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Ratsherrn Brauerei: Matrosenschluck gewinnt Gold!

Die Preisträger der European Beer Stars wurden bekannt gegeben. Das Weizen IPA Matrosenschluck aus dem Hause Ratsherrn wurde mit Gold ausgezeichnet.

 

European Beer Star 2020

Seit 2004 werden beimEuropean Beer Star hochwertige Biere gekürt, die nach der traditionellen europäischen Brauart hergestellt werden. Auch in diesem Jahr gingen über 2000 Biere aus 42 Ländern ins Rennen um die jeweils drei Medaillen der 70 Kategorien. Auch eine Hamburger Brauerei ist unter den Gewinnern!

Matrosenschluck mit Gold ausgezeichnet

Die Hamburger Brauerei Ratsherrn konnte die 66-köpfige Jury aus Bierexperten, Braumeistern, Fachjournalisten und Biersommeliers in der Blindverkostung überzeugen. Das blumig-herbe Weizen IPA Matrosenschluck gewann Gold in der Kategorie „New-Style Hefeweizen“. Durch die Corona-Pandemie musste die Preisverleihung dieses Jahr digital stattfinden.

Über die Ratsherrn Brauerei

Neben dem Gewinnerbier braut Ratsherrn auch Klassiker wie Pilsener und Zwickel oder Kreativbiere in der Mikrobrauerei. In Hamburg ist die Brauerei mittlerweile eine wirkliche Institution – 2012 in den Schanzenhöfen neu eröffnet, ist sie nun die größte Inhabergeführte Brauerei der Hansestadt.

Ratsherrn Brauerei 

 

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Hamburger Craft-Beer: Das sind unsere Top Five

Für Gelegenheits-Biertrinker und heimliche Sommeliers bietet Hamburg eine riesige Auswahl an regionalem Craft-Beer. Ob hanseatisch interpretiertes Pale Ale aus dem Hause Ratsherrn oder amerikanisches India Pale Ale: Diese zehn Biere schmecken extrem nach Fernweh – aber enthalten auch einen ordentlichen Schuss Hamburg-Liebe.

*Reihenfolge alphabetisch und nicht nach Wertung 

 

1.) Alt Kanzler Rauchbier (Wildwuchs)

Die kleine Wildwuchs-Brauerei hat anscheinend nicht nur für Bier, sondern auch für Whiskey eine Leidenschaft. Das Alt Kanzler Rauchbier ist so ziemlich genau das, was man sich unter diesem Namen vorstellt. Diese flüssige Hommage an Altkanzler Helmut Schmidt ist ein trübes Altbier, das mit Noten von rauchigem Highland-Whiskey verfeinert wurde. Und das Beste: Da die Jungs und Deerns von Wildwuchs ein echtes Hamburger Original kreieren wollten, kommt der verwendete Cascade-Hopfen natürlich auch direkt aus der Hansestadt. Ein Muss für jedes Nordlicht!

Wildwuchs Brauwerk Hamburg 

2.) Amerikanischer Traum (Landgang Brauerei)

Wer schonmal eine längere Zeit in Nordamerika unterwegs war, der weiß: India Pale Ale (IPA) ist ein Politikum. Entweder man liebt den bitteren, hopfigen aber auch fruchtigen Geschmack dieses besonderen Bieres – oder man hasst ihn. Wer nach einem klassischen IPA mit einer hanseatischen Note sucht, der wird bei der Landgang Brauerei fündig. Der Geschmack von Grapefruit und roten Beeren sorgt für eine besonders fruchtige Komponente. Der Geruch erinnert stark an Pinie. Doch bei IPA ist Vorsicht geboten: Hoher Suchtfaktor!

Landgang Brauerei 

3.) California Common (Hambräu)

Etwas sanfter geht es beim California Common von Hambräu zu. Mit dem Common bringt die Moorfleeter Brauerei die kalifornische Sonne direkt nach Hamburg in die Flasche. Der Name ist hier Programm. Eine süße, malzige Note und eine leichte Würze machen das California Common zu einem wahren Alleskönner. Perfekt für Einsteiger und solche, die ihr Bier gerne wie die Craft-Beer-Gründerväter aus Kalifornier trinken: Entspannt und smooth.

