Geschenke stöbern: Adventsmarkt in der Koppel 66

Seit knapp 40 Jahren gibt es in der „Koppel 66“ einen Adventsmarkt der besonderen Art. Hier, in einer ehemaligen Maschinenfabrik, gibt es kreative, handgemachte Geschenkideen von Hamburger Künstlern und Handwerkern

Text: Marco Arellano Gomes

 

Dass das Gebäude einst als Dreherei genutzt wurde, merkt man ihm kaum an. Kein Wunder: Das war auch nur vier Jahre in den 1920er-Jahren der Fall. Nach dem Krieg wurde das 1924 im Stil des Art déco errichtete Haus vor allem als Lagerhaus für „1000 Töpfe“ genutzt, ehe es 1974 aufgrund privater Initiative des Hamburger Restaurators Hans Dieter Rommeney zu einem Haus für Kunst und Handwerk umgenutzt wurde. Ihm schwebte „eine öffentlich subventionierte soziale und kultur-politisch wirksame Institution“ vor, „die der gegenwärtigen Existenz und dem Fortbestand des Kunsthandwerks dient“. Der Erfolg gibt ihm recht.

 

St. Georg hat sich gewandelt

 

Noch heute gilt das Haus für Kunst & Handwerk unter Kunsthandwerkern als Treffpunkt, als Austauschs- und Ausstellungsmöglichkeit ihrer Arbeiten. Wichtig war ihnen allen von der ersten Stunde an, der interessierten Öffentlichkeit einen leichten Zugang zu den künstlerischen Werkstätten zu ermöglichen. Und welche Gegend hätte hierzu passender sein können als das damals vor allem aufgrund seiner Drogen- und Prostituiertenszene in Verruf geratene St. Georg – in dem einst unzählige Werkstätten und Gewerbebetriebe in den engen Gassen sesshaft waren.

Die Stadt stellte 1976 Haushaltsmittel bereit, um die Idee mit Leben zu füllen und einen Kulturwandel herbeizuführen. Es sollte noch etwas dauern, aber heute ist St. Georg in der Tat wie gewandelt: ein quirliges, lebendiges Ausgehviertel mit buntem Publikum und jeder Menge Cafés und Restaurants.

 

Kunst und Handwerk – made in Hamburg

 

Bunt wird es vor allem auch zur Adventszeit, wenn der inzwischen fest etablierte Adventsmarkt, der heute Messe geahnt wird, Koppel 66 wieder vom 26. November bis 19. Dezember an allen Adventswochenenden freitags bis sonntags von 11 bis 19 Uhr im Hinterhof der Langen Reihe 75 stattfindet und Kunst- und Handwerksprodukte ausgestellt und angeboten werden. Seit 1981 ist diese ein fester Bestandteil im Haus für Kunst & Handwerk. Es wurde eigens ein Verein gegründet, der „Gemeinnützige Verein Förderkreis Koppel 66 e.V.“, der sich seither für die Idee, Kunst und Kunsthandwerk zu fördern und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, stark macht. 20 Künstler und Kunsthandwerkerinnen arbeiten in zwölf, dem Publikum offen stehenden Werkstätten und Ateliers.

Und für sie alle ist die alljährlich stattfindende Adventsmesse das Highlight. Hier – nicht am Nordpol! – werden die Geschenke hergestellt, die wahrlich einzigartig sind: Schmuck von Constanze Janssen, Claudia Westhaus und Christiane Becker, handgemachte Kerzen von Karimah Ashadu, Olivenöfseife von Zoe Iordanidou, Holzschnitt- und Buchkunst von Tita Rêgo da Silva, Strickwaren von Irena Russmann, Damenkleidung von Antonia Lattemann, Kleider von Ewa Kuich, Herrenschneidereien von Sandro Dühnforth, Hüte von Teresa Gaschler, Keramik von Nata Pestune, Fotografie von Charlotte Schreiber, Siebdrucke von Susanne Kühn sowie Malerei von Michael Sazarin und dem GEDOK Kunstforum, einem der ältesten Verbände von Künstlerinnen und Kunstfördernden in Europa.

