Literaturkritik: Eden – über die Liebe zur Sprache

Die Protagonistin dieses Romans lernt, über sich hinauszuwachsen
(©Kiepenheuer & Witsch)
(©Kiepenheuer & Witsch)

Für Übersetzerin Tina Flecken dürfte es kein Leichtes gewesen sein, Auður Ava Ólafsdóttirs „Eden“ ins Deutsche zu transferieren. Besonders herausfordernd dürfte dabei der Umstand gewesen sein, dass Alba, die Protagonistin des Romans, Linguistin ist, Expertin für aussterbende Sprachen, und insbesondere am Isländischen und dessen Besonderheiten einen Narren gefressen hat. Ihre Faszination dafür auch auf Deutsch spür- und erfahrbar zu machen, muss extrem schwierig gewesen sein, aber Tina Flecken ist dieses Kunststück tatsächlich gelungen. Erzählt wird dabei zudem die Geschichte, dass Alba aufs Land zieht und den Plan gefasst hat, als Ausgleich für ihre bisherigen Flugreisen 5600 Bäume zu pflanzen. CO2-Ausgleich muss sein.

Dafür gibt sie sogar ihren Job auf, denn: So ein Mammutprojekt braucht Zeit. Und dabei lernt sie ihre neuen Nachbarn kennen, trifft auf neue Menschen, auch auf den Geflüchteten Danyel, zu dem sie eine ganz besondere Beziehung aufbaut. Und das alles wird so unprätentiös und unkitschig präsentiert, dass es wirklich eine wahre Lesefreude ist. / Daniel Schieferdecker

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