Hambräu

4.) Dry Hopped Pilsener (Ratsherrn)

Die Deutschen lieben ihr Pils! Wer klassischer Pilstrinker ist, der findet den optimalen Einstieg in die Craft-Beer-Szene mit diesem neu interpretierten Klassiker von Ratsherrn. Das Dry Hopped kommt einem klassischen Pils sehr nah, schmeckt im Abgang aber bedeutend hopfiger. Quasi ein “Next Level Pils”. Wer es nicht allzu ausgefallen mag und trotzdem nach einem besonderen Bier sucht, sollte das Dry Hopped Pilsener unbedingt ausprobieren. Schmeckt frisch gezapft am besten!

Ratsherrn Hamburg 

5.) Mister O (Buddelship)

Die ultimative Hopfeninfusion! Das Double IPA Mister O aus dem Hause Buddelship ist das ideale Bier für alle, denen es gar nicht hopfig genug sein kann. Zu dem fast schon harzigen, ultra-hopfigen Geschmack gesellen sich intensive Aromen von Mango und Grapefruit. Eine wahre Offenbarung für IPA-Liebhaber. Mit 80 Internationalen Bittereinheiten und einem Alkoholgehalt von 7,9 Prozent hat dieses Craft-Beer nämlich ordentlich Wumms. Besonders wissenswert: Da das Mister O mit Reis gebraut wurde, erhält das Double IPA einen asiatischen Touch. Mal schauen, ob ihr das rausschmecken könnt.

Buddelship

 

Tipp der Redaktion: Wenn ihr von IPA, Pale Ales und anderen hopfigen Köstlichkeiten gar nicht genug bekommen könnt, solltet ihr unbedingt bei Beyond Beer in Eimsbüttel vorbeischauen. Neben dem lokalen Angebot findet ihr dort auch eine große Anzahl internationaler Craft-Beers. Ob USA, England oder Belgien. Neben vielen kleinen Brauereien sind bei Beyond Beer auch echte Veteranen der Craft-Beer-Szene, wie Sierra Nevada, erhältlich. Für Bierliebhaber ist ein Besuch Pflicht!

 

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Beruf mit Tradition: Ausbildung zur Brauerin und Mälzerin

Marielle Müller, Auszubildende zur Brauerin und Mälzerin bei der Ratsherrn Brauerei GmbH, wollte ursprünglich nur auf Führungen andere für Ratsherrn begeistern, doch dann entbrannte ihre Leidenschaft endgültig für diesen Beruf

Die Ratsherrn Brauerei hat zwar eine lange Tradition, die nutzt man hier aber nicht, um sich darauf auszuruhen. Schon wenn man in das Unter­nehmen hineinkommt spürt man überall eine fröhliche und leben­dige Umtriebigkeit. Ratsherrn nutzt sein langes Brauwissen, um immer wieder mit neuen Innovationen neue Geschmackserlebnisse zu erzeugen. Das Einzige, was man hier als bierernst bezeichnen könnte, ist die Gewissenhaftigkeit, mit der hier alles kreiert wird: von den erstklassigen Brau­Produkten bis zur detailverspielten Ausstat­tung. Und dafür bekommt dann auch nicht ohne Grund drei Mal Gold beim Meininger Internatio­nal Craft Beer Award.

Moin Marielle, erklärst du einmal direkt zu Beginn wie du auf diesen Berufswunsch gekommen bist? 

Marielle: Okay, die Berufswahl ist vielleicht nicht so ganz typisch, aber ich habe auch schon vorher einen Beruf erlernt, der nicht so ganz gewöhnlich ist. Ich bin Milchtechnologin und mich hat immer schon sehr interessiert, wie ein Produkt entsteht, das ist sicher­lich der Grund. Nach meiner ers­ten Ausbildung bin ich dann nach Hamburg gezogen und habe Rats­herrn kennengelernt. Ich fand die Brauerei und ihre Produkte sehr nice und wollte mehr über das spannende Unternehmen erfahren.

Was hat dich denn dann dazu gebracht, unbedingt noch eine zweite Ausbildung hier bei Ratsherrn absolvieren zu wollen? 

