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Sommernachtskino im Museum für Hamburgische Geschichte

Ein Freilichtkino-Event der besonderen Art

 Text: Marco Arellano Gomes

 

Der Innenhof im Museum für Hamburgische Geschichte ist ein echter Hingucker. Hier trifft historische Bauweise auf moderne Architektur. Ein glä­sernes Dach schützt den denk­malgeschützten Innenhof vor Regen, ohne die Sonnenstrah­len daran zu hindern, den Raum zu durchfluten. Ideal also, für Filmprojektionen, direkt nach Sonnenuntergang, dachte sich das Museum – und tat sich mit den drei Programmkinos, Me­tropolis, 3001 und B­-Movie, zusammen, um hier erstmalig Filme zu zeigen.

In den sommer­lichen Filmnächten am Hols­tenwall werden Klassiker der Filmgeschichte wie „Der dritte Mann“ (1949) mit Orson Welles oder die „Children of Men“ mit Clive Owen und Julianne Mo­ore gezeigt, aber auch Filme mit Hamburg­-Bezug wie „Aus dem Nichts“ von Fatih Akin und „Die Carmen von St. Pauli“ von 1929.

Highlight ist das Stumm­filmkonzert „Roaring Twen­ties – Hamburg­-Filme aus den 1920er Jahren“. Bei Live­-Musik vom Gitarrenorchester Gilbert Couché werden drei Klassiker aus dem historischen Film­archiv im Landesinstitut (LI) Hamburg gezeigt – frisch digi­talisiert vom Metropolis Kino. Das Programm läuft vom 7. Au­gust bis 4. September und ist auf der Website des Museums auf­rufbar.

Sommernachtskino
07.08.2020 – 04.09.2020 


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, August 2020. Das Magazin ist seit dem 30. Juli 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

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Kürzer wird’s nicht: Kurzfilmtage zur Wintersonnenwende

Am 21. Dezember ist Wintersonnenwende – der perfekte Tag für Kurzfilme

Text: Maike Schade

 

Beim Saunieren Filme gucken: Das gibt es in der „Lichtspielhaus“- Sauna des Holthusenbads (Goernestraße 21, Eppendorf ) regelmäßig. Selbstverständlich auch am 21. Dezember, denn dann ist Kurzfilmtag. Zu diesem Anlass klemmt sich die Kurzfilmagentur Filmrollen unter den Arm und macht sich auf den Weg zum schweißtreibenden Shorty-Vergnügen. Von 11.30 Uhr an wird jeweils zur halben Stunde ein preisgekrönter, zum 20er-Jahre-Ambiente der Sauna passender Kurzfilm gezeigt.

Dies ist nur eine von vielen Veranstaltungen, die am kürzesten Tag des Jahres stattfinden. Im Filmraum (Müggenkampstraße 45, Eimsbüttel) beispielsweise werden gleich zwei Programme gezeigt: Um 19 Uhr sind Gewinnerfilme der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen (Foto) zu sehen, um 21 Uhr folgen dann die „Golden Shorts“, neun Filmchen, die „dezembertauglich die Welt und das Leben reflektieren“.

 

Bunter Filmmix

 

„Was wäre, wenn…“ lautet das Motto an diesem Abend im Eidelstedter Bürgerhaus (Alte Elbgaustraße 12, 20 Uhr). In den sechs Filmen von Preisträgern und Nominierten des Deutschen Kurzfilmpreises geht es unter anderem um die unendlichen Möglichkeiten des Internets, herausfordernde Paarbeziehungen und kindliche Identitätskrisen.

Das B-Movie (Brigittenstraße 5, St. Pauli) beschäftigt sich ab 20 Uhr mit einem ganz anderen Thema: der Geschichte des Super-8 Kurzfilms. Gezeigt wird die 45-minütige, von Projektoren getaktete Performance „Achtung Bild – Jetzt kommt der Ton!“ von Soyuz Apollo, einem Projekt des Hamburger Medienkünstlers Thorsten Wagner.

Um „Lotto am Samstag“ und andere Pläsierchen geht es ab 19.30 Uhr in der Immanuelkirche auf der Veddel (Wilhelmsburger Str. 73). Kurzweilig wird es gewiss auch im KulturWerk (Boizenburger Weg 7, Rahlstedt) zugehen: Hier wird um 17 Uhr das Programm „Mensch Meier. Echt jetzt?“ gezeigt.

