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Marie: „Hier zu leben, hat seinen Preis“

Tagein, tagaus wirbeln knapp zwei Millionen Menschen durch Hamburg. Wir fischen sie für einen Moment aus ihrem Alltag und lauschen ihren Geschichten. Diese Woche sind wir Marie begegnet

Protokoll: Katharina Stertzenbach

„Ich arbeite als Journalistin im Nachrichtenbereich und habe in Osnabrück volontiert.
Während der Pandemie bin ich hierhergezogen und konnte die Wohnung von einer Freundin übernehmen – Gott sei Dank. Mir war auch gar nicht klar, dass Eimsbüttel die coolste Gegend überhaupt ist. Zunächst dachte ich: ‚Okay gut, wenn hier die Wohnung frei ist, dann kann ich ja hier einziehen.‘ Es hätte aber auch Barmbek oder so werden können.

Schönes, teueres Großstadtleben

Aber jetzt denke ich mir jedes Mal, wenn ich nach Hause komme ‚Wow! Ich wohne einfach hier in Eimsbüttel, guck’s dir an.‘ Schon während des Lockdowns habe ich mich hier wohlgefühlt. Aber seitdem die Stadt wieder belebter ist und man wieder viel unternehmen kann, gefällt es mir hier extrem gut. Ich habe schon in mehreren Städten gewohnt, aber hier ist es das erste Mal, dass ich so denke: ‚Geil.‘ Es ist hier alles so stressfrei und trotzdem lebt man in einer Großstadt. Hier zu leben, hat allerdings auch seinen Preis.

Hamburg ist auf jeden Fall teuer. Das merke ich mittlerweile aber erst, wenn mich Freunde, die nicht hier leben, besuchen. Ich war letztens mit einer Freundin, die noch studiert, einen Wein trinken und der hat acht Euro gekostet. Ich fand das zunächst nicht zu teuer, weil ich mich an die Hamburger Preise gewöhnt habe.  Sie hat mich aber dann darauf aufmerksam gemacht, dass das doch ganz schön viel Geld für ein Glas Wein ist. Wie ignorant von mir zu denken: ‚Ach klar, lass uns hier mal für acht Euro Wein trinken.‘ Das ist halt auch super teuer – das hätte ich im Studium für einen Wein auch nicht bezahlt.

Urlaubsreif

Ich übernehme regelmäßig Schichtdienste und fange um sechs Uhr morgens an. Dann kümmere ich mich um die aktuellen Nachrichten des Tages. Das frühe Aufstehen liegt mir gar nicht, außerdem sind die Nachrichten oft wirklich frustrierend. Wenigstens kann ich am Nachmittag noch was unternehmen, wenn ich nicht verschlafe.

Im August verabschiede ich mich allerdings von dem schnellen Nachrichtengeschäft und übernehme eine neue Stelle. Da habe ich mehr Zeit für meine eigenen Themen und muss auch nicht mehr so früh aufstehen.

Vorher fahre ich aber noch in den Urlaub nach Italien. Ich werde mit meinem Freund wandern und zelten gehen. Darauf freue ich mich schon sehr.“


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