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Tolle Geschenkideen für Family und Friends

Eltern, Partner, Bruder, Schwester, Oma, Opa, Kinder, Freund oder Freundin – hier findet ihr die schönsten und kreativsten Geschenke für eure Liebsten.

Damit man dieses Jahr nicht schon wieder Socken, irgendein Buch oder praktische Haushaltshelfer verschenkt, kommen hier ein paar Geschenk-Ideen. Mehr Geschenke-Tipps finden sich im aktuellen SZENE HAMBURG Kauft ein, das im Onlineshop erhältlich ist.

Eltern: Wrenkhs Kochkurse

Ein Kochevent bei Wrenkhs Kochsalon in Altona-Nord.

Zusammen schnippeln, braten, kochen und genießen. Bei Wrenkhs kulinarischen Events kann die ganze Familie zusammenkommen und den Kochlöffel schwingen. Damit es auch jedem schmeckt, kann man vorher aus einem der acht Menüs wählen. Zum Beispiel gibt es „Warm&Cozy“, „Born Again“ oder das „Forever Young“. Wer an Silvester noch nichts geplant hat, kann die Sause in Wrenkhs Kochsalon verlegen und dort aufs neue Jahr anstoßen.

Kochevent bei Wrenkhs Kochsalon, ca. 800 Euro pro Team, Max-Brauer-Allee 251 (Altona-Nord)

Partner:in: Polaroid Kamera

Die Polaroid Kamera Fujifilm Instax Mini 8 gibt es u.a. bei Conrad in Ottensen.

Klick. Ein Foto ist mit dem Smartphone schnell geschossen, doch versauert dann meist auf der Speicherkarte. Viel schöner wäre es doch ausgedruckt auf Fotopapier. Mit einer Polaroid Kamera hält man die eingefangene Szenerie bereits nach wenigen Minuten voll entwickelt in den Händen. So kann man die schönsten Momente ganz einfach festhalten. Die Kamera gibt es von Fujifilm in fünf verschiedenen Bonbon-Farben und ist kinderleicht zu bedienen.

Fujifilm Instax Mini 8 Sofortbildkamera, ca. 80 Euro, zum Beispiel bei Saturn, diverse Märkte und online

Geschwister: Oldschool Fahrradklingel aus Kupfer

Die Oldschool Fahrradklingel aus Kupfer gibt es auch in Puschi Schmidtkes Radsalon in Winterhude.

Die Karen Bell Copper ist Japans liebste Fahrradklingel. Das klassische Design und die hohe Qualität von Material und Verarbeitung machen sie zu einem minimalistischen Accessoire für Fahrradliebhaber. Im Vergleich zu anderen Standardklingeln hat die Crane Bell einen angenehmen und trotzdem nicht zu überhörenden lauten Ton.

Karen Bell Copper, ca. 18 Euro, zum Beispiel bei Pushi Schmidtkes Radsalon, Dorotheenstraße 176 (Winterhude)

Großeltern: Der Original-Füller von ganz früher

Füller von Kaweco gibts bei Carl Dames (Foto: Carl Dames via Instagram)

Anfang des 20. Jahrhundert schon, genauer 1911, entstand mit dem Kaweco Sport etwas ganz Besonderes. Der stilvolle Taschenfüllhalter hat geschlossen nur eine Größe von 10,5 Zentimetern und passt damit ohne Probleme in Hemdtasche, Clutch oder Lederetui. Perfekt für Omas oder Opas, die immer noch gern Briefe schreiben – oder für die Unterschrift des nächsten Schecks gern das eigene Schreibgerät benutzen. Mit umgesteckter Kappe hat er eine bequeme Schreibgröße von 13 Zentimetern. Ein Allroundtalent mit waschechtem Nostalgie-Charakter.

Kaweco Füller, 20 Euro, zum Beispiel bei Carl Dames, Eppendorfer Landstraße 9 (Hoheluft)

Kinder: Obstgarten Brettspiel

Das Brettspiel von Haba gibt es beispielsweise über Otto Koch in Eppendorf.

Der Spieleklassiker von Haba mit leicht verständlichen Spielregeln ist geeignet für Kinder von drei bis sechs Jahren und stärkt das Wirgefühl der Kleinen. Gemeinsam ernten sie die Früchte – und müssen dabei schneller sein als der Rabe. Obstgarten ist ein liebevoll gestaltetes Brettspiel, das schon ganz junge Kinder verstehen: Nach dem Würfeln legen die Mitspieler eine farblich passende Frucht in ihre Körbe, das schult das erste Erkennen und Zuordnen von Farben. Zeigt der Würfel jedoch den Raben, wird eines von neun Raben-Puzzleteilen auf den Spielplan gelegt. Schaffen es die Kinder das Obst zu ernten, bevor das Rabenpuzzle komplett ist, haben sie gemeinsam gewonnen.

