29.10. | Mehr als Glitzer und Regenbogen: Im MK&G geht es um Einhörner zwischen Memekultur, Kommerz und queerer Identität

Einhörner zwischen Memekultur und Kommerz im MK&G
(© Anonyme Bildbearbeitung, „to be weird is to be free", Tumblr, o. J.; zugrunde liegende Fotografie: Robert Vavra, aus: Unicorns I Have Known, New York, 1983. Screenshot der Verfasserin.)

Infos zum Event:

Kostenlos im Freiraum des MK&G.

Bilder prägen heute in nie dagewesenem Maße unser gesellschaftliches Wissen und unsere politischen Vorstellungen. Mit der Digitalisierung haben sie einen enormen Bedeutungszuwachs erfahren: Sie lassen sich schneller, variabler und professioneller denn je herstellen, verbreiten, teilen und interpretieren. Ob Selfies, Memes, Protestbilder oder Deepfakes – digitale Bildkulturen bestimmen, welche Narrative über Geschichte und Gegenwart sichtbar werden, und tragen zur Aushandlung von Macht und Teilhabe in der Gesellschaft bei. Wem wird geglaubt, wessen Leid erscheint als relevant und welche Ereignisse sind „wirklich passiert“? In der Buchreihe „Digitale Bildkulturen“ (Wagenbach Verlag) werden diese Phänomene rund um digitale Bilder untersucht und diskutiert.

Die neueste Ergänzung zur Buchreihe ist der Band „Einhörner“ von Annekathrin Kohout. Darin widmet sich die Autorin der Internetgeschichte des Einhorns und seinen wechselhaften Nutzungen zwischen früher Memekultur, Tech-Business und queerer Aneignung. Das Einhorn als Fabelwesen, Identifikationsfigur und Camp-Symbol begleitet jedoch nicht nur Räume im Netz, sondern auch die von Kunst, Subkulturen und Science-Fiction-Erzählungen. In einem Tischgespräch mit Annekathrin Kohout und Autor*in Aiki Mira möchten wir erfragen, warum Figuren wie die des Einhorns als Träger von Hoffnung, Identitäten und dystopischen Narrativen funktionieren und welche Rolle das Internet in dieser ambivalenten Zuschreibungsgeschichte spielt. Die Veranstaltung richtet sich gleichermaßen an Interessierte der jüngsten Kulturgeschichte wie auch an Fans von Einhörnern.

Die Veranstaltungsreihe „Sprechen über: Digitale Bildkulturen“ ist eine Kooperation zwischen dem Freiraum im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg und den Herausgeberinnen der Buchreihe „Digitale Bildkulturen“. An drei Terminen werden jeweils ein Band und dessen Autorin vorgestellt und im Gespräch mit Akteurinnen aus kultureller und politischer Bildung, Forschung und Kunst diskutiert.

Die Veranstaltung wird simultan in DGS gedolmetscht.

Die Reihe „Sprechen über: Digitale Bildkulturen“ wird gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Alle Angaben ohne Gewähr. Diese Informationen wurden übernommen und werden nicht automatisch aktualisiert. Über den Link „Mehr dazu“ kannst du herausfinden, ob sich etwas zu dem Ereignis geändert hat.
Details
29. Oktober 2026
19:00 - 20:00
MK&G
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