Täglich neue Erfahrungen: Ausbildung bei HAMBURG WASSER

Melina Heintz, Auszubildende zur Fachkraft für Abwassertechnik und Niklas Felber, Auszubildender zum Elektroniker für Betriebstechnik bei HAMBURG WASSER berichten über ihre Ausbildungen, in der sie beinahe täglich neue Erfahrungen sammeln dürfen.

HAMBURG WASSER ist für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in unserer Stadt tätig und sorgt Tag für Tag, rund um die Uhr, dafür, dass wir in Hamburg eine hervor­ragende Wasserqualität haben. Zum Konzern gehört auch HAM­BURG ENERGIE, der größte Ökostrom­-Anbieter in unserer Stadt. Die Wurzeln von HAM­BURG WASSER reichen bis ins Jahr 1842 als der britische Inge­nieur William Lindley das erste Kanalnetz auf dem europäischen Festland entwarf. Heute ist das Unternehmen ein attraktiver Ar­beitgeber, der inzwischen zum vierten Mal für die Nachwuchsförderung ausgezeichnet wurde. Für den Berufsstart 2021 bietet HAM­BURG WASSER fünf spannende Ausbildungsberufe und ein duales Studium im technischen und im IT­-Bereich an, die aktuellen Aus­schreibungen laufen noch bis Ende Oktober. Für Absolvierende von Ingenieurs­ und kaufmännischen Studiengängen gibt es außerdem ein vielseitiges Traineeprogramm. Die Auszubildenden Melina Heintz, Niklas Felber und Presse­referentin Janne Rumpelt geben uns Einblick in die abwechslungs­reiche Ausbildung bei HAMBURG WASSER.

 

Melina Heintz

Melina ist Auszubildende zur Fachkraft für Abwassertechnik

Hallo Melina und Niklas, erzählt doch bitte erst einmal welche Ausbildung ihr bei HAMBURG WASSER macht und warum ihr euch dafür entschieden habt?

Niklas: Dann fange ich einmal an, ich mache eine Ausbildung als Elektroniker für Betriebstechnik. Aktuell bin ich im vierten Ausbil­dungsjahr und mache im Januar meinen Abschluss. Vorher habe ich ein Jahr eine Berufsfachschule für Elektrotechnik besucht und war dort schon von dem Bereich der Elektrotechnik begeistert. Danach habe ich mich bei HAM­BURG WASSER beworben und dort ein wirklich tolles Bewer­bungsgespräch erlebt, nette Men­schen kennengelernt und mich deshalb direkt dafür entschieden.

Melina: Ich mache die Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik und bin inzwischen im dritten Lehrjahr. Da ich die Ausbildung verkürzen kann, bin ich ebenfalls im Januar fertig. Mich hat der Bereich Umwelttechnik schon lange interessiert, deshalb habe ich mich für diese Ausbildung entschieden. In der Schule habe ich schon das Biologieprofil mit Biologie, Physik und Chemie als Ergänzung belegt. Fächer, die jetzt auch sehr wichtig in der Berufs­schule sind. Darüber hinaus wollte ich auch immer etwas machen, wo ich viel draußen bin und nicht nur im Büro sitze.

Warum habt ihr euch für HAMBURG WASSER entschieden?

Melina: Das Unternehmen fand ich einfach toll und die Themen Wasserver­- und Abwasserentsor­gung spannend. Vor allem hat mich auch sehr stark überzeugt, dass man im Bewerbungsgespräch so nett aufgenommen wurde und das ist hier überall der Fall. Man wurde in der Ausbildung nicht wie häufig bei anderen Unternehmen erst einmal geparkt, sondern direkt in den Arbeitsalltag aktiv integrie­ret. Man fühlt sich von Anfang an als Teil des Ganzen hier.

Niklas: Bei mir war es auch so und HAMBURG WASSER ist in gewis­ser Art auch etwas Einzigartiges hier in Hamburg, wo man gerne arbeiten wollte und das ist auch so geblieben. Diese tolle Kollegia­lität, die ich auch schon im Bewerbungsgespräch erlebt habe, erlebe ich bis heute in allen Abteilungen hier im Unternehmen.

