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Til Schweigers Neueröffnung: Henry Likes Pizza

In der Papenhuder Straße auf der Uhlenhorst hat Til Schweiger nun seine erste Pizzeria Henry Likes Pizza eröffnet

Text: Laura Lück

 

Henry ist ein mallorquinischer Esel, der weiß was gut ist. Er stattete Til Schweiger einmal einen Besuch auf seiner Finca ab – und zwar genau zum richtigen Zeitpunkt: Es gab gerade Pizza. Der Esel blieb spontan zum Abendessen und ließ sich den neapolitanischen Klassiker schmecken.

Nach Henry dürfen nun auch Hamburger probieren kommen: In der Papenhuder Straße auf der Uhlenhorst hat Til nämlich nun seine erste Pizzeria eröffnet. Drinnen sorgen warme Holzfarben und viel Weiß für ein offenes, freundliches Flair im geräumigen Restaurant. Geschlemmt werden kann an langen Gemeinschaftstischen – entweder mit mehreren Parteien oder großen Gruppen. Dazu passt auch das Kapitel „Foodsharing“ auf der Karte, das beispielsweise den Vorspeisenteller „Mixed Barefood Starters“ für eine variierende Personenzahl anrichtet und „in die Mitte serviert“.

 

Das Familienkonzept

 

Wer keine Lust auf Pizza hat, sollte die leckere Bolognese wählen. Til teilt nämlich das Geheimrezept seiner Tante mit den Gästen. Und das ist richtig gut! Eine weitere Empfehlung stammt von Tils Assistent Volker: Der favorisiert die Puten-Currywurst. Vornamen von Schweigers Töchtern tauchen auf der Getränkekarte auf. So kann man aus Emma Primitivo, Lilli Rosato oder einem Grauburgunder namens Luna wählen – und auch Henry hat natürlich seine eigenen Pizzafavoriten.

Henry Likes Pizza: Papenhuder Str. 49 (Uhlenhorst)


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Dezember 2019. Das Magazin ist seit dem 20. Dezember 2019 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Restaurant-Tipp: Herz und Bauch

Bali-Stimmung in Hamburg-Eimsbüttel

Text: Laura Lück

Bei ihrer ersten Balireise hat Jule ihr Herz auf der Insel verloren. Verliebt hat sie sich in die Menschen, das Lebensgefühl und vor allem das Essen. Nach einem weiteren Trip in das beliebte Urlaubsparadies war es auch um ihren langjährigen Gastro-Kollegen und Kumpel Tobi geschehen. So kam den beiden die Idee, ihre Bali-Euphorie mit den Hamburgern zu teilen und mit Herz und Bauch einen Ort zu schaffen, der die Liebe zu Bali und ihrer Wahlheimat Hamburg vereint. Auf den Tisch kommt exotisches Fernweh-Food. Es gibt Pitaya-Smoothie-Bowls, Black-Rice Pudding mit Kokosmilch und Kokosflocken, hausgemachte Rosenlimonade und Moringa-Ananas-Shots. Keine Lust auf Experimente? Kein Problem, zum Frühstück werden auch klassische Waffeln, Stullen, Pancakes und Eierspeisen serviert – und das sogar den ganzen Tag. Wechselnde Mittagsangebote wie Salate, Suppen, Bowles und Quiches runden die Speisekarte ab.

Herz und Bauch 
Müggenkampstraße 34 (Eimsbüttel)


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Neueröffnung: Hamburg hat sein Jellyfish zurück

Gleiches Konzept, neuer Koch: Im Jellyfish gibt’s ab sofort wieder Fischküche für Feinschmecker

Zeit, die mysteriösen Vandalismus-Fälle des Jellyfish dort zu lassen, wo sie hingehören: in die Vergangenheit. Die Anschläge auf das Hamburger Gourmetrestaurant konnten ohnehin nie geklärt werden. Die Ermittungen sind inzwischen eingestellt. Der 26-Jährige Stefan Fäth hat nun das Ruder übernommen und sich den Traum vom eigenen Laden erfüllt. Als Küchenchef schwingt er selbst die Pfannen und bringt frischen Wind in die Qualle an der Weidenallee. Sein erklärtes Ziel: den Michelin-Stern seiner Vorgänger zu verteidigen.