Es begann mit einer Brauereifüh­rung, die ich mitgemacht habe. Als Besucher war ich schon total be­ geistert, wie das hier läuft. Es war so ganz anders, als ich es bisher bei anderen Brauereiführungen ken­nengelernt habe. Bei den anderen wird man nur mal so durchgeführt und zum Abschluss gibt es halt das Bier. Hier bei Ratsherrn wird man auch als Besucher erst einmal durch ein junges Team sehr herz­lich aufgenommen. Auf der Füh­rung wird dann viel ausführlicher über die gesamte Bierhistorie erzählt und dann speziell über die Hamburger Biertradition, die vielen wahrscheinlich gar nicht so bewusst ist. Bei Ratsherrn ver­kostet man dann sehr unterschied­liche Biere und bekommt einen tollen Eindruck über die Vielfalt, die möglich ist und bei Ratsherrn eben auch gebraut wird. Zu jedem Produkt gibt es eine schöne Ge­ schichte, die erzählt wird. Das wollte ich dann auch machen.

Was passierte dann?

Dann habe ich mich erst einmal beworben, auch diese Führungen und Verkostungen machen zu dürfen. Seit November 2019 habe ich das dann auch mit viel Freude gemacht. Abends bin ich dann immer noch einmal rüber zu den Brauern, um mit denen gequatscht und einfach gespürt wie mein Herz für diesen Beruf schlägt. Es ist einfach ein sehr junges, entspann­tes und vor allem innovatives Team hier, dass macht Ratsherrn auch so besonders. Man folgt hier keiner Norm. Das sieht man schon, wenn durch den Store geht und die Vielfalt der hier gebrauten Biere sieht. In unserer Mikro­Brauerei werden ständig neue Biere kreiert, hier gibt es keinen Stillstand.

 

Geschmacksvielfalt und Brauqualität

 

Den Punkt nehme ich mal gerne auf. Ihr braut ja auch sehr viele Spezialitäten – Stichwort Craft Beer. Erklärst du einmal, was bei euch der Unterschied zu den sogenannten Konzern-Bieren ist.

Das Spannende ist, dass hier eben nicht primär auf Masse produziert wird, sondern Geschmacksvielfalt und Brauqualität im Vordergrund steht. Gerade beim Geschmacks­erlebnis versuchen wir uns ständig weiterzuentwickeln, um die Men­schen dazu zu bringen, nicht im­ mer das Gleiche zu trinken. Ich selber war ja auch so eine typische Pilstrinkerin und war total über­rascht als ich die New Ära Biere hier probiert habe. Großartig, was alles möglich ist und damit wollte ich mich einfach intensiver be­schäftigen. Die Vorstellung, die Hamburger für ihre Hamburger Bier zu begeistern, finde ich groß­artig. Und Ian, einer unserer Braumeister, steckt mich geradezu an mit seiner Akribie, immer wieder etwas Neues zu entwickeln.

Gib uns doch einmal einen kleinen Einblick in deinen Ausbildungsalltag.

Durch meine vorherige Ausbildung habe ich schon einige Erfahrungen und Kenntnisse im Lebensmittel­bereich gesammelt und konnte daher auch direkt im zweiten Aus­bildungsjahr beginnen. Insofern weiß ich über einige wesentliche Dinge für die Lebensmittel­ und Genussbranche, wie etwa Hygiene, sehr gut Bescheid. Insofern geht es für mich natürlich auch ganz konkret darum, die Geheimnisse des Bierhandwerks zu erlernen. Genauso wichtig ist das Erlernen eines guten Gespürs für die Qua­litätskontrolle der Zwischenpro­dukte, zum Beispiel die Würze, aus denen dann das Bier entsteht. Wir lernen sehr viel über die Abfülltechnik, spannend war da mein erster Monat in der neuen Abfül­lung, die hier gebaut wurde, und ich bei der Inbetriebnahme dabei sein konnte.

Du wirst ja auch Mälzerin. Was passiert in einer Mälzerei?

Da wird das Malz vorher geröstet bzw. gedart, das bedeutet getrocknet, bevor es dann später verarbei­tet wird.

Welche Schwerpunkte habt ihr in der Berufsschule?

