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Wie lässt sich die gesetzliche Rente zukünftig generationengerecht gestalten? Was eine Reform leisten kann und wer dafür zahlen muss, diskutiert der Journalist Andreas Hoffmann mit Laura Pooth, Vorsitzende des DGB Nord, Karin Kiesl vom Verband der Unternehmerinnen Hamburg/Schleswig-Holstein und dem Demografie-Experten Sebastian Klüsener.
Das umlagefinanzierte Rentensystem, das den Bürgerinnen und Bürgern der Bundesrepublik jahrzehnelang gute Dienste geleistet hat, scheint überholt und dringend reformbedürftig. Wenn immer weniger Erwerbstätige für immer mehr Rentenbeziehende aufkommen, stellt sich die Frage:
Wie lässt sich eine gesetzliche Rente stabil und zukunftssicher finanzieren – und dabei generationengerecht gestalten? Welche Reformen sind notwendig, welche Zumutungen unvermeidbar? Und wer soll künftig stärker einzahlen, länger arbeiten oder mehr aus Steuermitteln beitragen?
Während die Vorschläge der Alterssicherungskommission zunächst als stimmiges Gesamtkonzept anerkannt wurden, geraten sie aktuell wieder ins Wanken – auf die Einigkeit der Koalitionspartner im Bund und das durchaus positive mediale Echo folgt plötzlich aus mehreren Bundesländern und parteiübergreifend starke Kritik an den Plänen.
Die Politik zerredet im Wahlkampf- und Koalitionsfindungsmodus die Reform mit polemischer Rhetorik und verstärkt damit das schwindende Vertrauen der Wählerinnen und Wähler in ihre Handlungsfähigkeit.
Der Journalist und Buchautor Andreas Hoffmann (Die erfundene Bedrohung, Goldegg Verlag 2026) diskutiert mit der DGB-Nord-Vorsitzenden Laura Pooth, Karin Kiesl vom Landesverband der Unternehmerinnen Hamburg/Schleswig-Holstein und Sebastian Klüsener vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung.
Gäste
- Die Gründerin und Unternehmerin Karin Kiesl ist Geschäftsführerin der Marken- und Innovationsberatung Facts+Stories und war zuvor Führungskraft in einem DAX-Konzern. Sie ist im Vorstand des Landesverbands Hamburg/Schleswig-Holstein des VdU. Der Verband der Unternehmerinnen setzt sich seit 1954 für weibliches Unternehmertum und Frauen in Führungspositionen ein.
- Sebastian Klüsener leitet am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) den Forschungsbereich Alterung, Mortalität und Bevölkerungsdynamik. Als außerplanmäßiger Professor lehrt er an der Universität zu Köln. Seine Forschung befasst sich mit dem demografischen Wandel und den sich daraus ergebenden Chancen und Herausforderungen für Staat und Gesellschaft. In diesen Fragen berät er die Bundesregierung und Bundesverwaltung.
- Laura Pooth wurde 1978 in Göttingen geboren. Die studierte Lehrerin, Supervisorin und Organisationsberaterin war von 2011 bis 2017 stellvertretende Vorsitzende des Landesverbands Niedersachsen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Im September 2017 übernahm sie dort die Funktion der Vorsitzenden. Im November 2021 wurde sie zur Vorsitzenden des DGB Nord gewählt. Laura Pooth ist Mitglied der SPD, GEW, IG Metall und AWO.
Moderation
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- Andreas Hoffmann ist Journalist mit über 25 Jahren Erfahrung im politischen Berlin. Als diplomierter Volkswirt und profilierter Wirtschaftsjournalist berichtete er über Sozial-, Gesundheits- und Wirtschaftspolitik mit scharfem Blick, den er sich auch als freier Autor erhalten hat. Seine Analysen sind ebenso fundiert wie zugänglich – immer mit einem Gespür für die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf den Alltag der Menschen.

