Filmkritik: Iron Maiden – Burning Ambition

Damals, als Spandexhosen und Nietengürtel im Metal noch en vogue waren: Bruce Dickinson im Metal-Outfit der Achtziger
Damals, als Spandexhosen und Nietengürtel im Metal noch en vogue waren: Bruce Dickinson im Metal-Outfit der Achtziger (©Ross Halfin)

Englische Hardrock-Dinosaurier wie Deep Purple oder Led Zeppelin wurden Ende der Siebziger von der New Wave Of British Heavy Metal überspült: Junge Rocker mit DIY-Attitüde wie Saxon, Motörhead und Iron Maiden standen in den Startlöchern. Langhaarige in Leder hatten zu dieser Zeit allerdings einen schweren Stand. Der Zeitgeist lechzte eher nach „Saturday Night Fever“ oder den Sex Pistols. So kam die Weltkarriere der „eisernen Jungfrau“ eher stockend in die Gänge. Als Maiden-Laie denkt man zuerst an den energetischen Frontman Bruce Dickinson, schließlich ist sein Vier-Oktaven-Organ irgendwie die Mutter aller Metal-Stimmen. Doch de facto ist er nur „einer von vielen“: Bei Iron Maiden gab es im Laufe der Jahre extreme Personalfluktuation.

Filmplakat zu Iron Maiden – Burning Ambition (©Universal, NOTB, Paterson James LTD)

Das Line-up hat lediglich zwei Konstanten: Bassist und Bandgründer Steve Harris – und Gallionsfigur Eddie. Das Maskottchen mit der Mumien-Visage ziert unzählige Album-Cover und ist im Film in diversen animierten Clips zu sehen. Die Band-Doku des britischen Werbefilmers Malcolm Venville zeigt bislang unveröffentlichtes Material. Sehr beeindruckend sind zum Beispiel Bilder aus Polen, wo die Band Mitte der Achtziger unter strenger Polizeibeobachtung tourte. Die Fans hinterm eisernen Vorhang empfingen ihre Helden wie Heilsbringer. Doch Starkult passt nicht zu Iron Maiden, vielmehr bildeten Musiker und Publikum stets eine fast basisdemokratisch anmutende Gemeinschaft. Das kann man während des Films bei Konzertmitschnitten rund um den Erdball bestaunen. In eingestreuten Interviews tun prominente Fanboys wie Metallica-Drummer Lars Ullrich, Rapper Chuck D oder Schauspieler Javier Bardem ihre Bewunderung kund. Dass die Konzerte der Band indes keine reinen „Würstchenpartys“ sind, untermauern zahlreiche verzückte Fan-Frauen, die ebenfalls zu Wort kommen. Und selbst Menschen, denen Iron Maidens Mucke ehrlicherweise nach spätestens drei Songs auf den sprichwörtlichen Keks geht, können aus dieser liebevoll aufbereiteten „Doppelstunde Metalkunde“ so manches mitnehmen.

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