 

Im Café Koppel treffen sich alle

 

Im Erdgeschoss befindet das Café Koppel, das sich längst zum Treffpunkt etabliert hat und mit allerhand Kaffee- und veganen Spezialitäten überzeugen kann. Seit Jahren besuchen Menschen von alt bis jung die Adventsmessen der Koppel 66. Und jedes Jahr finden sie wieder etwas Neues und Besonderes. Location und Atmosphäre sind einfach unverwechselbar. Das Künstler- und Handwerker-Kollektiv versteht sich seit jeher als Gegenbewegung zur Massenproduktion – mit Erfolg.

In der Adventsmesse sind nicht nur ihre eigenen Kreationen ausgestellt, sondern auch die von Künstlern und Handwerkern aus ganz Deutschland – nach strengen Kriterien ausgewählt und eingeladen von einer Fachjury. Eine wahre Fundgrube. Wo, wenn nicht hier findet man wirklich individuelle, außergewöhnliche Geschenkideen von hoher Qualität, Originalität und Vielfältigkeit? Hingehen, stöbern, staunen.

Adventsmesse in der Koppel 66, vom 26. November bis 19. Dezember 2021 an allen Adventswochenenden freitags bis sonntags von 11 bis 19 Uhr


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Dezember 2021. Das Magazin ist seit dem 27. November 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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House of Gucci: Glamour, Mode und Mord

Sir Ridley Scott liefert mit dieser kurzweiligen Verfilmung von Intrigen und Skandalen der italienischen Modedynastie einen imposanten Blick auf den Glamour und seine Schattenseiten

Text: Rosa Krohn

 

Maurizio Gucci (Adam Driver), Sohn der gleichnamigen ModeDynastie, lernt in den 1970er-Jahren auf einer Party Patrizia Reggiani (Lady Gaga) kennen. Wenige Jahre später heiratet der zurückhaltende Jurist die gesellige, selbstbewusste Patrizia. Schon bald soll er an der Spitze des Moderiesen stehen, forciert von der intriganten Patrizia. Doch sowohl die Geschäfte als auch die Ehe scheitern, er verlässt Patrizia und die gemeinsamen Kinder für eine andere Frau. Das lässt Patrizia nicht auf sich sitzen und ist bereit, jegliche Grenzen zu überschreiten. Einen Roman (von Sara Gay Forden) über die Geschehnisse rund um das Imperium Gucci gibt es bereits, so war es wohl bloß eine Frage der Zeit, bis Hollywood die Geschichte für sich entdeckt.

 

Eine Charaktersudie

 

Lady Gaga und Adam Driver, nur zwei aus dem Starensemble in House of Gucci

Lady Gaga und Adam Driver, nur zwei aus dem Starensemble in House of Gucci

Nun hat sich Großmeister Sir Ridley Scott („Alien“, „Gladiator“) der Sache angenommen, weshalb es kaum überrascht, dass ein Spektakel sondergleichen entstanden ist. In 157 Minuten erzählt er mit „House of Gucci“ seine Version der Ereignisse und liefert berauschende Bilder aus der Welt des Glamours sowie der menschlichen Abgründe, die sich dahinter verbergen. Dabei liegt Scotts Hauptaugenmerk auf den beiden Protagonisten, Patrizia Reggiani und Maurizio Gucci, ihrer gemeinsamen Ehe und deren Ende. Der Film stellt also mehr eine Charakterstudie dar als eine Verfilmung des Skandals an sich. Auch das Umfeld der beiden wird mit einem hochkarätig besetzten Cast von Al Pacino, über Jared Leto, hin zu Jeremy Irons und Salma Hayek mit aufwendigem Kostüm und Make-up porträtiert, ja teils karikiert.