Obstgarten, 30 Euro, z. B. über Otto F.K. Koch, Eppendorfer Landstraße 104 (Eppendorf)

Freunde: Porzellan Fräulein

Eigene Keramik gestalten bei Porzellan Fräulein in Winterhude.

Die Freunde haben nur ödes Geschirr im Schrank? Frischen Wind bringt Porzellan Fräulein. Denn in ihrem Atelier in Winterhude kann man vom Frühstücksteller bis zur Butterdose alles aus Keramik individuell gestalten. Erst vorzeichnen, bemalen und zum Schluss brennen. Nach einer Woche darf das eigene Schmuckstück mit nach Hause genommen werden. Für alle, die selber nicht zeichnen können, gibt es eine Vielzahl an Schablonen. Damit fällt die Gestaltung ganz leicht. Also genau das richtige Geschenk für eine Freundin oder einen Freund, um einen Nachmittag lang dem Hamburger Schietwetter zu entkommen.

Porzellan Fräulein, Keramik gestalten ab 16 Euro, Preystraße 8 (Winterhude), vorher unbedingt reservieren

Stammtisch: Ratsherren

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Gutes Bier, gibts von Ratsherren, Foto: Altes Mädchen

Hamburg ist Bierstadt. Das war immer so und wird auch so bleiben. Seit ein paar Jahren gibt es auch immer mehr Brauereien in Hamburg, die richtig gutes Bier brauen. Eine davon ist Ratsherren. Mit ihren Braukesseln in den Schanzenhöfen und dem Alten Mädchen als Braugasthaus sind sie eine Anlaufstelle für alle Fans des hopfenhaltigen Kaltgetränks. Besonderes Highlight: Die Brauereiführungen. In 65 oder 105 Minuten erfährt man hier alles Wissenswerte über den Brauprozess und es gibt natürlich auch noch etwas zum Probieren.

Ratsherren, Brauereiführung ab Keramik gestalten ab ca. 20 Euro, Lagerstraße 30a (Sternschanze)

Verwandtschaft aus dem Süden: Ein Fischbrötchen-Dinner

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Das Underdocks auf St. Pauli (Foto: David Strüning)

Wer in Hamburg wurde nicht schonmal Fischkopp genannt? Wahrscheinlich fast jeder. Grund genug zu beweisen, dass das nicht nur eine schlechte Beleidigung ist, sondern das Hamburg Fisch richtig gut kann. Nicht nur gibt es hier viel frische Ware zu kaufen, genauso bekommt man hier die besten Fischbrötchen. Unser Tipp: Das Underdocks. Hier gibts das Fischbrötchen ganz neu interpretiert.

Underdocks, Fischbrötchen im neuen Stil ab ca. 10 Euro, Neuer Kamp 13 (St. Pauli)

Mama: Blumen

In Hamburg gibts viele schöne Blumenläden

Es ist ein Klischee: der Mutter Blumen schenken. Aber wer freut sich nicht über einen frischen bunten Strauß fürs Wohnzimmer? Deswegen liegt das Klischee auch voll im Trend. Egal ob Muttertag, Geburtstag oder einfach so, Blumen gehen immer – oft übrigens auch für Väter. In Hamburg gibt es unzählige kleine feine Blumenläden. Stadtweit bekannt ist sicherlich Tessa Petzold, die sich die Blumentochter nennt.

Blumentochter, Blumen für jeden Anlass, verschiedenen Standorte

Papa: Verwöhnen bei Man‘s Needs

Regional, nachhaltig und von Männer für Männer, das ist Men’s Needs (Foto: Men’s Needs)
Regional, nachhaltig und von Männern für Männer, das ist Men’s Needs (Foto: Men’s Needs)

„Lass das mal den Papa machen“, sagte schon Stromberg. Auch wenn nicht alles was der nicht gerade sympathische Chef in der Erfolgsserie sagt richtig ist, so hat dieser Satz einen wahren Kern: Papa soll es sich gut gehen lassen. Eine Möglichkeit, das zu tun ist Man‘s Needs. Der Laden in der Innenstadt hat nicht nur viele Produkte, die man Papa schenken kann, hier gibt es auch Whisky-Tastings oder Gourmet Abende zum es sich gut gehen lassen.

Men‘s Needs, Tastings und Gourmet Abende ab 70 Euro pro Person, Valentinskamp 18 (Neustadt)


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Lust auf mehr Geschichten aus Hamburg?

