Wildwuchs.Foto: Wildwuchs

BierSZENE mit Daniel Elich – So kreativ macht Bier

Einer der gefragtesten Kreativlinge der Stadt? Friedrich „Fiete“ Matthies von der Brauerei Wildwuchs

Wildwuchs Bierszene

Daniel zu Besuch bei Fiete von Wildwuchs

Moin Hamburg,

Stadt der Pfeffersäcke, Hafenarbeiter und Elbkapitäne, aber auch der Medien, der Werbeagenturen und der Künstler; einer Stadt voller Kreativität. Kein Wunder, dass sich hier auch die Craft-Beer-Szene seit ein paar Jahren ausbreitet. Mit ihr zog nicht nur das Gespür für modernes Bier-Design in die Stadt ein, sondern auch Brauer mit großen Visionen und kulinarischen Kreationen, die die Stadt so schon lang nicht mehr erlebt hat.

Etwas, von dem man in Bleckede, gut 70 Kilometer vor Hamburg, noch nicht wirklich etwas merkt. Das Epizentrum für kreativen Shit und Craft Beer scheint irgendwie woanders zu liegen. Dabei werden hier einige der besten Biere der Hamburger Craft-Beer-Szene gebraut. Schließlich stehen in der Kleinstadt in der Nähe von Lüneburg die Braukessel von Wildwuchs, die mit Bieren wie dem Alt Kanzler Rauchbier und dem Bock O’Range immer wieder zu punkten wissen. Der kreative Kopf hinter diesen besonderen Tropfen: Diplom-Braumeister Friedrich „Fiete“ Matthies.

„Bier-Trends interessieren mich nicht.“

Wie vielen anderen Kreativlingen fällt es auch ihm bei meinem Besuch ein bisschen schwer zu erklären, wie genau er auf seine Bierkreationen kommt.

„Von Trends lasse ich mich bei der Rezeptentwicklung eigentlich nie leiten. Ich probiere das, worauf ich Lust habe“, erklärt Fiete.

Im Fokus stehen die Liebe und Leidenschaft zu guten Produkten. So lässt er sich, wie beim Fastmoker Pils, eher von einem traditionellen Hopfen inspirieren. „Wenn man den in den Händen hält und riecht, dass das keiner dieser neumodischen, oft fruchtigen Sorten ist, dann hab ich einfach Lust, daraus etwas zu brauen.“

Wildwuchs Bierszene

Wie lange er von der Idee bis zum fertigen Bier braucht, hängt vom Bierstil ab – und davon, ob das Bier aus mehr als den Klassikern Malz, Hopfen und Hefe bestehen soll. „Für unser Espresso Ale haben wir im Team einige Abende zusammen gesessen und probiert, welcher Espresso in welchen Mengen am besten mit dem Bier harmoniert“, erinnert sich der Braumeister an den Entstehungsprozess.

Ist das Braukunst – oder kann das weg?

So richtig daneben ging Fiete ein Bier übrigens noch nie. „Das erste Malzbier, das ich jemals gebraut habe, war allerdings ganz anders als ich es mir vorher vorgestellt habe. Das ist dann tatsächlich größtenteils im Gulli gelandet.“ Etwas, das mit seiner neuen Kreation vermutlich nicht passieren wird: Bier, gelagert in Weinfässern. Ein Wood & Barrel Aged Beer mit garantiert großartigen Geschmacksnuancen und: Es liegt voll im Trend. Eine besondere Kreation, auf die wir uns in den kommenden Monaten freuen dürfen.

In diesem Sinne…

Prost!

Euer Daniel

Fotos: Aufmacher: Wildwuchs / unten: Daniel Elich


Szene Hamburg

Daniel Elich (33) Foto: Privat

Who the fuck is…Daniel?

Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen Bieronkel und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!  @bieronkelHH_

 

 

 

 


0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.