In die Schweiz zu reisen ist grundsätzlich (fast) immer eine gute Idee. Das finden auch die beiden US-Amerikaner David und Cody, die sich auf den Weg dorthin machen. Allerdings: Bei David ist Demenz diagnostiziert worden. Die Prognose: Innerhalb des nächsten Jahres wird er seine geistigen Fähigkeiten weitgehend verlieren. Daher die Reise in die Schweiz. Einmal die Berge sehen. Und ist die Schweiz nicht auch das Land, in dem assistierter Suizid unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist? Wie so häufig geht es bei Cline aber nicht nur um die Grundgeschichte an sich. Sie verhandelt auch in „In die Schweiz“ Themen wie Identität, Erinnerung, (familiäre) Beziehungen und die Fragilität menschlicher Existenz. Immer wieder kommen David Erinnerungen in den Kopf geschossen: an seine Kindheit, an prägende Freundschaften, an seine Tochter – wohlwissend, das diese alle bald erlöschen werden wie ein Streichholz im Wind.
Literatur
15. September 2026
Literaturkritik: In die Schweiz
„In die Schweiz“ verhandelt Themen wie Identität, Erinnerung, (familiäre) Beziehungen und die Fragilität menschlicher Existenz

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