Auch die Kurzen bekommen Kurze serviert: Um 14 Uhr spielt das Alabama Kino auf Kampnagel (Jarrestr. 20, Winterhude) ein Best-of des „Mo&Friese“-Programms. Für Filmfans ab 65 Jahren ist das Programm „SeniorInnen“ am 19. Dezember im Gemeinschaftsraum Hartwig-Hesse-Quartier (Alexanderstraße 29, St. Georg), 14.30 Uhr, sowie am 30. Dezember um 15 Uhr im Festsaal des Hospitals zum Heiligen Geist (Hinsbleek 11, Poppenbüttel) zu sehen.

kurzfilmtag.com


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Dezember 2019. Das Magazin ist seit dem 29. November 2019 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Top 5 – Open-Air-Kinos für den Sommer in Hamburg

Was ist schöner, als an einem lauen Sommerabend Filme draußen zu gucken? Wir zeigen, welche Open-Air-Kinos euch den Hamburger Sommer versüßen

Text: Maike Schade
Foto (o.): Outdoorcine

Sortierung alphabetisch und nicht nach Platzierung, zuletzt aktualisiert 7/2019

 

1. 3001 Filmnächte …

… am Millerntor. Das Stadtteilkino zeigt in der Südkurve des St. Pauli Stadions auch in diesem Jahr einen spannenden Mix aus Dokus und anspruchsvollen Kassenschlagern. Vom 10. bis 23. Juli stehen zehn Filme auf dem Programm, darunter beispielsweise die ausgezeichneten Musikfilme „Gundermann“ (10. Juli) und „Bohemian Rhapsody“ (11. Juli), die Doku „Frauen bildet Banden“ über die Geschichte der Roten Zora (16. Juli) und der Kultfilm „Soul Kitchen“ (23. Juli). Neu in diesem Jahr: Es gibt eine auf 100 Stück limitierte Zehner-Dauerkarte, nicht eingelöste Filme können später im 3001 noch geguckt werden. Beginn ist um 22 bzw. 21.45 Uhr, Einlass ab 21 Uhr. Vorstellungen dank Überdachung bei jedem Wetter.

3001 Filmnächte: Millerntorstadion, Südtribüne, Harald-Stender-Platz 1 (St. Pauli)

 

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2. B-Movie am Stintfang

Große Leinwand, Grillzeug und Hafenblick: Am 20. Juli findet bei der Jugendherberge am Stintfang, am Paula-Karpinski-Platz, das jährliche B-Movie-Open-Air statt. Gezeigt wird der 16-Millimeter-Klassiker „Hot Rods to Hell“ (USA 1967) von John Brahm und Benh Zeitlin. Bei schlechtem Wetter findet die Vorstellung im Kino statt. Beginn ist um 22 Uhr.

B-Movie am Stintfang: Paula-Karpinski-Platz (St. Pauli)


3. ElbFilmKunst 

In Hamburgs Westen sorgt Elb-FilmKunst für Kino an der frischen Luft. Im Juli ist geplant: „Plastic Planet“ (6. Juli, 22 Uhr, Eintritt frei), „21 Gramm“ (13. Juli, 22 Uhr) sowie „Der Vorleser“ (20. Juli, 21.45 Uhr), jeweils im August-Luetgen-Park in Altona. Am 27. Juli geht es in den Nienstedtener Hirschpark zu „The Garden of Words and X“ (21.45 Uhr). Der Eintritt kostet fünf Euro plus 15 Euro Kopfhörerpfand. Es kann zwischen O-Ton und Synchro gewählt werden.

ElbFilmKunst: August-Luetgen-Park (Altona); Nienstedtener Hirschpark (Altona)

 

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4. Schanzenkino

Großes Kino, große Leinwand: Im Sternschanzenpark ist ab 13. Juli für acht Wochen (Blockbuster-)Kino angesagt. Die Veranstalter stellen für jede Vorstellung einige hundert Stühle, eigene Picknick-Decken sind aber sowieso viel gemütlicher. Wer den Film nicht mit knurrigem Magen anschauen will, kann sich vor Ort mit Popcorn, Nachos und Getränken eindecken oder am Gastro-Point eine Pizza von Smiley’s bestellen – das Mitbringen von eigenen Speisen und Getränken ist nicht erlaubt. Der Sound kommt über Funkkopfhörer, die Tonspur (O-Ton oder deutsche Fassung) ist wählbar. Und wenn es doch einmal kühler werden sollte, können sich fröstelnde Zuschauer vor Ort sogar eine Decke leihen.

Schanzenkino: Sternschanzenpark


5. Zeise Open Air

Arthouse-Kino, Sneak Previews und Oscar-Knaller gibt es im Juli und August täglich im lauschigen Innenhof des Altonaer Rathauses zu sehen. Zu einigen Vorstellungen werden auch Gäste erwartet, beispielsweise Ruth Thoma, Drehbuchautorin von „Der Junge muss an die frische Luft“ (6. Juli). Los geht es am 4. Juli um 22 Uhr mit dem Oscar-gekrönten Roadmovie „Green Book“. Neu in diesem Jahr: Alle Filme werden zusätzlich 30 Minuten später sowie am Folgetag (17 Uhr, Sa/So 14.30 Uhr) auch indoor gezeigt. Das Open Air findet bei jedem Wetter: Bei Regen gibt es zwei große Schirme, Regenponchos und Decken.

Zeise Open Air: Altonaer Rathaus (Innenhof)

 

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Szene-Hamburg-Juli-2019-CoverDieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, Juli 2019. Titelthema: Schmelztiegel St. Georg.
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