Top-Liste: Zehn Bücher zum Lesen und Verschenken

Weihnachten steht vor der Tür und draußen ist es nass, kalt und dunkel, Zeit für ein richtig gutes Buch. Die Redaktion hat in ihren Lieblingsbuchläden nachgefragt und neun Bücher zum Verschenken und gemütlichen Schmökern gefunden – dazu gibt es einen Tipp vom Literaturexperten der SZENE HAMBURG

Text: Felix Willeke & Rosa Krohn

 

Empfohlen von der Buchhandlung Ida von Behr (Foto: Kein & Aber Verlag)

Empfohlen von der Buchhandlung Ida von Behr (Foto: Kein & Aber Verlag)

Buchhandlung Ida von Behr (Volksdorf):

„Wo der Wolf lauert“ von Ayelet Gundar-Goshen

 

„Das Buch haben fast alle Kolleginnen gerne gelesen. Es dreht sich um eine israelische Familie, die aus dem Land vor dem Terror flieht und in die USA nach Kaliforniern geht. Dort arbeitet der Vater in der IT-Branche, die Mutter ehrenamtlich. Als an der High School des Sohnes bei einer Party ein schwarzer Mitschüler ermordet wird, entspinnt sich die Geschichte weiter. Auch der Sohn wird verdächtigt und als Leser:in kommt man ins Nachdenken.“

Ayelet Gundar-Goshen: „Wo der Wolf lauert“, Kein & Aber Verlag, 352 Seiten, 25 Euro

 

Empfohlen vom Büchereck Niendorf (Foto: Hanser Verlag)

Empfohlen vom Büchereck Niendorf (Foto: Hanser Verlag)

Büchereck Niendorf:

„Die Verteidigung“ von Fridolin Schley

 

„‚Die Verteidigung’ von Fridolin Schley ist ein unheimlich spannender Roman mit einer großartigen Mischung aus historisch interessanten Fakten und einer besonders persönlichen Art der Schilderung der Perspektive der Hauptperson. Das Buch dreht sich um den Prozess gegen Ernst von Weizsäcker, der bei den Nürnberger Prozessen angeklagt war. Erzählt wird der Roman dabei aus Sicht seines Sohnes: Dem späteren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Dieser war zur Zeit des Prozesses Jurastudent und als solcher im Team der Verteidigung mit dabei.“

Fridolin Schley: „Die Verteidigung“, Hanser Verlag, 272 Seiten, 24 Euro

 

Empfohlen von Ulrich Hoffmann (Foto: Suhrkamp Verlag)

Empfohlen von Ulrich Hoffmann (Foto: Suhrkamp Verlag)

Buchhandlung Ulrich Hoffmann (Barmbek):

„Ritchie Girl“ von Andreas Pflüger

 

„In diesem Buch geht es um Paula Bloom, eine immigrierte Deutsche, die 1946 nach dem Krieg, als amerikanische Besatzungsoffizierin nach Deutschland zurückkehrt. In Frankfurt arbeitet sie fortan für die Amerikaner. Das Buch zeigt auf, wie viele NS-Schergen wieder in offizielle Ämter eingesetzt wurden. Dabei ist ‚Ritchie Girl‘ wie ein Kriminalroman geschrieben und geht dabei wirklich unter die Haut.“

Andreas Pflüger: „Ritchie Girl“, Suhrkamp Verlag, 464 Seiten, 24 Euro

 

Empfohlen vom Buchladen Osterstraße (Foto: Mare Verlag)

Empfohlen vom Buchladen Osterstraße (Foto: Mare Verlag)

Buchladen Osterstraße (Eimsbüttel):

„Gesammelte Werke“ von Lydia Sandgren

 

„Ein Buch über Freundschaft, Familie, Liebe und Kunst. Den Verleger Martin Berg und den Künstler Gustav Becker verbindet eben diese sehr tiefe Freundschaft. Sie reisen durch Paris, Berlin, Göteborg und Stockholm, immer auch auf den Spuren ihrer großen Vorbilder. Während Berg an seinem Romanprojekt verzweifelt, ist Becker ein gefeierter Künstler. Eine tolle Kombination aus Literatur, Kunst und den persönlichen Geschichten. Insgesamt ein spannendes Buch, das einen in seinen Bann zieht.“

Lydia Sandgren: „Gesammelte Werke“, Mare Verlag, 880 Seiten, 28 Euro

 

 

Empfohlen von der Buchhandlung am Mühlenkamp (Foto: Rowohlt)

Empfohlen von der Buchhandlung am Mühlenkamp (Foto: Rowohlt)

Buchhandlung am Mühlenkamp (Winterhude):

„Crossroads“ von Jonathan Franzen

 

„Dieser groß angelegte Familienroman spielt Anfang der 1970er Jahre in einer heilen amerikanischen Welt und zeigt dabei trotzdem die wahnsinnigen Abgründe dieser Welt auf. Das Buch ist unfassbar gut geschrieben. Jonathan Franzen ist schon über Jahre ein etablierter, großartiger Autor – mit „Crossroads“ hat er sich noch einmal selbst übertroffen.“

Jonathan Franzen: „Crossroads“, Rowohlt Verlag, 832 Seiten, 28 Euro

 

Empfohlen von der Buchhandlung Samtleben (Foto: Aufbau Verlag)