 

Lady Gaga: Eine Wucht

 

Lady Gaga („A Star Is Born“) in der Rolle der „Lady Gucci“ ist eine Wucht und zweifellos der Star des Films. Ihr kauft man – ganz nebenbei – als eine der wenigen ihren italienischen Akzent ab. Adam Driver („Marriage Story“) gelingt auch ohne diesen die Verkörperung des Sohnes Gucci, der – zwar als intelligent charakterisiert – geradezu marionettenartig zwischen Familie, Frau und Branche hin- und hergerissen, lauter falsche Entscheidungen trifft. Nach knapp zweieinhalb rasant verflogenen Stunden bleibt man mit einem ambivalenten, vielschichtigen Bild der Geschichte zurück. Das ist stark, in Anbetracht der reißerischen Banalisierung, von der die Erzählungen einer solchen Geschichte – nicht nur durch die Boulevardpresse – leben.

„House of Gucci“, Regie: Ridley Scott. Mit Lady Gaga, Adam Driver, Jared Leto. 157 Min. Ab dem 2. Dezember in den deutschen Kinos

Lust auf mehr Gucci? Hier gibt’s den Trailer zum Film:


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Hier findet ihr schöne Weihnachtsgeschenke

Jedes Jahr die selbe Frage: Was verschenkt man zu Weihnachten? In den folgenden zehn Stores wird man auf jeden Fall fündig – egal ob für den Freund, die Tante oder den Postboten

Text: Isabel Rauhut & Felix Willeke

 

B-Lage

 

In der B-Lage gibt es Mode, Accessoires, Design- und Geschenkartikel (Foto: Parker Burchfield/unsplash)

In der B-Lage gibt es Mode, Accessoires, Design- und Geschenkartikel (Foto: Parker Burchfield/unsplash)

Die B-Lage ist ein Collective Design Store mit Pop Up Fläche im Herzen des Hamburger Schanzenviertels. Der Laden ist eine zentrale Anlaufstelle für die Akteure der lebendigen Start-up-Szene, junge Unternehmen haben hier die Möglichkeit, ihre Produkte und Ideen einer interessierten Zielgruppe vorzustellen und den eigenen Bekanntheitsgrad sowie Marktwert zu steigern. Das Sortiment besteht aus schönen Modestücken und Accessoires sowie Design- und Geschenkartikeln. In der B-LAGE wurden die Produkte ums Franzbrötchen geboren: Neben Socken und Shirts mit Franzbrötchen-Patches gibt es hier Kerzen mit Franzbrötchenduft. Das duftet fein unterm Weihnachtsbaum!

B-Lage, Kampstraße 11, Mo, Mi–Sa 12–18 Uhr

 

Buchhandlung am Mühlenkamp

 

Die Buchhandlung am Mühlenkamp ist ein Spezialist für amerikanische Literatur (Foto: Rosa Krohn)

Die Buchhandlung am Mühlenkamp ist ein Spezialist für amerikanische Literatur (Foto: Rosa Krohn)

„Es wird immer Menschen geben, die Bücher lieben“, sagt der Mitinhaber der Buchhandlung am Mühlenkamp im Interview mit SZENE HAMBURG. Und er hat recht, trotz E-Book und Co. kommt das Buch nicht aus der Mode und erst recht nicht zu Weihnachten. In Hamburg gibt es viele inhabergeführte Buchhandlungen. Hier ist die Beratung super, die Auswahl riesig und es lässt sich noch richtig schön stöbern.

PS: In der Buchhandlung am Mühlenkamp werden neben Büchern am Tresen auch noch Schätze in Vinyl verkauft, denn Mitinhaber Jörg Bauer ist ein großer Blues-Fan.

