Es ist wieder so weit. Der Sommer ist da und eine Reihe von musikalischen Open Airs stehen auf dem Hamburger Sommerprogramm. Ein besonderes Highlight soll auch in diesem Jahr wieder das JazzHall SummerFestival werden. Neben lokalen Musikerinnen und Musikern kommen auch internationale Größen zusammen, um dem Sommer einen Soundtrack zu geben.
Im Zentrum stehen zwei Persönlichkeiten: Laila Nysten und Lucas Brum. Als offizielle Focus-Artists prägen sie das Festival. Ihre Biografien sind untrennbar mit der Hansestadt verbunden – genauer gesagt mit der renommierten Hochschule für Musik und Theater (HfMT) Hamburg.
Hier wird nicht nur technisches Perfektionswissen vermittelt, sondern vor allem die Freiheit gelehrt, eine eigene künstlerische Stimme zu finden. Genau diese Freiheit zeigt das Schaffen von Laila Nysten. Die Violinistin hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der spannendsten Akteurinnen an der Schnittstelle zwischen klassischer Virtuosität, improvisiertem Jazz und experimentellen Klanglandschaften entwickelt. Die Violine, im traditionellen Jazz oft zu Unrecht an den Rand gedrängt, wird unter ihren Händen zu einem erzählenden, beinahe magischen Instrument. Nysten meidet die ausgetretenen Pfade des reinen Virtuosentums.
Lucas Brum, dessen Schwerpunkt auf der Gitarre und der Komposition liegt, hat ebenfalls die Lehre der HfMT durchlaufen. Als Gitarrist meidet er die klischeehaften Phrasen des Genres. Sein Ton ist warm, klar und von einer anmutenden Weite geprägt. Doch es ist vor allem seine Rolle als Komponist, die aufhorchen lässt. Brums Arrangements sind komplexe Werke aus Klang. Er versteht es, die unterschiedlichen Klangfarben der Instrumente so miteinander zu verweben, dass orchestrale Dichte entsteht, ohne dass die essenzielle Leichtigkeit des Jazz verloren geht. Dass Nysten und Brum nun als Focus-Artists beim SummerFestival dabei sind, ist ein starkes Statement für den Standort Hamburg. Es zeigt: Die Stadt muss ihre Genies nicht mehr nur aus Übersee ins Land bringen, sie bringt sie selbst hervor.
Milena Casado und Jeremy Pelt sind ebenfalls Teil des Jazz-Erlebnisses. Ihre Präsenz hebt das gesamte Vorhaben auf ein globales Niveau und schafft einen kreativen Kontrapunkt zu den Hamburger Musikerinnen und Musikern.
Dieses Event setzt ein unüberhörbares Zeichen. Hier wird die Zukunft des Jazz geschrieben. Ein absolutes Muss für jede und jeden, der wissen will, wie die Musik von morgen im Jahr 2026 klingt.
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