Empfohlen von der Buchhandlung Samtleben (Foto: Aufbau Verlag)

Buchhandlung Samtleben (Uhlenhorst):

„Hast du uns endlich gefunden“ von Edgar Selge

 

„Zuerst denkt man: ‚Oh nein, nicht schon wieder ein Schauspieler, der meint, seine Biografie veröffentlichen zu müssen.’ Aber beim Lesen wird schnell klar, dass Selges literarisches Debüt eine unglaubliche Tiefe hat. Dabei vermischt er biografisches – wie die Arbeit seines Vaters als Gefängniswärter – mit fiktiven Elementen auf eine sehr berührende und dramatische Art und Weise. Ein sehr lesenswertes Buch.“

Edgar Selge: „Hast du uns endlich gefunden“, Rowohlt Verlag, 304 Seiten, 24 Euro

 

 

Empfohlen von der Buchhandlung Felix Jud (Foto: Verlag Galiani Berlin)

Empfohlen von der Buchhandlung Felix Jud (Foto: Verlag Galiani Berlin)

Buchhandlung Felix Jud (Neustadt):

„Sein oder Nichtsein“ von Klaus Pohl

 

„Dieses Buch beschreibt eine Theaterinszenierung. Um genau zu sein, die Inszenierung von Hamlet von Peter Zadek in Straßburg aus dem Jahr 1999. Pohl war dabei selbst Teil der Inszenierung. Bei der Erzählung steht das Innenleben des Theaters stellvertretend für den Irrsinn des täglichen Daseins. Ein unglaublich amüsantes Buch, das gleichzeitig spannend ist und nie langweilig wird.“

Klaus Pohl: „Sein oder Nichtsein“, Verlag Galiani Berlin , 288 Seiten, 23 Euro

 

 

Empfohlen von Strips & Stories (Foto: Edition Moderne)

Empfohlen von Strips & Stories (Foto: Edition Moderne)

Strips & Stories (St. Pauli):

„Anna“ von Mia Oberländer

 

„Diese Graphic Novel spielt in der süddeutschen Provinz und dreht sich um drei Generationen. Die in Hamburg lebende Mia Oberländer hat ihr Buch wunderbar gezeichnet. ‚Anna‘ ist Oberländers Bachelorarbeit und wurde gleich mit einem der bedeutendsten Preise, dem Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung, ausgezeichnet. Was mir besonders gut gefällt: Sie transportiert ganz viel Inhalt über die eindrucksvolle Bildsprache. Darüber hinaus ist das Buch komplex erzählt und macht nachdenklich. Oberländer setzt sich insbesondere mit Stereotypen und Geschlechterrollen in der süddeutschen Provinz auseinander.“

Mia Oberländer: „Anna“, Edition Moderne, 220 Seiten, 25 Euro

 

Empfohlen von der Buchhandlung Lüdemann (Foto: Aufbau Verlag)

Empfohlen von der Buchhandlung Lüdemann (Foto: Aufbau Verlag)

Buchhandlung Lüdemann (Wilhelmsburg):

„Was fehlt Dir“ von Sigrid Nunez

 

„Abschied und Tod sind keine leichten Themen. Mit ihrem im Sommer erschienenen Roman schafft es Sigrid Nunez jedoch, diese hoffnungslos heiter und ganz leicht zu behandeln. Die Autorin selbst ist eine spannende Person mit einer bewegenden Lebensgeschichte. ‚Was fehlt dir‘ ist ein autobiografischer und philosophischer Kurzroman und handelt von der Begleitung einer Person, die sich dazu entschieden hat, sterben zu wollen. Ein Buch, das sehr leicht zu lesen ist und noch lange nachhallt.“

Sigrid Nunez: „Was fehlt dir“, Aufbau Verlag, 222 Seiten, 20 Euro

 

Empfohlen Ulrich Thiele (Foto: Kiepenheuer & Witsch)

Empfohlen von Ulrich Thiele (Foto: Kiepenheuer & Witsch)

Ulrich Thiele, Ressortleiter Literatur der SZENE HAMBURG:

„Wie alles begann und wer dabei umkam“ von Simon Urban

 

„Schon als Kind nimmt der Anti-Held in Simon Urbans grandios bösem Schelmenroman das Recht in die eigene Hand – und verurteilt seine tyrannische Großmutter in Abwesenheit zum Tode. Berufung nicht möglich. Sein Jurastudium bricht er mit einem Paukenschlag ab und begibt er sich auf Weltreise für ein ‚Studium der Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit in Theorie und Praxis‘ und entwirft ein universelles Rechtssystem, in dem auch Kategorien wie Rache und die Todesstrafe Platz bekommen. Es macht verdammt viel diebischen Spaß, die Entwicklungsgeschichte dieses soziopathischen, außermoralischen Charakters über wirklich niemals langweilige 500 Seiten zu begleiten. Warum? Die Antwort hat der Autor im Interview mit SZENE HAMBURG selbst auf den Punkt gebracht: Die große Möglichkeit der Literatur sei es‚ sich ‚in menschliche Köpfe und Denkräume vorzutasten, die uns normalerweise nicht zugänglich sind.‘ Urbans Gesellschaftssatire gelingt es mit ruchloser Bravour Bereicherung, Erkenntnis, Perspektivwechsel, Spaß am Zynismus und der Verdorbenheit eines Charakters zu vereinen.“