Buchhandlung am Mühlenkamp, Mühlenkamp 39, Mo–Fr 10–19, Sa 10–18 Uhr

 

Faire Fritzi

 

Bei Fair Fritzi geht es fair und nachhaltig zu (Foto: Laura Lück)

Bei Fair Fritzi geht es fair und nachhaltig zu (Foto: Laura Lück)

Fair ist im Trend und Kathi und Heike haben es gemerkt, könnte man sagen. Aber Faire Fritzi ist mehr als ein Store mit fair produzierten Lieblingsprodukten von Mode bis Interior. Seit Anfang 2020 gibt es den kleinen Laden in Eimsbüttel und mittlerweile ist dieser mit seiner großen Stammkundschaft schon ein echter Nachbarschaftstreff. Bald sollen auch Events für die Fritzi-Community dazu kommen. Doch erst einmal heißt es: hingehen, entdecken und verzaubern lassen.

Faire Fritzi, Osterstraße 136, Mo–Sa 11–18 Uhr

 

Men’s Needs

 

Regional, nachhaltig und von Männern für Männer, das ist Men’s Needs (Foto: Men’s Needs)

Regional, nachhaltig und von Männern für Männer, das ist Men’s Needs (Foto: Men’s Needs)

Lifestyle, Genuss und Gemeinschaft, Men’s Needs präsentiert ein Sortiment aus regional und nachhaltig produzierten Waren und Unikaten. Weine und Spirituosen, Bar- und Küchenzubehör, Feinkost, Zigarren, Textilien, Lederwaren, Accessoires, Lautsprecher und Kopfhörer, Bart- und Körperpflegeprodukte bis hin zu Spielzeugen, Möbeln und Interieur bilden das Sortiment. In gemütlicher Lounge-Atmosphäre bei Kaffee, Bier oder Glühwein können hier Weihnachtsgeschenke geshoppt werden.

Men’s Needs, Valentinskamp 18, Mo–Fr 10–19, Sa 10–16 Uhr

 

Matter – Urban Market

 

Matter ist ein Urban Market, wie er im Buche steht, hier findet sich fast alles (Foto: matter urban market)

Matter ist ein Urban Market, wie er im Buche steht, hier findet sich fast alles (Foto: matter urban market)

Seit Oktober 2020 ist in der Schlankreye ein toller Store beheimatet: Im „Matter – Urban Market“ findet man auf 230 Quadratmetern ein vielfältiges Sortiment aus Mode, Sneakern und Lifestyle, Papierwaren und Wohnaccessoires, Food, Spirituosen und Kunst. Ein integriertes Café sorgt für eine schöne Portion Gemütlichkeit und macht das Shopping-Erlebnis rund um schön.

Matter – Urban Market, Schlankreye 71, Mo–Fr 11–19, Sa 11–17 Uhr

 

Nostalgie Shop

 

Bei Jürgen Schewior gibt es das Beste aus drei Jahrzehnten und jetzt auch österreichischen Rockabilly-Wein (Foto: Rosa Krohn)

Bei Jürgen Schewior gibt es das Beste aus drei Jahrzehnten und jetzt auch österreichischen Rockabilly-Wein (Foto: Rosa Krohn)

Rock ’n’ Roll ist ein Lebensgefühl und der Nostalgie-Shop in Hamburg-Dulsberg ist der perfekte Ort für die Liebhaber der 1940er-, 50er- und 60er-Jahre. Hier findet sich alles, was das nostalgische Herz begehrt: Antiquarische Möbelstücke und vor allem neu produzierte Mode im Stil der Zeit. Darunter Collegejacken aus echtem Leder, die gute alte Blue Jeans und elegant geschnittene Kleider im Stil der Swinging Sixties. Natürlich gibt’s auch Platten mit den guten alten Klassikern.

Nostalgie Shop, Dithmarscher Straße 46, Di–Fr 15–19, Sa 11–15 Uhr

 

Oak Store

 

Bei Oak gibt’s aktuelle Mode von Sneakern bis zum Blouson (Foto: Malte Helmhold/unsplash)

Bei Oak gibt’s aktuelle Mode von Sneakern bis zum Blouson (Foto: Malte Helmhold/unsplash)

Sneaker und  sind im Trend?! Wer das noch nicht mitbekommen hat, für den ist es höchste Zeit, sich bei Oak umzusehen – und erst recht, wenn in der Familie die News auch noch nicht durchgedrungen ist. Denn Oak hat alles: Von internationalen Marken wie Carhartt bis zu fairer Kleidung wie den Schuhe von Veja. Strores gibt es in Ottensen und in Eimsbüttel, also auf geht’s.