Das sind sehr verschiedene Be­reiche. Im Kern sind es Fächer zur Lebensmittelkunde und ganz wich­tig sind auch die Technologien, um zum Beispiel zu verstehen, wie Pumpen und vieles mehr funktio­niert. Wir lernen viel über Wasser­aufbereitung und Energiegewin­nung. Themen, die man vielleicht nicht so präsent hat, aber für einen reibungslosen Brauvorgang sehr wichtig sind. Sonst gibt es eben auch kein Bier. Dann kommen noch die Klassiker wie Mathe und Politik beispielsweise dazu.

 

„Es ist großartig, nach Feierabend mit einem selbst ge­brauten Bier dazusitzen“

 

Was bereitet dir am meisten Freude an deiner Ausbildung?

Es ist einfach großartig, nach Feierabend mit einem selbst ge­brauten Bier dazusitzen und genau zu wissen, wie es geht und was dahintersteckt. Es ist toll zu wissen wie die unterschiedlichen Ge­schmacksrichtungen entstehen und auch andere Menschen dafür zu begeistern. Ich liebe es einfach über meinen Beruf zu erzählen, und die meisten möchten darüber auch viel lieber etwas hören, viel mehr als über Milch. Wer hätte das gedacht. Das ganze Paket ist einfach schön hier. Es ist ein tolles Team und mir wird viel erklärt und ich wurde hier sehr gut aufgenommen. Darüber hinaus darf man hier sehr selbstständig arbeiten und genießt ein schönes Vertrauen innerhalb des Kollegen­kreises.

Gibt es eigentlich Eigenschaften, die man braucht, um eine gute Brauerin und Mälzerin zu werden?

Man muss auf jeden Fall Bier mögen, das ist ja klar. Wirklich wichtig ist aber, dass man hand­werklich begabt ist und man muss mit anpacken können. Was auch nicht schadet, ist ein gutes Impro­visationstalent, damit man sich selbst zu helfen weiß, wenn mal etwas nicht gleich richtig funktio­niert, etwa wenn eine Verschrau­bung sich nicht problemlos löst. Einfach mal um die Ecke denken hilft. Man sollte sich einfach für sein Fach interessieren, nicht nur für das Endprodukt, sondern für die Geschichte, die Rohstoffe. Im Prinzip für alles, was hinter und in so einem Produkt drinsteckt.

Also einfach über den Bierglasrand hinausschauen. Hast du heute schon konkrete Vorstellungen, was du nach deiner Ausbildung machen möchtest? 

Klar denke ich darüber nach, aber ich bin mir noch nicht so ganz sicher. Wenn ich darf, möchte ich sehr gerne hier in der Brauerei bleiben. Cool wäre lang­fristig geplant, wenn ich Bier­Sommelier werden könnte und die ganzen Aromenunterschiede beherr­schen würde, um gegebenenfalls auch Fehlaromen genau herauszuschmecken. Genauso kann ich mich auch für Marketing und Design begeistern und auf der Ebene kreativ sein. Wenn man sich bei Ratsherrn umschaut und sich nur alleine einmal die unter­ schiedlichen Etiketten anschaut, dann sieht man wie viel Herzblut in die Ausgestaltung gesteckt wird. Hier im Unternehmen ist alles irgendwie kreativer und kein Standard. Aber zuallererst mache ich erst einmal meine Ausbildung fertig, um dann richtig in den Beruf als Brauerin zu starten.

Wenn du also eventuell Richtung Sommelier gehst, dann passt meine letzte Frage ja ganz gut. Was ist für dich das Besondere an einem guten Bier?

Sicherlich hat das auch mit ganz viel persönlichem Geschmack zu tun, ein eingefleischter Pilstrinker wird einem sicherlich sagen, dass ein Bier nur so schmecken darf, wie er es gewohnt ist. Hier bei Ratsherrn habe ich ja auch erst wirklich die Vielfalt kennengelernt und inzwischen kommt es bei mir sehr auf die Stimmung oder Situation an. Das kann schon die Jahreszeit sein, unser Moby Wit ist für mich zum Beispiel ein tolles Sommerbier, weil es sehr erfrischend ist. Für mich ist ein gutes Bier ein Bier aus einer Brauerei, die auch Abwechslung bietet.

