13.10. | Wie bleibt eine Gesellschaft in Krisen handlungsfähig? Der Senatsempfang im Rathaus diskutiert staatliche und gesellschaftliche Verantwortung

Sicherheit in Krisenzeiten im Hamburger Rathaus
(© Foto: Andreas Labes, IFSH)

Infos zum Event:

Was passiert, wenn wir dem Staat nicht mehr zutrauen, für Sicherheit zu sorgen? Die Journalistin Stephanie Rohde spricht mit der Publizistin Carolin Emcke und der Politikwissenschaftlerin Ursula Schröder über die Rolle des Staates, das Vertrauen in demokratische Institutionen und die Frage, wem Schutz und Solidarität gelten.

Kriegsangst, wirtschaftliche Instabilität und die Folgen des Klimawandels prägen das Lebensgefühl vieler Menschen. In einer Zeit sich überlagernder Krisen wächst die Sorge um die eigene Zukunft und mit ihr die Frage, wie verlässlich staatliche Institutionen Sicherheit und stabile Lebensgrundlagen gewährleisten können.

Mit einem Senatsempfang im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses eröffnet Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal die Hamburger Horizonte 2026. Unter dem Titel „Zur Sicherheit“ widmet sich die diesjährige Veranstaltungsreihe den Herausforderungen einer Gesellschaft, die sich mit neuen Bedrohungen und tiefgreifenden Veränderungen konfrontiert sieht.

Zum Auftakt diskutieren die Publizistin Carolin Emcke und die Politikwissenschaftlerin Ursula Schröder mit der Journalistin Stephanie Rohde darüber, worauf Sicherheit in demokratischen Gesellschaften beruht. Welche Verantwortung tragen Staat und Gesellschaft? Wem gilt Schutz? Und welche politischen, ethischen und demokratischen Grundlagen braucht eine Gesellschaft, um Sicherheit gerecht und solidarisch zu organisieren?

Die Veranstaltung ist Teil der Hamburger Horizonte 2026. Dieses Jahr rückt Sicherheit als zentrale gesellschaftliche Frage in den Fokus. Die Reihe beleuchtet ihre internationalen, technischen und sozialen Dimensionen und fragt, wie Sicherheit unter Bedingungen von Krise, Ungleichheit und Wandel entsteht. Weitere Informationen zum aktuellen Programm finden Sie hier.

Gäste

  • Die Philosophin Carolin Emcke ist als freie Publizistin tätig. In ihren Büchern, Essays und Kolumnen befasst sie sich mit den Themen Gewalt und Trauma, Demokratiefeindlichkeit und Rassismus, Sexualität und Begehren. Seit 20 Jahren kuratiert und moderiert sie den „Streitraum“ an der Berliner Schaubühne, seit 2023 auch den SZPodcast „In aller Ruhe“. Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
  • Ursula Schröder ist wissenschaftliche Direktorin des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) und Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Hamburg. Zuvor lehrte sie internationale Sicherheitspolitik an der Freien Universität Berlin. Ihre Forschung konzentriert sich auf den Wandel von Friedens- und Sicherheitsordnungen in einer Welt multipler Krisen. Im April 2026 erschien ihr neuestes Buch „Schutz in Krisenzeiten“ (Piper).

Moderation

  • Stephanie Rohde ist Journalistin, Moderatorin und Podcasterin. Sie moderiert das interdisziplinäre Diskursformat „Nano Talk“ auf 3sat (Nachfolgesendung von „scobel“), präsentiert im Deutschlandfunk die „Informationen am Morgen“ sowie „Sein und Streit“ im DLF Kultur und hostet den Podcast „Der Tag“. Ihr* Fokus liegt auf gesellschaftspolitischen Debatten über Demokratie, Feminismus, Postkolonialismus und neue Aufklärung.
Alle Angaben ohne Gewähr. Diese Informationen wurden übernommen und werden nicht automatisch aktualisiert. Über den Link „Mehr dazu“ kannst du herausfinden, ob sich etwas zu dem Ereignis geändert hat.
Details
13. Oktober 2026
19:00
Hamburger Rathaus, Hamburg
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