Oak Store, Bahrenfelder Straße 130 & Osterstraße 175, Mo–Fr 11–20, Sa 10–19 Uhr

 

Porzellanfräulein

 

Im Porzellanfräulein kann Porzellan ganz individuell gestaltet werden (Foto: Andreas Sibler)

Im Porzellanfräulein kann Porzellan ganz individuell gestaltet werden (Foto: Andreas Sibler)

Do it yourself ist im Trend und selbst gemachte Geschenke sind doch bekanntlich auch die schönsten. Genau deswegen lohnt sich ein Besuch beim Porzellanfräulein. Hinter diesem Laden versteckt sich ein besonderes Konzept: Kunden können ihre Keramiktassen, -teller und Co. selbst bemalen. Die Porzellanfräuleins glasieren und brennen die fertig bemalten Keramiken anschließend und nach nur einer Woche sind die Kunstwerke abholbereit. Also gibt’s in diesem Jahr eine neue Salatschüssel für Papa und eine Vase für Mama.

Porzellanfraeulein, Preystraße 8, Mi 14–19, Do 10–19, Fr 14–19, Sa–So 11–18 Uhr; Donnerstags sind Terminabsprachen bis 22 Uhr möglich

 

 

Werte Freunde

 

Nachhaltige Geschenke gibt’s bei Werte Freunde (Foto: Lena Scherer, Hamburg)

Nachhaltige Geschenke gibt’s bei Werte Freunde (Foto: Lena Scherer, Hamburg)

In der Nähe des Rödingsmarktes gibt es eine große Auswahl an Naturkosmetik und Eco Fashion. Werte Freunde legt nicht nur Wert auf die Kundschaft, sondern Janine Werth bietet in ihrem Geschäft auch exklusive Kosmetikbehandlungen wie auch Workshops und Events an, bei denen sich alles um den grünen Lifestyle dreht. Ansonsten gibt es auf 350 Quadratmetern Mode von über 70 Marken wie Armedangels, Jan ’n June oder People Tree. Dazu kommen Naturkosmetikprodukte von Dr. Hauschka oder Tata Harper.

Werte Freunde, Großer Burstah 42, Mo–Fr 11–19, Sa 11–18 Uhr

 

Zardoz Records

 

Musikauswahl at it’s best bei Zardoz Records (Foto: Noemi Smethurst)

Musikauswahl at it’s best bei Zardoz Records (Foto: Noemi Smethurst)

Dieser Laden hat Geschichte: Seit über 30 Jahren ist Zardoz Records einer der führenden Hamburger Platten-Vollsortimentern. Sie bieten nahezu jede musikalische Richtung: von gängigem Mainstream bis zu total einmalig. 2018 sind sie in die Martktraße 55 umgezogen und haben sich noch einmal komplett neu sortiert. Geblieben sind dabei aber die weiterhin große Auswahl und die exzellente Beratung. Es ist also egal, ob es die alte Led Zeppelin-Platte für die Mutter oder das neue Album von Adele für den Sohn sein soll, hier findet man alles.

Zardoz Records, Marktstraße 55, Mo–Fr 12–18, Sa 11–18 Uhr


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Top-Liste: Möbel fürs gute Gewissen

Natürlich geht’s in Hamburg auch ganz besonders nachhaltig. Zum Beispiel dank alter Gerüstbohlen, übrig gebliebener Hafenhölzer und alter Turngeräte. Hier gibt es zehn Adressen, wo es in der Hansestadt nachhaltige Möbelstücke zu finden gibt

Text: Ann-Catrin Forkel & Ilona Lütje

 

10 Knoten

 

Sie heißen Oskar, Emil, Lasse, Lotta und Madita. Nein, nicht die aus den skandinavischen Kinderfilmklassikern. So heißen nämlich auch die Möbel, die die Macher hinter 10Knoten in liebevoller Handarbeit in ihrer Werkstatt an der Bille herstellen. Zeitlos, skandinavisch und ganz ohne Gedöns. Verwendet werden zum Beispiel alte Gerüstbohlen.

