Literaturkritik: „Bambino“

In „Bambino“ von Marco Balzano sucht der junge Faschist Mattia im Triest der 1920er nach seiner Herkunft, bis der Krieg alles verändert
Marc Balzano’s „Bambino“ ist im Diogenes Verlag erschienen
Marc Balzano’s „Bambino“ ist im Diogenes Verlag erschienen (©Diogenes)

15 Jahre ist es bereits her, dass der Mailänder Autor Marco Balzano mit „Damals, am Meer“ seinen ersten Roman veröffentlicht hat. Mittlerweile unterrichtet er nicht nur Schreiben in seiner Heimatstadt Mailand und gibt sein Wissen dadurch an andere weiter, mit „Bambino“ steht nun auch sein mittlerweile sechster Roman in den Regalen. Der spielt in den Zwanzigerjahren in Triest. Hauptfigur ist Mattia, den wegen seines jungen Aussehens alle nur Bambino nennen. Bambino ist ein lupenreiner Faschist, der alles und jeden hasst und der wegen seiner Aggressivität von allen gefürchtet wird. Sein Vater, ein Uhrmacher und überzeugter Antifaschist, will Bambino nicht verraten, wer seine Mutter ist, die der Junge Zeit seines Lebens nie kennengelernt hat. Bambino fürchtet, es könne gar eine Ausländerin sein – das wäre für ihn das Schlimmste. Als irgendwann der Weltkrieg über ihn einbricht, verändert sich sein Leben von einem Tag auf den anderen – wie das in Kriegen nun mal so ist. 

Diese Kritik ist zuerst in SZENE HAMBURG 02/26 erschienen.

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