Simon Urban: „Wie alles begann und wer dabei umkam“, Kiepenheuer & Witsch, 544 Seiten, 24 Euro


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Weihnachtsmannwerk: Ein Santa via Zoom

Thilo Tamme ist der Gründer vom Weihnachtsmannwerk. Dort arbeiten Studenten, die als Weihnachtsmänner gebucht werden können. In diesem Jahr zögern viele jedoch mit einer Bestellung – weshalb Tamme alternativ einen Online-Weihnachtsmann anbietet

Interview: Erik Brandt-Höge

 

SZENE HAMBURG: Thilo, wie ist die aktuelle Auftragslage für Vor-Ort-Weihnachtsmänner in Hamburg?

Thilo Tamme: Schlecht. Sehr schlecht sogar. Seit Anfang November, wenn es normalerweise richtig losgeht mit den Aufträgen, haben wir kaum Bestellungen reinbekommen.

Was bedeutet das in Zahlen?

Dass wir ungefähr 60 Prozent weniger Buchungen haben als in den Vorjahren – und das trotz eines guten Hygienekonzepts.

Was beinhaltet das Konzept?

Natürlich den nötigen Abstand, auch Handschuhe, die regelmäßig gewechselt werden. Und jeder Weihnachtsmann muss die Corona-Warn-App installiert haben und 14 Tage ein niedriges Risiko nachweisen können.

Ich kann das Zögern der Familien aber natürlich verstehen. Sie wollen erst mal schauen, wie sich die Situation entwickelt. Sie können ja noch bis zum 20. Dezember buchen. Und wenn sie sich aus bestimmten Gründen dagegen entscheiden, einen Weihnachtsmann einzuladen, bieten wir erstmals auch einen Online-Weihnachtsmann an.

 

„Zeig mal den Nordpol!“

 

Der ist laut Firmen-Homepage vergleichsweise günstig. Während der Vor-Ort-Weihnachtsmann ab 99 Euro zu haben ist, kriegt man den Online-Weihnachtsmann bereits ab 29 Euro.

Genau. Und wie beim normalen Weihnachtsmann gibt es auch für den Online-Weihnachtsmann drei Buchungsoptionen. Es gibt den Zoom-Weihnachtsmann, der 69 Euro kostet. Er kann mit den Kindern direkt interagieren. Der Video-Weihnachtsmann, der in einer umfassenden Botschaft direkt auf die Kinder eingeht, kostet 49 Euro. Und das günstigste Paket, ein Online-Weihnachtsmann mit einer kurzen Grußbotschaft, ist für 29 Euro erhältlich.

Sind die Online-Weihnachtsmänner eigentlich auf alle Eventualitäten vorbereitet? Zum Beispiel, wenn Kinder fordern: „Zeig mal den Nordpol!“

Ja. Grundsätzlich sind alle unsere Weihnachtsmänner geschult. Ich kenne auch alle persönlich, es werden also keine komplett Fremden losgeschickt. Und wenn Kinder den Nordpol oder Rentiere sehen wollen, haben wir verschiedene Hintergründe, die wir einfügen können.

Wird die Pandemie vom Online-Weihnachtsmann auch angesprochen?

Ja. Er wird dann so etwas sagen wie: „Ihr habt bestimmt mitbekommen, was da draußen los ist und warum ich in diesem Jahr nicht persönlich vorbeischauen kann.“

Abschließend auch bezüglich des Online-Weihnachtsmanns die Frage: Wie wird das Angebot angenommen?

Wir haben Buchungen für alle Online-Weihnachtsmann-Optionen. Zudem ist der Online-Weihnachtsmann ein Back-up für uns. Angenommen, es kommt ein kompletter Lockdown, können wir den Familien, die einen Vor-Ort-Weihnachtsmann gebucht haben, diese Alternative anbieten.


