Gewichtige Themen, insbesondere von globalem Ausmaß, lassen sich am besten gemeinsam angehen. So hatten sich vor zwei Jahren einige Fotografie-Studierende der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK), der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und der Akademie der Bildenden Künste München im brandenburgischen Neuhardenberg für einen Workshop zusammengetan, um über eine der bedrückendsten und bedrohlichsten Krisen der Gegenwart zu sprechen: den Klimawandel. Die Problemkreise, die er mit sich bringt, ziehen weit, betreffen Natur und Kultur, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zugleich. Für die Studierenden standen dabei unter anderem Fragen im Raum wie „Welche Rolle kann Kunst beim Umgang mit dem Klimawandel spielen?“ oder „Wie kann Kunst den Wandel, seine sichtbaren und (noch) unsichtbaren Ausprägungen und Konsequenzen reflektieren und präsentieren?“ In der Folge des Workshops und weiterer Treffen sind so einige Arbeiten entstanden, die ganz verschiedene Perspektiven auf das Thema werfen und nun – nach einer ersten Station 2025 im Schloss Neuhardenberg – unter dem Titel „Klimax Klima“ im ICAT in der HFBK gezeigt werden: darunter ein literarischer Text von Bjørg Elttor, der von einer gescheiterten Bewerbung als Praktikantin bei Tesla ausgeht, eine fotografische Auseinandersetzung von Jonas Fischer mit Care-Arbeit an Pflanzen und eine performative Arbeit von Omid Arabbay zum Rassismus in der Formulierung des „schwarzen Schafes“.
Kunst
22. August 2026
ICAT – Institute for Contemporary Art & Transfer: Klimax Klima
Eine Gruppenschau über künstlerische Umgangsformen mit dem Klimawandel
Von Philipp Müller

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