 

HAMBURG WASSER ist der größte Ökostrom-Anbieter in Hamburg

 

Niklas Felber

Niklas Felber ist Auszubildender zum Elektroniker für Betriebstechnik

Erklärt ihr kurz einmal die Kernaufgaben von HAMBURG WASSER?

Niklas: Es ist so, dass wir durch die Wasserwerke den gesamten Trinkwasserbedarf in Hamburg decken und in unseren Klär­werken das Abwasser, also das benutzte Wasser und das Regen­wasser reinigen.

Janne Rumpelt: Mit unserem Tochterunternehmen HAMBURG ENERGIE sind wir hier auch der größte Ökostrom-Anbieter in Hamburg. Dadurch sind wir in unserem Konzernverbund sehr breit aufgestellt. Wir leisten die gesamte Trinkwasserversorgung, Abwasserreinigung in Hamburg und bieten zusätzlich eine saubere Energieversorgung an. Das ist natürlich spannend für unsere Auszubildenden, die so Entwick­lungsmöglichkeiten in den ver­schiedensten Bereichen wahrneh­men können.

Versucht doch bitte einmal kurz zu beschreiben, was in etwa die Kernaufgaben eures künftigen Berufes sind.

Niklas: Bei mir geht es im Kern darum, die ganzen Schaltanlagen und messtechnischen Einrich­tungen hier instand zu halten. Bei eventuellen Störungen in den einzelnen Werken geht es dann primär darum, in den Schalt­schränken die Fehlerquellen, wel­che elektronisch oder mechanisch auftreten können, zu ermitteln und zu beheben. Dazu ist es unter anderem wichtig, die einzelnen Schaltpläne auch richtig lesen zu können. Das entsprechende Vor­gehen lernen wir dann eben detail­liert in unserer Ausbildung und wir müssen später ein sehr breites Spektrum beherrschen. Da wir sehr unterschiedliche Werke ha­ben, werden wir von den Teams vor Ort sehr an die Hand genom­men und entsprechend der unter­schiedlichen Situationen exakt geschult und vorbereitet, um spä­ter bestens gewappnet zu sein. In meinem zweiten Lehrjahr war ich gerade vor Ort als ein Schalt­schrank komplett neu eingerichtet werden musste. Ich durfte dann direkt nach dem Schaltplan und nach der Funktion passenden Reihenklemmen und die daran angeschlossenen Betriebsmittel miteinander verdrahten, entspre­chende fachliche Messungen durchführen. Im Anschluss konnte man in der Leitwarte auf den Monitoren zur Überwachung feststellen, ob die entsprechenden und erwarteten Signale ankom­men und alles funktionstüchtig ist. Das war sehr spannend und es selbst auszuführen, statt nur über die Schulter zu schauen, war vor allem sehr lehrreich.

Melina: Nach der Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik sind wir ebenfalls sehr breit auf­ gestellt, weil wir sehr viele Abtei­lungen durchlaufen. Der Großteil ist bei uns aber der Netzbetrieb an den unterschiedlichen Standorten hier in Hamburg. Primär bin ich im Netzbetrieb Nord in Volksdorf. Dort arbeiten wir viel mit dem Kanalfernauge, einer kleinen Kamera, die zum Einsatz kommt, wenn die Rohre sehr eng sind. Da­ bei werden dann die Siele, so wer­ den bei uns in Hamburg die Ab­wasserkanäle genannt, auf Schäden untersucht beziehungsweise Abla­gerungen an den Rohren aufgespürt. Die Untersuchungen werden zur routinemäßigen Inspektion oder etwa bei einem Sieleinbruch oder auch Rattenbefall durchge­führt. In unserem Netzbetrieb in Hamburg Billbrook durfte ich eine komplette Begehung mitmachen und das bedeutet direkt 27 Meter runter in so ein großes Siel. Das sind dann auch Dimensionen da unten, die man sich kaum vorstel­len kann, die Rohre haben da bis zu drei Meter Durchmesser. Dort macht man dann die Kontrolle des Zustandes mit den Augen und ohne Kamera. Ebenso gehört es zu unseren Aufgaben mit entsprechen­ den Großgeräten etwa Schlamm in den einzelnen Sielen zu entfernen, mit einem anderen Spezialgerät reinigen wir dann auch die Stra­ßenabflüsse für das Regenwasser.