10knoten.com

 

Alsterplanke

100-prozentig handgefertigt: Den Tisch „Exklusive Eppendorfer“ aus geschichtsträchtigen Gerüstbohlen gibt’s bei Alsterplanke; Foto: Alsterplanke

100-prozentig handgefertigt: Den Tisch „Exklusive Eppendorfer“ aus geschichtsträchtigen Gerüstbohlen gibt’s bei Alsterplanke; Foto: Alsterplanke

Wenn man genau hinhört, erzählen die Möbel von Alsterplanke Hamburger Geschichte. Denn verwendet werden für die Herstellung ausschließlich handverlesene Gerüstbohlen, die auf ein jahrelanges Berufsleben zurückblicken. Das ist besonders nachhaltig, denn für die Möbel müssen keine Bäume ihr Leben lassen. Alle Möbel werden handgefertigt. Das heißt: Vom „markanten Moorfleeter“ über den „bodenständigen Billstedter“ bis hin zum „manierlichen Morsträger“ ist jedes Stück ein Unikat

Wechselnde Showrooms; alsterplanke.de

 

Grüne Erde

 

Sie gehört zu den ältesten Öko-Möbel-Marken: Bei Grüne Erde werden schließlich schon seit 1983 nachhaltige Möbel verkauft. Verwendet wird Vollholz aus mitteleuropäischer Forstwirtschaft, gefertigt wird hauptsächlich in Österreich nach ökologischen und ökonomischen Standards. In Hamburg gibt es eine Dependance in der Europa Passage.

Hermannstraße 18 (Neustadt); grueneerde.com

 

Hafenholz

Ein nachhaltiger Esstisch von Hafenholz; Foto: Hafenholz

Ein nachhaltiger Esstisch von Hafenholz; Foto: Hafenholz

Sie schenken Holz ein zweites Leben: Lasse Bagdahn und Per Völkel verwenden für ihre Möbel – zum Beispiel Holzreste, die bei der Aufbereitung von importierten Hölzern im Hamburger Hafen anfallen. Oder jahrzehntealte Dalben, an denen einst Schiffe festmachten, sowie 100 Jahre alte Eichenbohlen aus Ställen und Scheunen. In ihrer Hafenholz-Werkstatt in Altona produzieren sie aber nicht nur liebevoll hergestellte Unikate, sondern auch kleine Serien.

Borselstraße 9 (Altona); hafenholz.de

 

Hardcrafted

 

Die Turnkasten-Kommode von Hardcrafted; Foto: hardcrafted

Die Turnkasten-Kommode von Hardcrafted; Foto: hardcrafted

Ab in die Kiste. Platz gibt es in den sanft schließenden Schubladen der Turnkasten-Hochkommode für (fast) alles. Hier lassen sich hartes Zeug einlagern oder überflüssige Pfunde, äh Akten, verstecken. Egal, Hauptsache man respektiert ihre Vergangenheit.

Denn in der Turnhalle haben die Turnkästen Dinge erlebt, die Spuren hinterlassen haben. Die trägt die Turnkasten-Kommode mit Würde, denn Schmerz geht vorüber, Aufgeben quält ein Leben lang. Und das macht er nicht, weder als Turngerät und erst recht nicht als Turnkasten-Kommode von Hardcrafted. Seinen Stolz und seinen Deckel aus Turngeräte-Leder lässt er sich übrigens nicht nehmen. Niemals. Nur eines der ausgedienten Turngeräte und Hocker aus Vintage­-Turnleder mit Geschichte.

