Infos zum Event:
Mit der Ausstellung Scheinbar abstrakte Kunst – Landschaften des Seins widmet sich das Levantehaus dem Werk von Georg Münchbach (1933–2018). Im Zentrum steht sein lebenslanges Forschungsthema: der Raum als wirksame Größe – und die Frage, wie Wahrnehmung sich dort bildet, wo das Sichtbare aufhört.
Die scheinbare Abstraktion ist bei Münchbach dabei kein Rückzug aus der Wirklichkeit, sondern die Methode, sich einem radikalen Gedanken auszusetzen: dem philosophischen Satz des Parmenides, „Es gibt kein Nichts (Nicht‑Sein), sondern nur Sein.“ Münchbach richtet den Blick auf die oft übersehene Energie zwischen den Dingen – auf Spannungen, Beziehungen und Verdichtungen – und gibt dieser unsichtbaren Präsenz Form und Gestalt.
Ausgehend von frühen Arbeiten bis hin zum Spätwerk zeichnet die Ausstellung eine Entwicklung nach, in der Landschaft zunehmend zum Erfahrungsraum wird. Münchbachs Bilder zeigen keine Orte im klassischen Sinn. Raum erscheint nicht als Hintergrund, sondern als das, was trägt, verbindet und verändert – als ein Zustand, der sich in Flächen, Linien und Verdichtungen ereignet.
Dass diese Werkgruppe als Serie gedacht ist und in großen Formaten auftritt, verweist auf die Bedeutung dieser Gedankengänge. Sie knüpfen an frühere Innenraumfiguren wie Orpheus und Eurydike an, gewinnen hier jedoch eine eigene Dimension. Münchbach fasst dies in der Formulierung: „Den Raum als Objekt sehen“ – und im Magazin Art Profil (2010) als: „Raum neu denken – Paradigmenwechsel des Sehens.“
Die Ausstellung versteht sich als Weg durch diese künstlerische Forschung und lädt dazu ein, Raum und Landschaft nicht als Motiv, sondern als Zustand, Energie und Erfahrung zu begreifen.
Ausstellung:
- Februar – 07. März 2026Di. – Sa., 11 – 18 UhrIn der Galerie im Obergeschoss
Vernissage:
Donnerstag, 19. Februar 2026, 19 Uhr(Um eine Anmeldung wird gebeten)
Finissage:
Samstag, 07. März 2026, 17 Uhr
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