 

„Wir werden umfassend ausgebildet“

 

Klingt sehr umfangreich und interessant.

Melina: Das ist es auch. Am ELB­CAMPUS von der Handwerks­kammer haben wir einen vier­ wöchigen Laborkurs, in dem wir entsprechende Grundlagen ver­mittelt bekommen, die man vor allem benötigt, wenn man später in einem Klärwerk arbeitet. Dort ist es nämlich sehr wichtig, die ganzen Abwasserwerte und Rück­stände im Schlamm richtig zu messen und zu analysieren. Wie gesagt, wir werden wirklich um­ fassend ausgebildet.

Genauso ge­hört auch bei uns ein Elektrotechnik-­Kurs dazu. Wir können bei Wunsch auch in anderen Ab­teilungen hospitieren, wie etwa in unserem Kundencenter. So kön­nen wir auch andere Seiten einmal kennenlernen und Kontakte im ganzen Unternehmen knüpfen. Die Ausbildung kann man hier tatsächlich auch entsprechend der eigenen Interessen und in Ab­stimmung mit dem Ausbildungs­team anpassen.

Könnt ihr beide bitte noch einmal zusammenfassen, was euch besonders gut an eurer Ausbildung gefällt?

Melina: Ich finde es super, dass ich viel draußen bin und von der Um­welt viel mitbekomme. Eigentlich ist kein Tag wie der andere, man hat viel Abwechslung und lernt immer wieder neue Tätigkeits­felder kennen und die Arbeit mit den unterschiedlichen Kollegen macht einfach viel Spaß.

Niklas: Die ganze Ausbildung läuft sehr strukturiert ab. Im Hambur­ger Ausbildungszentrum besucht man viele Fachkurse und merkt immer wieder, dass man das Er­lernte sehr gut in der Praxis an­ wenden kann. Das ist einfach top.

Wolltet ihr eigentlich immer schon in diese berufliche Richtung gehen oder hattet ihr noch andere Pläne im Kopf?

Niklas: Bei mir war es immer schon diese Richtung, deswegen habe ich ja auch die Berufsfach­ schule für Elektrotechnik besucht. Bei der Suche nach einem Ausbil­dungsplatz bin ich dann auf HAM­BURG WASSER gestoßen und so hat sich mein Weg dann verfestigt und ich bin sehr zufrieden damit.

Melina: Anfangs war das gar nicht unbedingt mein Traumberuf und wahrscheinlich kommt man als Jugendliche auch nicht unbedingt gleich auf die Idee, Fachkraft für Abwassertechnik zu werden. Aber ich wollte unbedingt im Bereich Umwelt eine Ausbildung machen und diese Ausbildung war eigent­lich das Einzige, was ich hier im Umkreis machen konnte.

Und ich wollte einfach auch gerne in Ham­burg bleiben. Jetzt bin ich begeistert und glücklich mit meiner Entscheidung. Diese Ausbildung eröff­net mir auch noch viele Möglich­keiten, mich mit einem Studium im Bereich der Umweltwissenschaften weiterzubilden und aufgrund der Größe unseres Unternehmens bieten sich hier auch noch viele Möglichkeiten sich intern beruflich weiter zu qualifizieren.

www.hamburgwasser.de


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Ausbildung, 2021. Das Magazin ist seit dem 19. September 2020 im Handel. Bestellt euch das Heft oder Blättert hier durch das Magazin! 

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