Cover_Szene_Hamburg_Dezember_2020 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Dezember 2020. Das Magazin ist seit dem 28. November 2020 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

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Weihnachten: 10 Geschenkideen aus Hamburg

Alles aus Hamburg! Ganz hanseatisch: Nützliches in schönem Design

SZENE HAMBURG hat kleine und große Weihnachtsgeschenke für den kleinen und großen Geldbeutel zusammengesucht. Ganz nach dem Motto „shop local“ kommen alle Produkte von Hamburger Marken und Shops. Durch den Kauf folgender Produkte wird der lokale Einzelhandel unterstützt:

 

  1. Ob Tea- oder Cocktail-Time – mit dem wird auf jeden Fall stilsicher serviert. (Preis auf Anfrage)

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Clic im Stilwerk
Große Elbstraße 68 (Altona-Altstadt)

 

2. Knallbunte Schlüsselanhänger von dekoop gibt es im Onlineshop oder im Ladenbüro auf der Kleinen Freiheit zu kaufen. (9,90 Euro)

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dekoop
Kleine Freiheit 1 (St. Pauli)

 

3. Mit der Designerlampe „Trulla“ geht auch in den eigenen vier Wänden die Sonne auf. (349 Euro)

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clavo-design.de

 

4. „Gossip“ ist ein Stuhl von moij design aus Formholz – perfekt zum entspannten Zurücklehnen. (498 Euro)

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moijdesign.de

 

5. Wie praktisch: Geschirrtücher mit aufgedruckten Rezepten gibt es bei Frohstoff. (15,60 Euro)

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Frohstoff
Wexstraße 38 (Neustadt)

 

6. Die Schalen in Origami-Optik von moij design liegen voll im Trend. (14 Euro)

 

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moijdesign.de

 

7. Der minimalistisch kreierte Kerzenständer passt zu jedem Einrichtungsstil. (79 Euro)

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hauszeitdesign.de

 

8. Wie elegant Tonkunst aus Hamburg sein kann, zeigt die Kollektion von tovaa. Das Geschirr wird direkt aus der Werkstatt heraus verkauft. (13 Euro)

 

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tovaa
Bernstorffstraße 133 (Altona)

 

9. „All Natural“ verspricht die Marke „Stop the Water While Using Me!“. Die flüssige Seife gibt es in verschiedenen Varianten. (10,90 Euro)

 

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Kauf Dich Glücklich
Schulterblatt 18 (Sternschanze)

 

10. Süßes T-Shirt: In der B-LAGE gibt es Franzbrötchen-Patches zum Aufnähen auf diverse Kleidungsstücke. Ziem(t)lich cool! (7,90 Euro)

 

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B-LAGE
Kampstraße 11 (Sternschanze)


https://szene-hamburg.com/wp-content/uploads/2020/07/Cover-Living-Guide-2020.jpg SZENE HAMBURG WOHNEN+LEBEN 2020. Das Magazin ist seit dem 31. Juli 2020 im Handel und auch im Online Shop erhältlich! 

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Jimmy Blum: „Bunt ist es am schönsten!“

Jimmy Blum liebt am meisten die Farbe Lila, ist sich aber darüber bewusst, dass diese Farbe alleine kein Umsatzbringer wäre. Deshalb setzt er auf bunt.

Interview: Frank Sill

 

Wenn man bei Jimmy in das Geschäft kommt, weiß man erst einmal gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. JIMMY Hamburg bedeutet ausgiebig Stöbern in einem bunten Mix von aktuellen Designs. Mode, Schuhe, Weine, Spirituosen, Schmuck, Geschirr aus Italien und einiges mehr präsentiert sich dicht an dicht in den Regalen.

Man muss aber keine Sorge haben, den Überblick zu verlieren, denn Jimmy unterstützt mit seiner sehr charmanten Art jede und jeden, das Richtige für sich oder seine Lieben als Geschenk zu finden. Jimmy verkauft nicht nur, sondern produziert zum Beispiel seine custom-made-Schuhe mit einer kleinen italienischen Manufaktur und pflegt sehr enge und faire Beziehungen mit seinen Herstellern und Lieferanten.

 

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Egal, ob Mode, Schuhe, Weine, Spiritousen, Schmuck und vieles mehr, es lohnt sich, bei JIMMY in Ruhe zu stöbern (Foto: SZENE HAMBURG)

 

Lieber Jimmy, erkläre uns doch zu Anfang einmal das Konzept von JIMMY Hamburg.

JIMMY Hamburg ist der klassische Concept Store, wie man sich ihn eigentlich vorstellt. Ich habe hier alles, was mir auf meinen Reisen durch die Welt begegnet ist und mir gefällt.

Was ist das denn genau?

Ich biete Schuhe und Taschen, die ich selber produziere, an. Darüber hinaus verkaufe ich eine eigene Strickkollektion und auch eine Geschirrserie. Da ich ja halb in Italien wohne, bringe ich auch viele italienische Weine mit, der hier sehr gerne gekauft wird. Ebenso habe ich handgemachten Schmuck, zum Beispiel von meiner lieben Freundin Lisa aus Österreich. Eben einfach alles, was schön ist.

Du sagtest gerade, alles was schön ist, was sind denn deine Kriterien, nach denen du das beurteilst und deine Produkte und Mode aussuchst? Muss alles dir gefallen?

