Die Geschäftsstraßen von St. Georg spiegeln die Vielfalt Hamburgs wider: Hier begegnen sich Menschen unterschiedlichster Herkunft, Generationen und Lebensentwürfe. Vom 27. August bis zum 27. September 2026 wird das Quartier erneut Schauplatz einer besonderen Kulturinitiative: Unter dem Motto „Kunst trifft Handel“ stellen 34 lokale Geschäfte und Gastronomiebetriebe ihre Räumlichkeiten kostenfrei als Ausstellungsfläche zur Verfügung. Das von dem lokalen Künstler Stefan Zinkgraf initiierte Projekt bringt Kunst direkt in den Alltag. In Schaufenstern, Verkaufsräumen und Gaststätten präsentieren 37 Kunstschaffende, die überwiegend selbst im Stadtteil leben und arbeiten, ihre Werke. Das Spektrum reicht von Fotografie über abstrakte Malerei bis hin zu Pop-Art und Recycling-Kunst.
Der Reiz liegt im Zusammenspiel der Orte: Manche Kombinationen harmonieren subtil, andere setzen bewusste Kontraste. Für die Mitwirkenden ist die Aktion eine Herzensangelegenheit. Die Künstlerin Ulla Keienburg betont: „Stefans Idee ist genau das, was mir gefehlt hat: Kunst direkt da zu zeigen, wo Alltag gelebt wird – eine wunderbare Einladung zur Begegnung, spontan und mitten im Leben.“ Auch der Fotokünstler DuqArtist sieht in dem Projekt eine Chance für das Viertel: „Gerade in einem Viertel wie St. Georg, das für Vielfalt, Offenheit und Kreativität steht, entfalten auch monochrome Werke ihre volle Wirkung.“ Nach dem erfolgreichen Auftakt im Vorjahr setzt die gewachsene Aktion erneut ein Zeichen für die kreative Energie des Viertels. Erstmals wird das Event von einem Kunstpreis des Bürgervereins zu St. Georg begleitet, der sowohl von einer Jury als auch per Publikumsabstimmung verliehen wird. Den Auftakt bildet eine Vernissage am 27. August 2026 um 19.00 Uhr im Arcotel Rubin (Steindamm), die Preisvergabe folgt am 26. September.
Dieser Artikel ist zuerst in der Printausgabe der SZENE HAMBURG 09/26 erschienen.