Im Prinzip entwickelt sich doch der Biergenuss ein wenig so, wie wir es vom Wein kennen. Unterschiedliche Geschmacksangebote für unterschiedliche Anlässe oder auch Gerichte.

Genau richtig. Deswegen machen wir hier bei Rats­herrn auch Führungen, bei denen zu den untesrchied­lichen Bieren unterschiedliche Speisen verkostet werden können. Ich habe mal ein sehr starkes Bier, das Imperial, ein Pilsener mit 7,5 Prozent, mit einem Cheddar­Käse zusammen probiert und das hat total gut geschmeckt. Entsprechend kann man zu Hause wirklich mal ausprobieren, welches Ratsherrn zu welchem Gericht am besten schmeckt. Wir kreieren hier immer wieder etwas Neues, zum Beispiel kommt demnächst unser Hamburg Hell auf den Markt. Es macht einfach Freude, immer wieder dabei zu sein und mitzumachen, wenn etwas Neues entsteht.

www.ratsherrn.de


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Ausbildung, 2021. Das Magazin ist seit dem 19. September 2020 im Handel. Bestellt euch das Heft oder Blättert hier durch das Magazin! 

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Ratsherrn Brauerei weiht eigene Abfüllanlage ein

Am Freitag, den 23. Oktober 2020 weihte Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann die Abfüllanlage der Ratsherrn Brauerei ein. Für die familiengeführte Ratsherrn Brauerei ist die Abfüllanlage ein bedeutsamer Schritt in Richtung Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit. Die Wege zwischen Brauerei und Abfüllung werden von 190 auf 10 Kilometer verkürzt.

 

„Wir lieben und leben Hamburg, deswegen stand es außer Frage, dass wir langfristig auch regional unsere Biere abfüllen möchten und damit unserer Vision folgen, regional sowie klimabewusst zu wirtschaften. Das Ziel das frischeste Bier mit den kürzesten Transportwegen anbieten zu können, ist damit greifbar“, sagt Oliver Nordmann, geschäftsführender Gesellschafter der Ratsherrn Brauerei und ergänzt: „Jetzt haben wir die Möglichkeit, vollkommen unabhängig von externen Partnern zu agieren.“ Die eigene Abfüllanlage in unmittelbarer Nähe ermöglicht es der Brauerei zwischen Grünglas für das Pilsener und Braunglas für die sogenannte Kennerlinie zu wechseln. Auch können nun verschiedene Etikettenformate und Flaschenformen agiler verwendet werden und Produktions- und Zulieferungszeiten werden deutlich verkürzt. Neben den monetären und prozessoptimierenden Aspekten stehen für Ratsherrn auch die ökologischen Vorteile im Vordergrund.

„Mit Ratsherrn hat unsere Hansestadt eine Marke vor Ort, die für transformierte Tradition steht und für den Hamburger Unternehmergeist“, sagte Wirtschaftssenator Michael Westhagemann. „Die neue Abfüllanlage unterstreicht die Verbundenheit zur Stadt und die gemeinsam gewachsene Historie. Die Abfüllung mit kurzen Transportwegen ermöglicht eine nachhaltigere Produktion, sichert wirtschaftliche Unabhängigkeit und stärkt damit den lokalen Standort. Ich wünsche der Ratsherrn Brauerei, sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Erfolg.“

Zuvor wurde in dem 190 km entfernten Wagenfeld abgefüllt – ab jetzt sind die Wege weniger als 10 km lang. Neben der lokalen Ortsansässigkeit spielt das Thema Nachhaltigkeit eine bedeutende Rolle für das Unternehmen, so ist seit 2018 die „Organic Range“ fester Bestandteil des Sortiments und umfasst bis dato das „Organic Ale“, das „Organic Ale Alkoholfrei“ sowie das „Alsterwasser“ – Sorten, die Naturland zertifiziert sind.

