Filmkritik: „Obsession – Du sollst mich lieben!“

YouTuber Curry Barker liefert mit seinem Horror-Spielfilmdebüt „Obsession“ einen wilden Ritt über einen fatalen Liebeswunsch
Spektakulär gut: Inde Navarrette in „Obsession“ © Focus Features
Spektakulär gut: Inde Navarrette in „Obsession“ © Focus Features

Curry Barker (Jahrgang 1999) gehört zur Riege amerikanischer Horrorautorenfilmer, die sich ihre Sporen als YouTuber verdienten. Sein Kanal „That’s A Bad Idea“ ist eine Wundertüte abgründiger Dialog-Sketche, die mit Horrorelementen spielen. Für „Obsession“ weitete er dieses Prinzip effektvoll auf Spielfilmlänge aus und landete damit in den USA einen überraschenden Blockbuster-Hit. Zu Anfang hat Protagonist Bear (Michael Johnston) ein Dinner Date mit einer jungen Frau. Doch er flirtet so linkisch, dass es für alle Beteiligten eine Qual ist. Irgendwann unterbricht ein Kumpel das Elend und findet strenge Worte. Es wird klar: Dies ist nur eine Sparrings-Übung für den Ernstfall, und der heißt Nikki (Inde Navarrette). Bear ist hoffnungslos verliebt in seine Arbeitskollegin, doch die Möglichkeit einer Beziehung scheint Lichtjahre entfernt. Trotzdem wagt er noch einen Anlauf. In einem esoterischen Novelty Shop besorgt er noch schnell ein Präsent, um das Eis zu brechen. „One Wish Willow“ steht auf dem geschmackvollen Pappschuber. Inhalt: ein Weidenzweig-Imitat, das eine quäkende Melodie spielt.

„Obsession“: Ein folgenschwerer Wunsch mit Grusel-Garantie

„Obsession – Du sollst mich lieben“ ist seit Ende Juni 2026 im Kino (©Universal Pictures Germany)

Knickt man das Ding in der Mitte entzwei und wünscht sich dabei etwas, geht dies, so versichert die Packungsaufschrift, garantiert in Erfüllung. Das Rendezvous wird zum Desaster, sogar sein Präsent ist Bear im letzten Moment peinlich. Er benutzt es lieber selbst. Knack, Nikki soll sich unsterblich in mich verlieben … that’s a bad idea! Ohne zu viel zu spoilern: Angesichts des besitzergreifenden Liebesmonsters, das er erschaffen hat, wird Bear sich alsbald sehnlichst Nikkis kalte Schulter zurückwünschen. Aus dem interessanten Konzept hätte man an einigen Stellen sicher noch mehr machen können. Gerade in der zweiten Hälfte verläuft sich das Drehbuch hier und da in Horrorklischees, die nicht recht zur Prämisse des Films passen wollen. Dennoch ist „Obsession“ ein dermaßen wilder Ritt, dass man dem jungen Regisseur ein paar Fehltritte verzeiht. Als Nächstes, so das Gerücht, steht ein Reboot des „Texas Chainsaw Massacre“ an. Läuft bei Curry! 

Hier gibt’s den Trailer zum Film:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Abonniere unser
"Heute in Hamburg"
Update per E-Mail oder WhatsApp!

Die spannendsten Events in der Stadt und das Neueste aus der Hamburger Gastro- und Kulturszene. Wir halten dich auf dem Laufenden. 😃

👉 Stattdessen via Messenger abonnieren

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Abonniere unseren Newsletter!

Erhalte jeden Tag die besten Empfehlungen für deine Freizeit in Hamburg.

Unsere Datenschutzbestimmungen findest du hier.

#wasistlosinhamburg
für mehr Stories aus Hamburg folge uns auf