Ramadan Mubarak: Veranstaltungen zum Fastenmonat in Hamburg

Vom 18. Februar bis zum 19. März ist Ramadan. In diesem Monat begehen zahlreiche Musliminnen und Muslime weltweit eine der wichtigsten Zeiten im Islam und fasten über mehrere Wochen hinweg. Auch in Hamburg wird der Ramadan von vielen Menschen gefeiert. Begleitend dazu finden in der Hansestadt verschiedene Veranstaltungen rund um den Fastenmonat statt
(©unsplash/Abdullah Arif)

Der Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender und eine besondere Zeit für Musliminnen und Muslime weltweit. Er markiert den Beginn des Fastenmonats und gilt als Phase der Frömmigkeit, Besinnung und Selbstdisziplin. Der Name Ramadan stammt aus dem Arabischen und bedeutet „heißer Monat“. Er erinnert an die Offenbarung des Korans durch den Erzengel Gabriel an den Propheten Mohammed im Jahr 610 n. Chr. Diese erste Offenbarung soll sich im Ramadan ereignet haben und wird als Lailat al-Qadr, die Nacht der Bestimmung, bezeichnet.

Anlässlich dieses heiligen Monats fasten Muslime zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Das Fasten gilt als eine der fünf Säulen des Islam und dient der spirituellen Reinigung, der Stärkung der Selbstbeherrschung sowie der Nähe zu Gott (Allah). Vom Fasten ausgenommen sind Kranke, Reisende, Schwangere, ältere Menschen und Menstruierende. Nach Sonnenuntergang kommen gläubige Muslime zum gemeinsamen Fastenbrechen zusammen. Dieses abendliche Mahl wird Iftar genannt, was wörtlich „Fastenbrechen“ bedeutet. Am Ende des Monats wird das Fest des Fastenbrechens, Eid al-Fitr, zu deutsch Zuckerfest, gefeiert. Das Fest dauert drei Tage. In dieser Zeit wird gemeinsam gebetet und gegessen, der Verstorbenen gedacht und es werden Geschenke ausgetauscht.

Beim Ramadan geht es dabei nicht nur um das Fasten. Der Ramadan ist auch eine Zeit, in der Musliminnen und Muslime ihre Beziehung zu Allah stärken sollen. Das erreichen sie mit Gebeten und der dem Zitieren aus dem Koran. Außerdem sollen sie in der Zeit des Ramadan nicht Lästern, Lügen und Streiten und sich um selbstloses Handeln bemühen. 

Ramadan: Veranstaltungen in Hamburg 

21. Februar: Iftar im HausDrei

Das Stadtteilkulturzentrum HausDrei in Altona lädt am 21. Februar zu einem Iftar-Abend ein. Bei einem gemeinsamen Essen sollen Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Kulturen miteinander ins Gespräch kommen, sich begegnen und austauschen. Das gemeinsame Fastenbrechen setzt ein Zeichen für Solidarität, Gemeinschaft und gegenseitiges Verständnis in einer vielfältigen Gesellschaft. Der Abend beginnt um 16.30 Uhr mit einem Empfang, kurzen Vorträgen und Live-Musik. Anschließend folgt das gemeinsame Iftar. Organisiert wird die Veranstaltung von Ehil e. V., Welcome Dinner Hamburg und dem HausDrei. Interessierte können sich online anmelden, der Eintritt ist frei.

25. Februar: Interreligiöses Fastenbrechen

Eine ähnliche Veranstaltung wie im HausDrei findet im Haus der Jugend in Hamburg-Tegelsbarg statt. Beim interreligiösen Fastenbrechen haben Interessierte die Möglichkeit zu erfahren, welche Bedeutung das Fasten in verschiedenen Religionen hat. Mohamed Morie von der Assahaba-Moschee informiert über das muslimische Fasten, während Stephan Uter von der Philemon-Kirche das evangelische Fasten vorstellt. Im Anschluss wird gemeinsam gegessen. Wer möchte, kann etwas zum Buffet beisteuern. Nach Möglichkeit sollte auch eigenes Besteck mitgebracht werden.

28. Februar: Stammtisch der Kulturen – Maghrebinisches Fastenbrechen 2026

Das Kulturschloss Wandsbek lädt am 28. Februar zu einem maghrebinischen Fastenbrechen ein. Der Begriff Maghreb bezeichnet in der Regel Nordwestafrika, insbesondere Länder wie Marokko, Algerien und Tunesien. Entsprechend steht der Abend ganz im Zeichen nordafrikanischer Küche und Atmosphäre. Musliminnen und Muslime sowie Nicht-Muslime sind eingeladen, gemeinsam zu essen, ins Gespräch zu kommen und den Abend miteinander zu verbringen. Für die Teilnahme ist eine verbindliche Anmeldung über die Website des Kulturschlosses erforderlich.

1.–6. März: Hamburger RAMADAN-Pavillon 

Der RAMADAN-Pavillon findet in diesem Jahr in verlängerter Form vom 1. bis zum 6. März in der Beruflichen Schule für Wirtschaft und Handel Hamburg Mitte BS02 statt. Der RAMADAN-Pavillon gehört zu den größten muslimischen Dialog- und Begegnungsveranstaltungen der Stadt.

Alle Hamburgerinnen und Hamburger sind eingeladen, an diesen Tagen die Mischung aus Podiumsdiskussionen, Ausstellungen, Infoständen, Vorträgen und künstlerischen Darbietungen zu erleben. Der Pavillon öffnet täglich von 15 bis 21 Uhr. Um 18.15 Uhr sind alle Besucherinnen und Besucher zum großen Fastenbrechen eingeladen. Anschließend folgt um 19.30 Uhr das Nachgebet, und im Bühnenraum werden Filmvorführungen gezeigt. In diesem Jahr steht der RAMADAN-Pavillon unter dem Motto „Verbreitet Frieden…!“.

10. März: Karten gestalten zum Ramadan

In der Bücherhalle Horn können Kinder am 10. März eigene Ramadan-Karten gestalten. Von 14 bis 16 Uhr entstehen in einem Workshop mit Stiften, Farben und verschiedenen schönen Motiven persönliche Grüße zum Ramadan für Familie und Freunde. Die Teilnahme ist kostenlos.

25. März:  Frühlings+Zuckerfest

In Kooperation mit dem Kinder- und Familienzentrum (kifaz) und den Stadtteilmüttern Bergedorf findet im Kulturzentrum Neuallermöhe das Frühlingsfest+Zuckerfest statt. Bei diesem Interkulturellen Familienfest wird es zahlreiche Aktionen und verschiedene süße Angebote geben. Auch diese Veranstaltung ist kostenlos.  

Gebetsveranstaltungen in den unterschiedlichen Moscheen Hamburgs

Während des Ramadans finden in vielen Hamburger Moscheen besondere Gebetesveranstaltungen, Vorträge und Unterrichtsangebote zum Thema Islam statt. Dazu zählen unter anderem die Al-’Irschâd Moschee Hamburg, die täglich zum Qiyâm-Ramadân-Gebet einlädt, die Al-Nour Moschee sowie die Islamische Gemeinde Hamburg – Centrum Moschee.

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