Vor rund 10 Jahren wurde die Marke Ratsherrn erneut auf dem Biermarkt etabliert, nachdem sie 1951 von der Elbschloss Brauerei gegründet wurde. In den Schanzenhöfen ist die Brauerei seit 2012 ansässig und produziert ein vielfältiges Sortiment an Bierspezialitäten, das vom klassischen Pilsener über die neueste Kreation „Hamburg Hell“ bis hin zu saisonalen Sorten wie dem Hamburger Senatsbock reicht. In der hauseigenen Mikrobrauerei kreieren die Braumeister stets neue Sorten. Ratsherrn ist außerdem Betreiber des Braugasthauses Altes Mädchen sowie der Ratsherrn Bar am Mühlenkamp in Winterhude und beschäftigt insgesamt über 120 Mitarbeiter. In den Schanzenhöfen befindet sich auch der Craft Beer Store, der über 300 Biersorten aus zahlreichen Ländern vertreibt.

 

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SZENE HAMBURG, November 2018 – So trinkt Hamburg

Ortsbesuch in der Ratsherrn-Brauerei, Kneipencheck, Abstinenz und Suchttherapie! In der aktuellen Ausgabe der SZENE HAMBURG beschäftigen wir uns mit dem schmalen Grat zwischen Trinken und Saufen.

Szene Hamburg, November 2018

“Oberkante, Unterlippe”: Kneipencheck – Drei Kneipen in drei Stunden

Morgens aufwachen und sich wünschen, das letzte Glas am Vorabend doch nicht getrunken zu haben – wer kennt das nicht? So ging es uns nach dem Kneipencheck in Ottensen für unser Titelthema. Unser sportliches Ziel: drei Kneipen in drei Stunden. Tatsächlich haben wir es geschafft, einschließlich Ing­werschnaps sowie neuen Bekanntschaften. Denn, klar, ab einem bestimmten Pegel sinkt die Hemmschwelle und plötzlich steckt man mittendrin – in Gesprächen über das halbe Leben mit dem zufälligen Tresennachbarn.

Szene Hamburg, November 2018

“Ausgenüchtert”: Susanne Kaloff hat beschlossen, keinen Alkohol mehr zu trinken

Eine Schein-Nähe, wie die Autorin Susanne Kaloff sagt, denn Intimität brauche Zeit, die zwar durch Alkohol beschleunigt werden würde, aber ohne Bestand sei. Einer der Gründe, warum sie keinen mehr trinkt. Wie sich ihre selbst gewählte Abstinenz auswirkt, wie ihr Umfeld reagiert, erzählt sie im Interview.

Szene Hamburg, November 2018

Qualifizierter Entzug: “Wenn das Bierchen zu wichtig wird”

Nicht immer ist der Verzicht freiwillig. Manchmal auch notwendig – wenn das Vergnügen zum Zwang wird. Wir haben mit einer Suchttherapeutin darüber gesprochen, wie schleichend und einfach der Weg in die Sucht sein kann und welchen Weg es wieder heraus gibt. Alkohol – eine Volksdroge, ­gesellschaftlich und kulturell verankert.

Szene Hamburg, November 2018

“Biere wie Boxer”: Ortstermin in der Ratsherrn Brauerei

Vor allem Bier hat in unserer Stadt eine lange Tradition. Schließlich galt Hamburg bereits im 16. Jahrhundert als Brauereihauptstadt. Auch heute noch ganz weit vorne: ­Im letzten Jahr kauften die Hamburger durchschnittlich 35 Liter Bier und Biermisch­getränke. Darunter waren bestimmt einige Flaschen von Ratsherrn. Die Kult-Brauerei in der Schanze wirft momentan einige neue Craft-Beer-Sorten auf den Markt. Warum und welch langwierige Entwicklung dahintersteckt bis eine neue Sorte abgefüllt wird, hat sich unser Autor vor Ort zeigen lassen.

Unsere Geschichten zeigen, die unterschiedlichen Seiten des Alkoholtrinkens. Ob Freund oder Feind, muss jeder selbst entscheiden. Wir werden auf jeden Fall auf diese Ausgabe anstoßen – mit einem schönen kalten Pils.   

