welches hier jedoch kein formal logisches Grundprinzip beschreibt, sondern eher eine Freude am Unsinn, und hierin sind der Beliebigkeit in den Kinki Texas Bildern enge Grenzen gesetzt.
Ein charakteristisches Merkmal der Gemälde sind mehrfach übereinander gearbeitete Farbschichten, die auch zu sichtbaren Veränderungen des Bildmotivs führen. Der Malprozess zieht sich über Jahre hinweg. Aus einem Ritter kann mit der Zeit ein Cowboy werden, ohne dass das Ursprungsmotiv völlig ausgelöscht wird, es entsteht eine bildnerische Gleichzeitigkeit. Aufgeklebte Papierelemente und alltägliche handschriftliche Notizen und Listen verstärken den Effekt der materiellen und inhaltlichen Vielschichtigkeit – ein von Spiel und Wortwitz geprägter Assoziationsraum entsteht. Stilistisch zeigt sich eine rohe Ästhetik in der Kombination aus klassischer Malerei, mehr oder minder transparenten Farbschichten, Sprayfarbe, zeichnerischen Elementen und Schriftzügen. Die Farbe kann verwischt, aufgeplatzt oder zerkratzt sein. Comic, Graffiti und Trash-Kultur dienen der Bodenhaftung und wirken einer Verwechslung mit „echter Kunst“ entgegen.
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