Infos zum Event:
Matria verbindet Jodeln, alpenländische Lieder und traditionelle Tanzmusik aus Süddeutschland mit der Volksmusik der ukrainischen Karpaten. Alphornklänge treffen auf Gesang aus der Ukraine, freie Improvisation auf alte musikalische Traditionen. So entsteht eine lebendige Musik zwischen zwei Ländern, die erzählt, verbindet und berührt.
Matria ist das gemeinsame Projekt des Trompeters und Multiinstrumentalisten Matthias Schriefl und der Sängerin und Komponistin Tamara Lukasheva. Ein Weltmeister des Blechs trifft auf eine Zauberin der Stimme – zwei Musizierende, die sich zwischen Jazz, Volksmusik und Improvisation begegnen.
Im Zentrum steht die Verbindung süddeutscher und ukrainischer Klangtraditionen: Jodeln, alpenländische Lieder und traditionelle Tanzmusik aus Süddeutschland treffen auf die Volksmusik der ukrainischen Karpaten. Ein groovendes Alphorn verschmilzt mit ausdrucksstarkem Gesang, freie Improvisation öffnet den Raum zwischen den Welten.
So entsteht eine Musik zwischen Herkunft und Gegenwart, zwischen Freiheit und Form. Vertraute Klangformen werden nicht reproduziert, sondern weitergedacht und neu zusammengesetzt. Matria versteht Tradition als lebendige Grundlage für Begegnung: Zwischen beiden musikalischen Kulturen entsteht ein dritter Raum, in dem Herkunft, Erinnerung und künstlerische Freiheit ineinandergreifen.
Die ukrainische Kultur ist dabei nicht Illustration, sondern lebendige Stimme. Gerade in einer Zeit der Brüche wird Matria zu einem klanglichen Raum des Zuhörens und der Verbindung. Ausgehend von der Stimme als ursprünglichem Instrument des Menschen entfaltet sich eine Musik, die berührt, verbindet und Kraft gibt. Ein poetischer Culture-Clash und ein musikalisches Plädoyer für Offenheit, Neugier und Menschlichkeit.
Es moderiert Bahar Roshanai, Körber-Stiftung
Gäste
- Tamara Lukasheva, geboren in Odessa, ist Sängerin, Komponistin und Klangkünstlerin zwischen Jazz und zeitgenössischer Musik. Ihre Stimme verbindet sich mit Komposition und Improvisation zu poetischen, eigenständigen Klangwelten. Sie lebt in Köln und arbeitet international mit Ensembles wie INSO Lviv, WDR Big Band und Markus Stockhausen. Für ihre künstlerische Arbeit erhielt sie u. a. den Neuen Deutschen Jazzpreis und den WDR Jazzpreis.
- Matthias Schriefl ist ein deutscher Trompeter, Komponist und Bandleader zwischen Jazz, alpenländischer Musik und globalen Einflüssen. Er studierte in Köln und Amsterdam und lebt in Köln und im Allgäu. Mit Projekten wie Shreefpunk, Geläut und Allgäu meets India verbindet er Jazz mit Volksmusik, Weltmusik und experimentellen Formen. Er arbeitete u. a. mit dem Bundesjazzorchester und der hr-Bigband und wurde vielfach ausgezeichnet, darunter der Deutsche Jazzpreis.
Moderation
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- Bahar Roshanai ist seit 2019 im Bereich Kultur der Körber-Stiftung für das Musikprojekt „The Art of Music Education“ sowie die Konzertreihen „2× hören“, „Ohr zur Welt“ und „Ukraine & Beyond“ verantwortlich. Die in Teheran geborene Musikvermittlerin und Kulturmanagerin studierte Klavier und Gesang an der Hochschule für Künste Bremen und war zuvor in Hamburg in der Musikvermittlung tätig, u. a. an der Elbphilharmonie, der Hochschule für Musik und Theater, Kampnagel, der Staatsoper und der Halle 424.