Dann wäre ich schon pleite. Meine Lieblingsfarbe ist Lila und die trägt sonst kaum ein anderer Mensch. Irgendwo habe ich auch immer etwas mit dieser Farbe an. Ich schaue mich natürlich überall nach den aktuellen Trends um und bin quasi auch mein eigener Fashion Scout und so entdecke ich auch die Produzenten.

Gehst du auch auf die üblichen Mode- und Trendmessen oder läufst durch die Innenstädte und lässt dich durch die Menschen auf der Straße oder Schaufenster inspirieren?

Ich gehe auch auf Messen, aber ehrlicherweise ist mir das häufig zu spießig dort. Da ich fast alle meine Produkte selber produziere, hole ich mir auf den Messen die eine oder andere Trendidee. Und ich reise in die Trendmetropolen auf der ganzen Welt und schaue mich um, was dort von den Hipstern getragen wird. Reisen ist Corona-bedingt gerade etwas schwieriger, aber Ideen habe ich zum Glück noch genug.

 

Nachhaltige Produktion

 

Du hattest es schon erwähnt, dass du unter anderem eine eigene Schuhkollektion hast, die sehr ausgefallen ist. Was ist das Besondere an deiner Schuhkollektion?

Meine Kollektion ist durchaus ausgefallen, aber man kann auch einen schlichten schwarzen Schuh bekommen. Das Besondere ist, dass ich sehr nachhaltig produziere. Ich produziere in einer kleinen Schuhmanufaktur in Umbrien und meine verwendeten Leder sind nahezu ausschließlich organisch gegerbt, also ohne Chemie hergestellt.

Alle Schuhe sind handgemacht und man kann sich den Schuh selber zusammenstellen. Du kannst dir die Farbe der Sohle und des Obermaterials aussuchen und dann dauert es bummelige drei Wochen und dann hast du deinen individuellen Schuh am Fuß.

 

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Nachhaltig in Italien produziert: Die Schuhe bei JIMMY Hamburg (Foto: SZENE HAMBURG)

 

Hattest du eigentlich schon immer so eine innige Beziehung zu Mode und den schönen Dingen des Lebens? Wurde es dir quasi in die Wiege gelegt?

Also in die Wiege wurde es mir nicht gelegt, ich habe es mir selber angeeignet. Als Schüler mit 15 Jahren habe ich angefangen, in einem Jeansladen in meiner Heimatstadt Lüneburg zu jobben. Nach der zwölften Klasse habe ich meine Schullaufbahn abgebrochen und habe eine Ausbildung zum Industriekaufmann begonnen. Das war aber so überhaupt nicht meins, dass ich das tatsächlich nach vier Woche schon wieder beendet habe.

Nebenbei hatte ich allerdings immer noch in dem Jeansladen weitergearbeitet und die haben mir eine Ausbildung angeboten und meinten, dass ich danach ja auch noch studieren könnte. Somit habe ich dann meine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann gemacht und dann Textilbetriebswirtschaft studiert.

 

Großstadtdschungel und Remmidemmi

 

Woher kommt deine innige Beziehung zu Italien?

Dort versuche ich den Großstadtdschungel und Remmidemmi, den ich hier in Hamburg habe, in unserem kleinen Bergdorf auszugleichen. Dadurch habe ich eben dann auch die ganzen kleinen Manufakturen und Produzenten, mit denen ich heute zusammenarbeite, kennengelernt.

Du produzierst deine eigenen Waren dann also alle in Italien?

Stimmt. Meine Kollektionen werden nachhaltig und fair für alle Beteiligten in Italien produziert und ich habe zu allen Produzenten einen sehr persönlichen Kontakt.

Die Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft. Wo stöberst du gerne hier in der Schanze mal anderweitig herum?

Das ist ja das Schöne, dass wir hier in der Schanze kein Konkurrenzdenken haben, sondern wir sind alle Nachbarn und Partner. Wir haben schon vor Corona gemeinsam Schanzen-Hopping ins Leben gerufen, um uns gegenseitig zu supporten und zu empfehlen. Meine erste Anlaufstelle sind immer die Wohngeschwister.

 

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Viele kleine Geschenke zu Weihnachten warten bei JIMMY Hamburg in den Regalen (Foto: SZENE HAMBURG)

 

Worauf freust du dich am meisten in der Weihnachtszeit?

Natürlich aufs Weihnachtsgeschäft. Ich freue mich, dass meine Produkte so gut ankommen, dass sie unter dem Weihnachtsbaum landen. Und ich verspreche, dass sich für jedes Budget eine schöne und persönliche Geschenkidee bei mir im Geschäft findet.

Was kommt bei euch Heiligabend auf den Tisch? Habt ihr da ein Ritual?

Egal, wo wir sind, es gibt Gans bei uns. Selbst wenn wir in Italien sind, bringe ich meine Gans aus Hamburg mit. Das muss einfach sein.