Kielortallee 1 (Eimsbüttel); hardcrafted.de

 

Holzconnection

 

Hier können sowohl vor Ort als auch online qualitativ hochwertige und individuell gefertigte Holzmöbel geplant werden, die aus langlebigen Naturmaterialien bestehen und anschließend in der eigenen Werkstatt hergestellt werden.

Gertigstraße 27 (Winterhude), Eppendorfer Landstraße 90 (Eppendorf) und Osterstraße 133 (Eimsbüttel); holzconnection.de

 

Holzwerk-Hamburg

Einfach schöne Möbel im Holzwerk; Foto: Holzwerk

Einfach schöne Möbel im Holzwerk; Foto: Holzwerk

Wer auf der Suche nach exklusiven und individuellen Massivholztischen nach Maß ist, wird in der Tischmanufaktur Holzwerk-Hamburg fündig. Im Vordergrund steht die Ursprünglichkeit der verwendeten Materialien. Spezialgebiet? Charaktervolle Naturholzplatten auf Tischgestellen aus Metall, Holz oder Beton. Das Portfolio? Esstische, Konferenztische, Couchtische und Waschtische.

Überseeboulevard 2 (HafenCity); holzwerk-hamburg.de

 

Lockengelöt

 

Es klingt verrückt, aber hier werden Ölfässer zu Schränken und kaputte Skatebords zu Schmuck. So entstehen wunderschöne Unikate. Auch Schallplatten und Büchern wird hier neues Leben eingehaucht.

Marktstraße 114 (St. Pauli); lockengeloet.com

 

Stilbruch

Von wegen Sperrmüll: Diese ausgedienten Möbel finden bei Stilbruch immer ein neues Zuhause; Foto: Stilbruch

Von wegen Sperrmüll: Diese ausgedienten Möbel finden bei Stilbruch immer ein neues Zuhause; Foto: Stilbruch

Mehrere Lkw-Ladungen mit Gebrauchtwaren, die beinahe auf dem Sperrmüll gelandet wären, erhält Stilbruch als Tochterunternehmen der Stadtreinigung Hamburg täglich. Oder engagierte Privatpersonen bringen ihre noch brauchbaren, aber ausranggierten Sachen direkt zu Stilbruch. Die Artikel sichten die Mitarbeiter dann vor Ort und kontrollieren sie auf Zustand und Qualität – und siehe da, ziemlich häufig sind die Artikel in einem richtig guten Zustand.

Die Liebhaberstücke werden anschließend von den Stilbruch-Handwerkern in den eigenen Werkstätten repariert oder als Grundlage für individuelle Projekte günstig an den Mann gebracht. So kommen übrigens ziemlich viele verschiedene Artikel zusammen, die man in dieser Mischung sonst nicht so einfach findet. Für Schnäppchenjäger und Schatzsammler also der perfekte Store zum Shoppen.

Ruhrstraße 51 (Altona), Helbingstraße 63 (Wandsbek) und Lüneburger Straße 39 (Harburg); stilbruch.de

 

Wohngeschwisterchen

 

Seit rund zehn Jahren befindet sich das Wohngeschwisterchen in der Schanze. Vom Mitgründer der Wohngeschwister 2010 ins Leben gerufen, steht der Shop seither für unkonventionelle und bunt gemischte Stile: Möbel, Bekleidung, Spielpolster, Geschenke, Textilien, Spielzeug und Bücher für Kinder, aber auch Damenmode, Schmuck, Lifestyleprodukte und Wohnaccessoires gehören zum Sortiment. Der Fokus liegt dabei auf skandinavischen Marken wie Molo, Mini Rodini, Villervalla, Soft Gallery oder Danefea für die Kleinen sowie Line of Oslo, Lolly’s Laundry, Odd Molly, Onepiece und Becksöndergaard für die Großen.

