Literatur-Kritik die Auster

Stockwerk für Stockwerk
(©Hanser Berlin)

Am Anfang ist der Tod. In „Die Auster“ ist es der Tod von Dr. Bronstett, des Geschäftsführers eines legendären Kaufhauses. Er ist ermordet worden. Dumm allerdings, das sämtliche Spuren der Tat bereits beseitigt wurden – und zwar von der 73-jährigen Leonora Bloch. Die ist seit 45 Jahren als Reinigungskraft tätig und versteht ihr Handwerk. Allerdings kennt sie auch die Verwicklungen und Geheimnisse, die das Opfer umgeben. Fragt sich nur, ob sie auch bereit ist, sie preiszugeben. Wem mal wieder der Sinn nach einem packenden Kriminalroman steht, der liegt bei der Schweizer Autorin Yael Inokai natürlich goldrichtig. Auch in ihrem aktuellen Buch gelingt es ihr wieder einmal, eine Geschichte zu entspinnen, die einen Seite für Seite fesselt und mit jedem Absatz weiter hineinzieht in die Abgründe des Kaufhauses; in diesen merkwürdigen Mikrokosmos, in dem offenbar der Tod lauert. 

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