Von Mai bis Dezember 2018 hat Fäth nach Stationen in verschiedenen Sterne-Restaurants in Frankfurt, Mainz und im Schwarzwald, auf der MS „Europa“ und im Se7en Seas auf dem Süllberg schon einmal im Jellyfish hinterm Herd gestanden. Damals noch als Sous Chef unter unter Stefan Barnhusen.

Die Speisekarte ist neu, das bewährte Grundkonzept hat der neue Inhaber übernommen. Er serviert gehobene Fisch- und Meeresfrüchte Menüs in entspannter Casual Fine Dining Atmosphäre – ausschließlich Wildfang und Produkte von regionalen Produzenten. Eine erfreuliche Neuerung gibt’s aber doch: Gourmet-Food hat natürlich seinen Preis; wer allerdings nicht gleich 179 Euro für sieben Gänge zahlen möchte, kann nun auch zum Probierpreis von 79 Euro vier Gänge auf Sterneniveau genießen – von Donnerstag bis Montag ab 18 Uhr.

Jellyfish Restaurant 
Weidenallee 12 (Eimsbüttel)


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Stadtmenü: Sieben Tage Haute Cuisine

Vom 9. bis zum 15. September laden Hamburger Gourmet-Restaurants zum Probier-Menü

Text: Laura Lück
Foto: Parkview – The Fontenay

Wer Lust auf Neue Food-Perlen hat, markiere sich die Woche vom 9. bis 15. September im Kalender. Im Rahmen des Projekts „Stadtmenü“ haben sich elf Hamburger Restaurants vom gemeinsamen Motto „Shell we Meat?“ inspirieren lassen – und Probier-Menüs zum Einheitspreis kreiert, die zwei Welten zusammenbringen: Landtiere und Meeresfrüchte, – von Hummer bis Hochrippe.

Von Neueröffnungen über etablierte Klassiker bis zum Hotelrestaurant sind einige Juwelen der Gastro-Szene dabei. Jeder interpretiert „Shell we Meat?“ dabei individuell – in Form von Mittags- oder Abendmenüs für 49 oder 79 Euro.

 

Premiere in Hamburg

 

In Brechtmanns Bistro in Eppendorf kommt zum Beispiel als Einstieg roher, marinierter Kabeljau mit Limette und Koriander auf den Tisch, gefolgt von einer scharfen thailändischen Garnelensuppe und glasierter Rinderhüfte mit Salatbeilage, bevor Gratin aus Waldbeeren und Mascarpone das süße Finale einläutet.

2014 ging das Stadtmenü-Konzept im Rahmen der Berlin Food Week an den Start. Dieses Jahr feiert es in Hamburg Premiere und lädt dazu ein, dem Lieblingsitaliener untreu zu werden und gehobene Hamburger Küche zum fairen Preis zu entdecken. Ob fürstliches Dinner im Parkview, Fabian Haebels berühmte Nordic-French Cuisine auf St. Pauli oder Jakobsmuscheln im Petit Bonheur – ab sofort kann reserviert werden.

Stadtmenü Hamburg: 9.-15.9.19, verschiedene Restaurants:
haebel: Paul-Roosen-Straße 31 (St. Pauli)
Zeik: Sierichstraße 112 (Uhlenhorst)
Rive Fish & Faible: Van-der-Smissen-Straße 1 (Altona)
Chapeau!: Moorfuhrtweg 9 (Winterhude)
Kinfelts: Am Kaiserkai 56 (HafenCity)
Die Gute Botschaft: Alsterufer 3 (Rotherbaum)
Lenz: Poppenbütteler Chaussee 3 (Duvenstedt)
Parkview: Fontenay 10 (Rotherbaum)
Bistro am Fleet: Heiligengeistbrücke 4 (Neustadt)
Petit Bonheur: Hütten 85-86 (Neustadt)
Brechtmanns Bistro: Erikastraße 43 (Eppendorf)


Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, September 2019. Titelthema: Mobilität – Das bewegt die Stadt. Das Magazin ist seit dem 29. August 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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SoHo Chicken: Urban Chic und „flame grilled chicken“

Das Restaurant SoHo Chicken in Hoheluft hat unsere Testesser überzeugt: mit schnellem Service – und leckerem Hühnchen natürlich

Im SoHo Chicken wird auf angenehme Art und Weise nichts dem Zufall überlassen. Und das hat einen guten Grund: Betreiber Dirk Block hat nicht nur die Gene für gute Systemgastronomie von seinem Vater Eugen Block, Betreiber der gleichnamigen Steakhäuser, geerbt, sondern auch das Besteck mit dem Holzgriff. Hier an der Ecke Eppendorf/Hoheluft ist der gefiederte Zweibeiner der Hauptdarsteller. Das zeigt sich schon beim Gruß aus der Küche, dem Chicken Tea – auf Deutsch eine schmackhafte Hühnerbrühe mit Karottenstiften.

