Theatervorschau: Der zerbrochene Krug

Komödienklassiker um Machtmissbrauch
Wahrheit im Kaleidoskop: „Der zerbrochne Krug“
Wahrheit im Kaleidoskop: „Der zerbrochne Krug“ (©Isabel Machado Rios)

Unter der Leitung von Johann Wolfgang von Goethe fand am Weimarer Hoftheater 1808 die Uraufführung des Lustspiels „Der zerbrochne Krug“ von Heinrich von Kleist statt – und war zunächst ein Misserfolg. Die Forschung fand inzwischen jedoch heraus, dass dies nicht an Goethes Inszenierung lag, sondern vielmehr an einer langweiligen, langatmigen Szene, die Kleist später in den Anhang verschob. Im Zentrum der Komödie steht der Machtmissbrauch des feisten Dorfrichters Adam, der das junge Mädchen Eve durch falsche Versprechungen verführen will. Während eines nächtlichen Gerangels geht ein Krug zu Bruch, was Evchens Verlobtem Ruprecht angelastet wird. Erst vor Gericht klären sich Schuld und Unschuld. Das Thalia Theater zeigt die innovative und geistreiche Komödie jetzt in der Regie von Lilja Rupprecht. 

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