JIMMY Hamburg
Schanzenstraße 5


SZENE HAMBURG KAUFT EIN 2020 SZENE HAMBURG KAUFT EIN!, Dezember 2020. Das Magazin ist seit dem 19. November 2020 im Handel und auch im Online Shop erhältlich! 

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O Alsterbaum: Die Tradition am Jungfernstieg

Wenn die Alsterfontäne ab- und die Alstertanne aufgestellt wird, heißt das: Weihnachten ist nicht mehr weit.

Text: Marie Filine Abel

 

Seit 1994 läutet die Sehenswürdigkeit Ende November die Adventszeit in Hamburg ein. Doch woher kommt die Tanne überhaupt? Mittlerweile kümmern sich das Bezirksamt Mitte und die Senatskanzlei um die Beschaffung der Alstertanne, davor lag diese Tradition lange Zeit in der Verantwortung der Stiftung Binnenalster.

Dieses Jahr kommt die circa 14 Meter hohe Nordmanntanne von dem rund 25 Kilometer entfernten Hof Oelkers in Klauenburg. Der Baum ist um die 30 Jahre alt und wurde vom bereits verstorbenen Hofbesitzer Joachim Oelkers eigens gepflanzt. Enkelin Angela führt die Familientradition weiter und war beim Fällen dabei, bevor die Tanne am 25. November per Schwertransport abgeholt wurde. Drei Tage später wurde sie mithilfe eines Krans am Jungfernstieg geschmückt, danach auf dem Ponton aufgestellt und anschließend auf die Mitte der Binnenalster gezogen.

Am 28. November, pünktlich um 16.30 Uhr fällt der Startschuss und die 775 Glühbirnen strahlen in die Stadt hinein – betrieben wird das Ganze übrigens mit 100 Prozent Ökostrom. Ist die besinnliche Weihnachtszeit wieder vorüber, wird die Alstertanne ordnungsgemäß in die Grünverwertung gebracht.

Hof Oelkers in Klauenburg (Gemeinde Wenzendorf)


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Dezember 2019. Das Magazin ist seit dem 29. November 2019 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Lust auf mehr Geschichten aus Hamburg?

Straßenblues: Schenken mit Sinn

Menschen mit und ohne Obdach feiern gemeinsam Weihnachten

Text: Marie Filine Abel

 

Bereits zum fünften Mal feiern im Dezember jeweils rund 50 Hamburger mit und ohne Obdach gemeinsam ein Weihnachtsfest, das von „StrassenBLUES e.V.“ organisiert wird. Das Team des gemeinnützigen Vereins trifft und filmt im Vorfeld Wohnungs- und Obdachlose in Sozialeinrichtungen und fragt nach ihren Weihnachtswünschen.

Meist wird zum Beispiel eine warme Jacke, ein Kofferradio oder ein Schlafsack gebraucht. Oder auch eine Fahrkarte, um die Liebsten zu besuchen, die sie vielleicht seit Jahren nicht gesehen haben. Die Videoporträts der Obdachlosen werden anschließend auf der „StrassenBLUES“-Website und den Social-Media-Kanälen veröffentlicht.

 

Begegnungen an einem Tisch

 

Jeder, der möchte kann sich einem der Wünsche annehmen und verschenken – bei einem gemeinsamen Weihnachtsfest mit Kaffee, Kuchen und Live-Musik. Denn neben der Notwendigkeit eines warmen Schlafsacks, der gewünscht wird, geht es auch um Begegnungen, um Austausch zusammen an einem Tisch.

Hinter „StrassenBLUES“ steckt vor allem Gründer und Filmemacher Nikolas Migut. Als er im Jahre 2012 eine NDR-Dokumentation in einer Berliner Bahnhofsmission am Zoo drehte, lernte er den Obdachlosen Alex kennen. Nikolas ist von ihm so fasziniert, dass er mit ihm eine Nacht lang durch Berlin zieht und aus dem dabei entstandenen Material die Doku „Alex – Halbes Vertrauen“ schneidet.

Doch Alex lässt ihn nicht los und er macht sich 2014 gemeinsam mit seiner Frau Milena und seiner kleinen Tochter Maja auf die Suche. Alex lebte zu dem Zeitpunkt nach zehn Jahren auf der Straße erstmals wieder in einer Sozialwohnung in Neumünster. Das Wiedersehen im Januar 2015 lieferte das Material für Nikolas Miguts halbstündige Dokumentation „Straßenblues“.

 

 

Die Dokumentation war der Auftakt für die Gründung des gemeinnützigen Vereins, der sich mit unterschiedlichen Aktionen darum kümmert, Menschen ohne Obdach in die Gesellschaft einzubinden. Für das Engagement wurde „StraßenBLUES“ bereits mehrfach unter anderem mit dem Deutschen Integrationspreis ausgezeichnet.

15.12.19, 15 Uhr

strassenweihnachtswunsch.de und strassen-blues.de


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Dezember 2019. Das Magazin ist seit dem 29. November 2019 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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