Der Service ist schnell und den vielen Gästen im komplett gefüllten Restaurant sehr zugewandt. Minimalen Punktabzug gibt es für das Lichtkonzept, denn an einigen Plätzen ist kaum zu sehen, was sich gerade auf dem Teller befindet. Das, was uns vorneweg, mittendrin und hinterher serviert wird, überzeugt.

 

Ein stylischer Laden mit leckerem Huhn

 

Drei Avocado-Crostini (5,20 Euro) sind mit knuspriger Hühnerhaut garniert und der Tomaten-Avocado-Salat (5,90 Euro) frisch und gut gewürzt. Als Hauptgang wählt Papa ein Pale Ale zum halben Hahn vom Holzbrett (10,50 Euro), der in drei „Flavours“ zu bekommen ist. Das Hühnchen ist saftig und auf den Punkt überm Feuer gegrillt. Dazu ein bis zwei Schälchen aus der üppigen Beilagenauswahl (3–3,70 Euro) und ein großer Kerl wird gut satt.

Das Kind futtert knusprige Unterkeule mit Pommes (4,95 Euro) und schlürft an der hausgemachten Orangen-Ingwer-Limo (4,40 Euro), während Mama das knackfrische und aromatische Chili con Chicken (9,90 Euro) und die ebenfalls hausgemachte Limone-Minze-Limo genießt. Ein stylisher Laden mit leckerem Huhn zu fairen Preisen und mit schnellem Service.

/ KB / Foto: Anna Lena Ehlers

SoHo Chicken: Eppendorfer Weg 204 (Hoheluft)


Ab dem 3.4.2019 im Handel: Der neue SZENE Hamburg GastroguideDer Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN ist seit April 2019 für 9,90 Euro im Handel und zeitlos im Online-Shop erhältlich!


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Rindchen schlemmt – im Erdbeerfressenden Drachen

Der Erdbeerfressende Drache – Ob Omakase-Überraschungsmenü nach japanischer Manier oder Essen à la carte: Hier steckt überbordende Kreativität in jedem Gericht

Text: Gerd Rindchen

Das kulinarische Ottensen ist um eine Attraktion reicher. Denn Thorsten Gillert, erprobter Fahrensmann auf den Meeren der Kulinarik, hat hier bei seinem neuesten Baby alles an Erfahrung und Weltläufigkeit in die Waagschale geworfen, was er während seiner langen Spitzenkochkarriere so angehäuft hat.

Früher, in seinem ehemaligen Artisan im Schanzenviertel, hatte Gillert die kulinarische Diktatur ausgerufen: Es gab nur ein Menü, das man in verschiedener Ganganzahl verzehren konnte. Heute, nach seiner Zeit als Küchenchef auf der MS Europa, präsentiert er sich altersweise als lupenreiner Demokrat. Im Erdbeerfressenden Drachen stehen lauter fantastische kleine Gerichte auf der regelmäßig wechselnden Karte, die von der überbordenden Kreativität des Maestros profitieren und förmlich dazu einladen, sie sich zu zweit zu teilen. Alles ist stilsicher komponiert und wartet zumeist mit überraschenden, aber nie bemühten und immer funktionierenden Aromenkombinationen auf.

 

Eine Reise durch die Welt des Geschmacks

 

Außerdem ist es preislich ziemlich fair. Ob Fjordforelle, weißer Spargel und Waldmeister (11 Euro), Ente, Anis und Kaffee (12 Euro), Matjes, Miso & Ingwer (9 Euro), Kalbsbäckchen und Nordseekrabben (13 Euro), Scharfe Schweinerolle (9 Euro) oder Irisches Lamm und Artischocke (14 Euro): All das ergibt eine facettenreiche, inspirierende und animierende Reise durch die Geschmackswelt.

