Beiträge

Gegen Corona: Charity-Panini-Album für Hamburgs Kulturszene

Über 200 Hamburger Persönlichkeiten, Prominente und Herzensmenschen sind in einem Original-Panini-Sammelalbum vereint. Mit dem Kauf des zeithistorischen Dokuments kann jeder etwas Gutes tun und die Kulturszene während Corona unterstützen. Das Heft ist ab heute am Kiosk erhältlich

Text: Isabel Rauhut

 

Es ist gerade jetzt Zeit für coole, neue Ideen: #TEAM HAMBURG heißt ein Panini-Album, dass zu Gunsten der Hamburger Kultur- und Clubszene entstanden ist. Die Panini-Experten vom Hamburger Büro Juststickit haben in Zusammenarbeit mit dem Team der Gute Leude Fabrik und MenscHHamburg e.V.  für diese gemeinschaftliche Aktion mehr als 200 Hamburger Top-Prominente und Herzensmenschen gewonnen: Deren Portraits werden in einem Original Panini-Sammelalbum mit Stickern überklebt, auf denen die Teilnehmer/innen die obligatorischen Mund-Nasen-Schutzmasken tragen. Durch diese Idee ist das Panini-Album zugleich ein einmaliges Stück Zeitgeschichte.

Mit dem Verkauf wird dazu beigetragen, dass Hamburg auch nach der Corona-Krise kreativ, bunt und vielfältig ist, denn 100 Prozent des Gewinns fließen in die Kulturszene der Stadt.

 

Das Who is who der Stadt

 

Die #TEAM HAMBURG- Sticker werden in der legendären Panini-Fabrik in Modena gedruckt, gepackt und gemischt, wie alle anderen Panini-Sticker auch. Die Sammelleidenschaft wird wie folgt befriedigt: Die 200 Hamburgerinnen und Hamburger haben sich einmal mit und einmal ohne Maske fotografieren lassen. Wer ab heute, 26. Januar, ein Sammelheft für zwei Euro und möglichst viele Tütchen mit den Stickern (fünf Stück für 80 Cent) am Kiosk erwirbt, kann die Maskenbilder auf die maskenfreien Gesichter kleben. Und der Hinweis für die Experten: es gibt natürlich auch Glitzersticker!

Mit dabei ist das Who is who der Stadt: Vom Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher bis Udo Lindenberg, von Dieter Bohlen bis Jan Delay, von Caren Miosga bis Tim Mälzer, von Tobias Schlegl bis Sängerin Anna Depenbusch, vom HSV bis zum FC St. Pauli oder auch den Towers. Sogar Influencerin Caro Daur kann gesammelt werden. Dazu kommen noch 20 Sticker von Marken und Unternehmen der Stadt in der Rubrik „Wir sagen Danke“. Diese Firmen haben geholfen, die Druckkosten der Kollektion zu finanzieren, so dass der Gewinn ausschließlich der Kulturszene zufließen kann.

 

Tauschen?

 

Es wurden bereits Tauschbörsen eingerichtet: Auf Facebook existiert die Gruppe „Team Hamburg Panini“, aber auch auf anderen bekannten Online-Tauschbörsen, wie zum Beispiel Klebebildchen, ist die Serie gelistet.

Wer bald ein volles Album vorweisen kann, ist berechtigt damit an einem Gewinnspiel teilzunehmen – neben Sachpreisen gibt es hier auch Zugänge und Erlebnisse zu gewinnen, die sonst nicht so einfach zu haben sind. Viel Spaß beim Sammeln!

 


#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

Community Cola – 9 Zutaten, 1 Projekt

Die berühmte braune Brause wird zum Helfer: Zwei Hamburger fördern mit ihrem Getränke-Unternehmen soziale und kulturelle Projekte.

Interview: Erik Brandt-Höge
Beitragsfoto: Ronja Schwer

Jan van Schwamen und Hanns J. Röhl haben alles selbst zusammengerührt. Ein Jahr lang hat die Entwicklung ihrer Community Cola gedauert, bis der gewünschte Cola-Geschmacksmix aus neun zentralen Zutaten gefunden war. Einmal mit und einmal ohne Zucker gibt es ihre Limo nun, beide Varianten helfen. Mit dem Kauf einer Community Cola geht ein Fixbetrag an ein soziales oder kulturelles Projekt. Im Gespräch erklärt Jan, wie genau das funktioniert.

SZENE HAMBURG: Jan, inwiefern kann eine Cola-Marke für ein sozialeres Hamburg sorgen?

Jan van Schwamen: In dem ein fixer Betrag von jeder verkauften Flasche in ein bestimmtes Projekt fließt. Das ist unser Konzept: Jeder Konsument ist ein Unterstützer und Teil einer Community, die entscheidet, welches Projekt gefördert wird.

