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Rindchen schlemmt – Der Freischwimmer in Eimsbüttel

Kegeln, Kickern, Kulinarik – Für unseren Kolumnisten Gerd Rindchen ist das Eimsbüttler Restaurant Freischwimmer ein Garant für gelungene Abende.

Unlängst meinte ein Kollege, dass wir im Betrieb mal wieder was für die Stimmung untereinander tun könnten und schlug vor, kegeln zu gehen. Gesagt, getan, und so landeten wir mit ein paar Leuten im Freischwimmer – ein Lokal, das ich schon etwas länger kenne, aber bislang nur als attraktive Adresse, um gut und zu angemessenen Preisen zu essen. Clemens, den betagten Wirt, kenne ich auch schon etwas länger: Seine Frage „Moin Gerd, wohnst du noch in der Jarrestadt?“ musste ich wahrheitsgemäß mit „Nee, da bin ich 1987 weggezogen“ beantworten. Nun gut, man wird nicht jünger. Gut gegessen haben wir dann auch erst mal – die Küche wartet mit spannenden und abwechslungsreichen Dreigangmenüs à  36,90 Euro auf, wie beispielsweise Krustentier-Krapfen auf Ratatouille mit Orangen-Safran-Dip vorweg, gefüllte Maispoularde mit Waldpilzfüllung im Ibericomantel, Risotto mit grünem Spargel und Thymianjus als Hauptgang und Apfel-Crumble mit Vanillesauce & Vanilleeis als Dessert. Gute Hauptgerichte (Wiener Backhendl!) stehen aber auch schon für 15 bis ca. 24 Euro auf der Karte und für um die 20 Euro pro Flasche gibt es schon ein gerüttelt Maß recht anständige Weine. Bedeutenden Wein (Schiefersteil Riesling von Markus Molitor) gibt es für 30,50 Euro. Zum Eigentlichen: Unter dem Lokal befindet sich eine bezaubernd altmodische Doppelkegelbahn sowie ein klassischer Kneipenkicker. Für den höchst moderaten Obolus von 30 Euro pro Stunde können sich hier Gruppen von, sagen wir mal,  8-12 Menschen einmieten und possierliche Stunden verbringen, also beispielsweise 2 x 3 Leute kegeln und vier kickern – der Kicker ist netterweise im Stundenpreis enthalten. Wir waren jedenfalls nicht das letzte Mal zu diesem Behufe hier – beim Freischwimmer passt einfach alles.

Text: Gerd Rindchen

Freischwimmer: Fruchtallee 1 (Eimsbüttel), Telefon 41 45 99 80, Mo-Sa ab 17 Uhr; www.freischwimmer-hamburg.de


Gerd Rindchen im Rindchen's Weinkontor. Foto:

Gerd Rindchen im Rindchen’s Weinkontor.

Gerd Rindchen ist Gründer von Rindchen’s Weinkontor. Seit 25 Jahren verkostet er Weine nach dem Prinzip „Bestes Preis-Genuss-Verhältnis“. In der SZENE HAMBURG wendet er dieses Prinzip jeden Monat auch auf die Küchen dieser Stadt an.

 

 

 


 Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG, April 2018. Das Magazin ist seit dem 29. März 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

 

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Moin MOIN – Hamburgs jüngster Elektroklub

Hamburg hat einen neuen Club für elektronische Musik. Anfang März hat in der Friedrichstraße das MOIN eröffnet.

Der Hans-Albers-Platz ist nicht unbedingt bekannt für Clubs mit programmatischer Qualität. Doch der Laden, der kürzlich in der Friedrichstraße 21 öffnete, hat das Zeug, das Nachtleben auf dem Kiez auch für Musikliebhaber mit Anspruch wieder etwas interessanter zu machen. Gesetzt den Fall, man steht auf elektronische Musik. MOIN heißt der Club, der Mitte Februar mit Nick Curly sein Soft-Opening feierte und seit 9. März offiziell eröffnet ist.

Was sich hinter der unscheinbaren Altbaufassade verbirgt, ist auf den ersten Blick kaum zu erkennen. Und so überrascht das Innenleben umso mehr, wenn man den verschachtelten Laden von Florian Jürgs und seinen drei Partnern betritt. Die vier Freunde sind im Hamburger Nachtleben keine Unbekannten, kennen sich zum Teil über 15 Jahre. Im letzten Sommer entstand die Idee für den ersten gemeinsamen Club. Auf die Räume der ehemaligen Fritz-Bar sei man mehr oder weniger zufällig gestoßen. „Wir waren uns zunächst gar nicht sicher, ob wir auf dem Kiez einen Laden aufmachen wollen, aber in diesen Ort haben wir uns sofort verliebt“, erklärt Jürgs.

Zusammen mit Helfern habe man über 30 Tonnen Schutt rausgetragen, die Räumlichkeiten komplett entkernt und dann neu aufgebaut. „Wir leben die Harmonie der Kontraste.“ Entstanden ist ein dunkler und rougher Clubraum auf zwei Ebenen, mit hervorragender Anlage, klarem Lichtkonzept und viel Beton. Im Gegensatz dazu steht die Bar, die im warmen Licht mit viel Holz und edler Sofaecke daherkommt, in Zukunft auch vor und unabhängig vom Clubbetrieb ab 21.30 Uhr geöffnet haben wird und der man ansieht, dass hier einige Euro ausgegeben wurden.

Bis auf die elektronische Ausrichtung sei man nicht festgelegt. Tom Steiner, verantwortlich für das Booking, meint: „Wir sagen jetzt nicht, wir sind ein Techno- oder Deephouse-Club und sehen uns auch nicht als Konkurrenz zu anderen Läden, sondern eher als Ergänzung.“

Zunächst ist Freitag und Samstag geöffnet. Immer ab 24 Uhr. Das bis Redaktionsschluss feststehende Programm macht Lust auf mehr. Karfreitag steht Julian Wassermann hinter den Plattenspielern, Ostersamstag geht es mit dem international erfolgreichen Hamburger Techhouse-Duo Piemont weiter und Ostersonntag sorgt der Spanier Dennis Cruz für tanzbaren Sound. Für den 21. April steht außerdem Ninetoes auf dem Programm. Aktuelle Termine sind auf der Facebook-Seite des Clubs veröffentlicht. SZENE HAMBURG sagt Moin MOIN.

MOIN Club, Friedrichstraße 21, www.facebook.com/moininhamburg

Text: Ole Masch


 Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG, April 2018. Das Magazin ist seit dem 29. März 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!