Für den normalen Hunger empfiehlt es sich, zu zweit circa sechs bis sieben Gerichte zu bestellen und lustvoll zu teilen – dann hat man eine tolle Vielfalt genossen und ist mit ca. 35 bis 40 Euro pro Nase dabei. Wer seinen Verstand an der Garderobe abgeben und gar nicht nachdenken will, kann sich das von Thorsten Gillert seiner „Koch-Mentorin“ Oma Kase gewidmete, fünfgängige Überraschungsmenü für 43 Euro bestellen – und wird vermutlich ähnlich beglückt und überrascht nach Hause gehen, wie die À-la-carte-Esser.

Der Erdbeerfressende Drache: Spritzenplatz 4 (Ottensen)


Szene-Hamburg-August-2019-TitelDieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, August 2019. Titelthema: Wie sozial ist Hamburg? Das Magazin ist seit dem 27. Juli 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Rindchen schlemmt – im Restaurant Cornelia Poletto

Cornelia Poletto: Mehr als ein Feinkostladen mit warmer Küche: In diesem Restaurant genießen Gäste komplexe Geschmäcker voller Tiefe und eine kluge Weinauswahl

Text: Gerd Rindchen
Foto: Studiolassen.de

Es mutet an wie ein Paradoxon, dass Hamburgs wohl unterschätzteste Speisegaststätte ausgerechnet von der bekanntesten Köchin Deutschlands betrieben wird: Das hat sich die Quotenqueen aber ein Stück weit selbst eingebrockt. Als Cornelia Poletto ihr Sternerestaurant schloss verkündete sie, in ihrem neuen Domizil schwerpunktmäßig edle Feinkost verkaufen und die Speisekarte vorwiegend mit Bio-Brathähnchen und Premiumsardinen aus der Dose bestücken zu wollen.

Ergo erwartete ich hier, wenngleich aus guten Zutaten, eher schlichtes Essen – und als Klientel vorwiegend Food-Touristen aus Neheim-Hüsten, die in der Hoffnung buchen, einen Blick auf die Inhaberin zu erhaschen. Selten so vertan: Das mit den guten Zutaten stimmt zwar, was aber völlig an mir vorbeigegangen war: Mit Robert Stechmann hat sie sich derweil einen Chefkoch herangezogen, der mit seinem Team in kongenialer Manier die Poletto’sche Frischeküche zelebriert.

De facto isst man hier wieder so gut wie im früheren Sternetempel – nur wesentlich preisgünstiger. Aus der monatlich wechselnden Karte kann man sich ein Drei- oder Viergängemenü nach eigenem Gusto zusammenstellen – vier Gänge kosten 72 Euro und sind jeden Cent wert.

 

Satter, sinnlicher Geschmack

 

Beispiele: Das Perlgraupenrisotto mit jungen Erbsen, Pfifferlingen und Kerbelcreme war in seiner beschwingten, frühlingshaften Leichtigkeit definitiv die beste Graupenkomposition, die ich je gegessen habe – und ich liebe die Dinger. Die handgemachten Sepia-Tortelli mit leicht angeräucherter Kartoffel-Pimiento-Füllung, Pulpo, Blattspinat und Chorizo begeisterten mit ihrer Aromendichte, geschmacklichen Komplexität und sinnessatten Tiefe und bewegten sich auf Zweisterne-Niveau.

Die Weinauswahl ist ein kluger Mix zwischen recht fair kalkulierten Entdeckungen und teuren Modetropfen für die hier gut vertretene Harvestehuder Nouveau-riche-Klientel.

Erfreulich: Viele hochwertige Weine werden im gut konservierenden Coravin-System offen ausgeschenkt, sodass man sich zu jedem Gang von der kundigen Restaurantleiterin Christiane Grosche und ihrem Team den passenden Tropfen anempfehlen lassen kann. Einer vorurteilslosen Neuentdeckung des vermeintlichen Feinkostladens mit warmer Küche sollte also nichts mehr im Wege stehen.

Cornelia Poletto: Eppendorfer Landstraße 80 (Eppendorf)


Szene-Hamburg-Juli-2019-CoverDieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, Juli 2019. Titelthema: Schmelztiegel St. Georg.
Das Magazin ist seit dem 27. Juni 2019 im Handel und zeitlos im
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Überquell-Brauereitour: Dem Craft Beer auf der Spur

Sonne, Pizza, Bier: Das Überquell auf St. Pauli lockt mit Außenterrasse und Selbstgebrautem – und einer unterhaltsamen Brauereitour mit Verkostung.