Wobei es nicht zwingend ein Getränk sein müsste, dass ihr für eure Idee nutzt, es könnte auch Schokolade, Seife oder Holzspielzeug sein, oder?

Klar. Die Cola ist nur ein Vehikel zum Community-Prinzip. Ich habe Lebensmittelwissenschaften studiert, und Cola war einfach schon sehr lange eine Herzensangelegenheit von mir. Daher diese Wahl.

 

„Es ranken sich viele Mythen um das Rezept von Coca-Cola“

 

Wie macht man denn eine eigene Cola?

Es ranken sich ja viele Mythen allein um das Rezept von Coca-Cola. Angeblich wissen das nur zwei Menschen auf der Welt, weshalb sie auch niemals im selben Flugzeug sitzen dürfen, denn bei einem Absturz wäre alles futsch. Das ist natürlich Schwachsinn, aber die Cola-Geschichten fand ich trotzdem immer spannend und wollte es irgendwann selbst mit einer Cola-Herstellung probieren.

Mit fair gehandelten Zutaten?

Genau. Der Zucker, den wir verwenden, ist beispielsweise Fairtrade-zertifiziert. Die Bauern und Gemeinschaften aus der Region, wo er herkommt, werden also von uns unterstützt. Ansonsten ist die wichtigste Komponente für eine Cola die Mischung aus Aromen, die den Geschmack geben. Sie besteht aus neun verschiedenen Früchten und Gewürzen, darunter Zitrus, Vanille, Zimt und Colanuss. Sie ist sozusagen das Herzstück unserer Cola, das wir über ein Jahr selber entwickelt haben.

Beim Verkauf der fertigen Brause konzentriert ihr euch nun auf die Gastronomie und ausgewählte Supermärkte. Im Café kostet eine Community Cola durchschnittlich 2,50 Euro, im Einzelhandel 99 Cent. Wie viel davon geht an soziale und kulturelle Projekte?

Pro Kasten geht ein Euro an das von der Community ausgewählte Projekt. Runtergerechnet auf die Flasche sind das 4,2 Cent. Klingt erst mal wenig, aber wenn man bedenkt, dass diverse Großhändler dazwischen geschaltet sind, auch Gastronomen mitverdienen und natürlich eine Mehrwertsteuer berechnet wird, ist das eine ganze Menge.

 

„Lokaler Wirkungskreis und gesellschaftlicher Zusammenhang“

 

Welche Kriterien müssen Projekte erfüllen, um gefördert werden zu können?

Zum einen müssen sie einen lokalen Wirkungskreis haben und sich zum anderen um einen gesellschaftlichen Zusammenhang kümmern.

Und wer darf Teil der Community sein?

Jeder, der das Gefühl hat, sich engagieren zu wollen. Er oder sie kann einfach auf unsere Website gehen und dabei sein. In Zukunft wollen wir auch WhatsApp nutzen, um die Community mit Infos zu versorgen. Umgekehrt freuen wir uns immer sehr, wenn wir Projektvorschläge aus der Community bekommen.

www.communitycola.com


Förderung

Die Community hat derzeit die Wahl zwischen den Projekten Chickpeace und MUT Academy, von denen das mit den meisten Stimmen gefördert wird.

Chickpeace

Eine Catering-Idee der besonderen Art: Geflüchtete Frauen bereiten Lieblingsspeisen aus ihren Heimatländern zu und machen damit Besucher kleiner und großer Veranstaltungen in und um Hamburg glücklich. Am Ende ist es eine Win-win-Situation: Neu-Hamburgerinnen werden wirtschaftliche Perspektiven geboten und den Catering- Kunden spannende Spezialitäten. Chickpeace gibt es seit 2016. Mit der Community-Cola-Förderung soll eine zweite Kochstelle finanziert werden.

www.chickpeace.de

MUT Academy

Ein Schulabschluss ist der Schlüssel zum beruflichen Erfolg, nur fällt er nicht jedem Schüler leicht. Die MUT Academy hilft Hamburger Schülern aus herausforderndem Umfeld einerseits bei eben diesem wichtigen Abschluss und zudem beim Berufsanschluss. In Seminaren und einem Mentoringprogramm werden Jugendlichen Chancen aufgezeigt, wird Wissen vermittelt und Selbstbewusstsein aufgebaut. Auch MUT benötigt 500 Euro, um einen Jugendlichen im MUT Camp zum Hauptschulabschluss zu begleiten.

www.mutacademy.de


Dieser Beitrag stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Januar 2019. Das Magazin ist seit dem 21. Dezember 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop und als ePaper erhältlich! 


#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories aus Hamburg folge uns auf Facebook und Instagram.


Lust auf mehr Stories aus Hamburg?