Kunst nach dem Umbruch: Eine neue visuelle Sprache
Die in Hamburg lebende Künstlerin Darina Mikityuk richtet den Blick bei dieser Ausstellung nicht auf das einschneidende Ereignis selbst, sondern auf den Zustand danach, auf das langsame, oft widersprüchliche Neujustieren von Wahrnehmung und Identität. Der Hintergrund ist ihre Relokation aus der Ukraine im Jahr 2022. Ihre Arbeiten kreisen um Fragen von Körperlichkeit, Sprache und weiblicher Identität, und darum, wie sich diese verändern, wenn gewohnte Kontexte wegfallen. Es geht weniger um klare Antworten als um das Sichtbarmachen eines Übergangs.
Farbe als Emotion: Pop-Art neu gedacht
In ihrer Malerei greift die Künstlerin die Ästhetik der zeitgenössischen Pop-Art auf, kräftige Farben, klare Kontraste und reduzierte Formen. Doch statt dekorativer Wirkung dienen diese Mittel als Träger von Erinnerung, Spannung und emotionaler Tiefe. Ein besonderer Teil der Ausstellung ist der Raum „Mein kleines Geheimnis“. Als persönliches Archiv konzipiert, kombiniert sie Werke mit handschriftlichen Textfragmenten und eröffnet eine intime Perspektive auf den künstlerischen Prozess. Ihre Werke positionieren sich zwischen Kunst, Mode und visueller Kultur und wurden bereits in internationalen Publikationen wie „Vogue“ oder „Architectural Digest“ vorgestellt.