Hedda Bültmann, Redaktionsleitung SZENE HAMBURG


Foto: Sophia Herzog

Hedda Bültmann, unsere Redaktionsleiterin, hat den Kopf voller Ideen und seit Mai 2018 bei der SZENE HAMBURG das Ruder in der Hand. Vielleicht ist euch schon die ein oder andere Veränderung im Magazin aufgefallen? Die ist dem Spirit von Hedda zu verdanken. Lust auf Austausch? Ihr erreicht sie unter hedda.bueltmann@vkfmi.de


SZENE HAMBURG im Schnelldurchlauf:


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, November 2018. Das Magazin ist seit dem 27. Oktober 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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BierSZENE – Diese 5 Craft-Biere solltet ihr euch diesen Sommer gönnen

Na, liebe Bierjünger. Genießt ihr die warmen Tage auch so sehr wie ich? Satte 28 Grad und Sonne pur sind es, während ich diese Zeilen hier schreibe. So lob ich mir das Hamburger Wetter. Ihr fragt euch jetzt, welche Biere euch diese Tage noch besser genießen lassen? Ich habe euch fünf meiner Lieblinge rausgesucht, mit denen ihr definitiv alles richtig macht.

 

1) „Moby Wit“ von Ratsherrn

Dieses fuchtig-würzige Weizenbier ist besonders easy to drink und überzeugt als außergewöhnlicher Durstlöscher mit Noten von Koriander, Orangenschale und Kamillenblüte. Perfekt also als erstes Feierabendbier am Elbstrand. PS: Während ihr euch Schluck für Schluck in Sommerlaune trinkt, schaut doch mal, ob ihr beim Elbegucken nicht auch einen Wal entdecken könnt.

Wo erhältlich? Im Hamburger Bierfachhandel, wie dem Craft Beer Store, und ausgewählten Supermärkten.

2) „Gose Morning Vietnam“ von Bunthaus

Wer mich kennt, weiß: Sauerbiere gehen für mich eigentlich immer, besonders gut aber im Sommer. An der Bunthaus Brauerei aus Wilhelmsburg kommt in diesem Sommer deshalb keiner vorbei. Die Gose von Jens und Jens ist herrlich würzig und gleichzeitig super frisch. Am geilsten kommt sie übrigens mit einer Kugel Zitroneneis.

Wo erhältlich? In Hamburg nur noch im Alten Mädchen am Hahn. Wenn ihr am Wochenende einen Ausflug nach Berlin macht, könntet ihr auch noch im Dolden Mädel in Kreuzberg Glück haben.

3) „Summer Wit“ von Überquell

Wieder ein leichtes Weizen. Dieses ist aber eher fruchtig-herb. Das kommt durch den Mandarina Bavaria Hopfen, den Braumeister Tobi Hess bei diesem Bier in rauen Mengen verwendet hat. Der Geschmack von Orangenschale und Koriander katapultiert euch direkt in Asien-Urlaub-Laune.

Wo erhältlich? Im Überquell, aber auch im Hamburger Bierfachhandel und ausgewählten Supermärkten.

4) „Rote Grütze“ von Buddelship

Dass die Jungs von Buddelship auch sauer können, beweisen sie eindrucksvoll mit diesem Bier. Durch die Zugabe von Johannisbeeren, Blaubeeren, Himbeeren und Kirschen verwandelt sich dieses Ale in ein fruchtig-säuerliches Vergnügen. Mega gut!

Wo erhältlich? In der Bar Oorlam am Hahn. Vereinzelt im Hamburger Bierfachhandel und ausgewählten Supermärkten.

5) „Neck Oil“ von Beavertown

Zu guter letzt noch ein wenig Opium für all die Hopheads unter euch: Ein schön balanciertes Session IPA aus London. Trotz schmaller 4,3 Prozent Alkohol überzeugt das IPA mit viel Hopfenarmoma. Und ich weiß, viele von euch sind immer noch ein bisschen skeptisch, was Dosenbier angeht. Die Vorteile liegen gerade für den Sommer aber auf der Hand. Sie sind leichter zu transportieren und lassen sich schneller kühlen als Flaschen. Super Sache also.

Wo erhältlich? Im Hamburger Bierfachhandel und in ausgewählten Supermärkten.

In diesem Sinne: Prost und einen herrlichen Sommer!

Euer Daniel


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Daniel Ehlich

Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!


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