„In Basel habe ich viel am Theater gearbeitet und dafür auch Musik gemacht. Ich habe in Clubs, auf Konzerten und für Partys als Tontechniker:in gearbeitet und spiele eigentlich schon immer in Bands – deswegen passt diese Verbindung sehr gut. Aber irgendwann wurde es mir zu viel, das private Hobby, die Musik, mit dem Beruflichen zu vereinbaren. Seit 2023 bin ich auf Kampnagel und mittlerweile als technische Leitung für das Internationale Sommerfestival tätig. Was das bedeutet, können sich viele gar nicht genau vorstellen: Anders als erwartet stehe ich eher selten hinter Mischpulten, sondern bin die meiste Zeit im Büro. Ich konzipiere die technischen Aspekte der Stücke, koordiniere die Abläufe und versuche, die Visionen aller irgendwie zu deckeln. Spannend finde ich dabei, dass ich die Prozesse auf der Bühne direkt mit unterstützen kann, auch wenn ich selbst nicht dort stehe. Kampnagel ist ein unheimlich progressiver Ort. Die Menschen, die hier arbeiten, werden alle genau so genommen, wie sie sind, unabhängig ihres Backgrounds. Gerade in dem männerdominierten Technikbereich ist das ein Fakt, der längst nicht immer gegeben ist. Das habe ich in der Vergangenheit auch schon hautnah miterleben dürfen. Hier werden Leute wirklich willkommen geheißen. Ein Teil, den ich sehr schätze, ist mitzubekommen, wie gut die Zahnräder ineinandergreifen. Wenn Leute anhand meiner Vorplanungen anfangen, auf der Bühne Dinge umzusetzen, wenn sie funktionieren und harmonieren, ist das ein schönes Gefühl. Das Team und all die Leute, die hier zusammenarbeiten, funktionieren unheimlich gut, weil alle ein intrinsisches Bedürfnis danach haben, die Dinge gut zu machen. Und das ist sehr besonders.“
Theater
14. April 2026
Hinter Hamburgs Kulissen: Kampnagel
Kaya, Technische Leitung auf Kampnagel
Von Paula Budnik

Das könnte dir auch gefallen
Abonniere unseren Newsletter!