Text: Laura Lück

Das Überquell macht nicht nur wahnsinnig gute Pizza (die Margherita trägt hier nicht umsonst den Namen Königin) aus einem echten handgemauerten neapolitanischen Ofen ­– sie verstehen sich mindestens genauso gut aufs Bierbrauhandwerk. 2017 kaperten die Inhaber Patrick Rüther und Axel Ohm die Riverkasematten auf St. Pauli. Heute ist die idyllische Anlage mit Biergarten und Hafenblick wohl eine der schönsten Locations für Sommertage mit Hamburg-Feeling.

Was viele nicht wissen: Das Überquell beherbergt auch eine kleine, aber feine Brauerei. Auf dem Weg durch Restaurant und Pub passieren Besucher außerdem ein liebevoll gestaltetes Mini-Biermuseum, das die Geschichte unseres Nationalgetränks erzählt. Jeden Samstag und Sonntag finden im Überquell geführte Touren statt. In kurzweiligen 30-45 Minuten gibt’s jede Menge Input und Wissen und natürlich einen Besuch bei Braumeister Tobias Hess.

 

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Die Überquell-Inhaber Patrick Rüther und Axel Ohm

 

Er hat schon in Belize, Uganda, Mexiko und Russland als Braumeister gearbeitet und steht heute im Herzstück des Überquell: der Micro-Brauerei. Hier entstehen permanent fünf verschiedene Biersorten (Original Lager, Imperial Lager, Pale Ale, IPA, White IPA) und saisonale Spezialitäten, sowie monatliche Highlights. Natürlich wird im Anschluss auch ordentlich verkostet. Drei Bier sind inklusive. Bei sommerlichen Temperaturen kann es einem da schon etwas schwindlig werden – zum Glück ist die Pizza ja nicht weit.

Überquell: St. Pauli Fischmarkt 28-32


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Café des Artistes: Typisch Französische Köstlichkeiten

Das Café des Artistes bringt ein Stückchen Frankreich an den Gerhard-Hauptmann-Platz und die Hamburger mit typisch französischer Küche durch den Tag – von Petit déjeuner bis Dîner

Text: Laura Lück
Fotos: Sven Gordon Williams

Ab acht Uhr am Morgen strömt der Duft von frischen Croissants, Pain au chocolat und Café au lait über den Gerhard-Hauptmann-Platz. Zwei waschechte Bretonen haben den Räumlichkeiten der ehemaligen Weltbühne im Thalia Theater französische Lebensart eingehaucht. Thomas Pinçon, der 18 Jahre lang das Café Paris betrieb und sein Geschäftspartner Jean-Sébastien Thimon haben für ihr gemeinsames gastronomisches Projekt „Café des Artistes“ ein gemütliches Zuhause gefunden.

Das neue Café steht in der Tradition jener Bistros in den Städten Fankreichs, die Refugium für den Moment, Treffpunkt zum Gespräch und Ort des Genusses sind. Im Café des Artistes können Gäste vom Petit déjeuner bis zum frischen Hummer beim Dîner hier unprätentiöse französische Küche erleben.  In den Gerichten kommen viele Bio-Produkte französischer Produzenten zum Einsatz. Austern, Seezunge oder Käseplatte – frankophile Hamburger werden hier ganz sicher glücklich.

 

Bistro bis 23 Uhr geöffnet

 

Mit Interieur im Art-Déco-Stil und typischen Bistrostühlen im Außenbereich hat das Café des Artistes zwar einen schicken Look, bleibt atmosphärisch aber gemütlich und entspannt. Direkt am Theater und mitten in der Altstadt kann man hier bestens mit einem Glas Rotwein Passanten beobachten. „Das Ambiente eines solchen kreativen Traditionshauses birgt die gewünschte Atmosphäre schon in sich“, erklärt Pinçon. „Sie mit Leben zu füllen, ist genau die Aufgabe und Herausforderung, die ich mir für das neues Projekt gewünscht habe.“

Highlight: Um Theaterbesuchern Snack und Absacker nach der Vorstellung bieten zu können, serviert das Bistro sogar bis 23 Uhr – natürlich auch ohne Theaterbesuch.

 

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Café des Artistes: Gerhart-Hauptmann-Platz 70 (Altstadt)


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