Im Repertoire finden sich aber auch etliche Marken aus Europa und den USA, die das zweiköpfige Team auf seinen Messereisen entdeckt und mit nach Hamburg bringt. Das Shop-Konzept ist so schick wie verantwortungsbewusst, denn was allen Produkten im Wohngeschwisterchen-Regal gemein ist: Sie sind individuell, funktional, langlebig und – bezahlbar. Auch auf die Nachhaltigkeit und faire Herstellung der Produkte legen die beiden Inhaber viel Wert. Schanzen-Shopping mit gutem Gewissen.

Schulterblatt 98 (Sternschanze); wohngeschwisterchen.de


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SZENE HAMBURG KAUFT EIN 2019

AHOI!

Es gibt immer einen Grund für gepflegten Konsum. Mit der Betonung auf gepflegt. Und auf Konsum. Aber mal ehrlich: In unserem SZENE HAMBURG SHOPPING GUIDE zeigen wir euch seit Jahren die Geschäfte in Hamburg, die Herz und Seele in gute Produkte stecken. Die mit Innovationen ihren Beitrag für ein nachhaltiges Hamburg leisten oder ganz einfach noch das gute alte Handwerk zu schätzen wissen.

Das Levantehaus, ein architektonisches Juwel.

In diesem Magazin findet ihr sie alle und noch mehr: Die schönsten Einkaufsstraßen quer durch Hamburg im Porträt mit den besten Shopping-Adressen. Unsere Geheimtipps, die mit einem liebevollen Produktrepertoire die Shoppingherzen kitzeln. Geschenkideen für Family and Friends von klein und fein bis mächtig prächtig. In Exklusivinterviews mit dem SZENE HAMBURG SHOPPING GUIDE: Die Top-Newcomer 2018, die nicht nur spannende Storys zu erzählen haben, sondern auch ihre Produkte vorstellen.

Must-Haves & Einkaufsstraßen.

Außerdem wieder im Heft: Die Geschichte unserer Shoppingzentren. Hamburgs überdachte Shoppingmeilen sind nämlich alles andere ­als leblose Betonbunker. Mit diesem Klischee räumen wir gerne auf. Und last but not least findet ihr in der aktuellen Ausgabe des SZENE HAMBURG SHOPPING GUIDES das erste Mal die Strecke Futterpause, mit Gastroempfehlungen zu (fast) jeder unserer Einkaufsstraßen, in die euch eure gepflegte Konsumlust getrieben hat. Vom Restaurant Engel in Teufelsbrück bis zum Leche de Tigre in Altona, vom Alten Mädchen in der Schanze bis zu Vju in Wilhelmsburg.

Das steckt drin im SZENE HAMBURG KAUFT EIN.

Kurz gesagt: Dieses Shoppingjahr steht wieder ganz im Zeichen des hanseatischen Lebensstils: großzügig, gesellig und gescheit.

Jenny V. Wirschky

Jenny V. Wirschky, Projektleiterin Redaktion mit den VKM-Geschäftsführern Tanya Kumst und Mathias Forkel (v. l.)

Titelmodels

Links: Luna-Lavinya ist waschechte Hamburgerin und erfolgreiche You-Tuberin. Auf ihrem Kanal Luna’s Magic Music teilt die Schülerin des International School Campus seit September 2017 ihre Liebe zum Singen. Nicht ohne Grund: Seit sie neun Jahre alt ist, nimmt sie konsequent Gesangsunterricht.

Mitte: Rosa ist Abiturientin und Hamburgerin mit Herz und Seele. In ihrer Freizeit hat sie bereits den ein oder anderen Modelauftrag bekommen und es sieht ganz so aus, als würde das Interesse an ihr auch mit Abi in der Tasche nicht abreißen.

Rechts: Mimi ist Lunas beste Freundin und ein so hübsches Mädchen, dass wir sie glatt mitgebucht haben für unser Cover-Shooting 2019.


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG KAUFT EIN 2019. Das Magazin ist seit dem 26. November 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop erhältlich! 


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