Von Geschichte zu Zukunft: Drei neue Arbeiten
Mit drei Uraufführungen präsentiert TanzHochDrei 2026 choreografische Positionen, die aktuelle Themen über Körper, Rhythmus und digitale Orakel reflektieren.
„El demonio del cuerpo“ von Inka Romani
Inka Romani untersucht in „El demonio del cuerpo“ die faschistische Vergangenheit Spaniens, und zeigt, wie Sport, Gymnastik und Volkstänze von der Diktatur zur Kontrolle von Frauen und queeren Körpern genutzt wurden. Mit Archivmaterial und Massenszenen dekonstruiert sie Mechanismen von Zensur und Gewalt und lotet zugleich aus, wie Bewegung als Mittel von Dominanz und Empowerment funktionieren kann.
„Feast“ von Rhys Dennis
Rhys Dennis aus London bringt mit „Feast“ eine energiegeladene Mischung aus HipHop, zeitgenössischem Tanz und afrikanischen Rhythmen auf die Bühne. Ausgehend von Soundsystem-Kultur und karibischen Familienritualen entwickelt er eine körperliche Erzählform, in der Trauer, Nachtleben und Gemeinschaft zusammenfließen. Der Tanz wird hier zum kollektiven Atem, zu einem Fest, das Geschichten, Körper und Geister verbindet.
„Technomancy“ von Gry Tingskog
Gry Tingskog richtet den Blick in den Himmel: In „Technomancy“ verbindet sie Astrologie, Satelliten und künstliche Intelligenz zu einem spekulativen Performance-Ritual. In völliger Dunkelheit fragt die Arbeit, welche Zukunft aus den Orakeln unserer Zeit entsteht – und wie Prophezeiungen unsere Gegenwart beeinflussen. Fake Astrology, Oracle Machines und interaktive E-Textil-Skulpturen werden zu Werkzeugen einer digitalen Wahrsagerei.
TanzHochDrei: Ein Ort der Begegnung
Neben den drei Hauptshows bietet TanzHochDrei ein umfangreiches Rahmenprogramm. Das Festivalzentrum und die Bar in der K3 öffnet an allen Festivaltagen vor und nach den Vorstellungen, ein Ort für Gespräche, Drinks, Videos der Künstlerinnen und Künstler und kleine tänzerische Überraschungen.
Bewegungsangebote laden zum Mitmachen ein: von Young Movement Classes für Jugendliche bis zu Movement Classes für alle Altersgruppen. Besonders hervorzuheben ist die Open Class „Dance Well“, die sich an Menschen mit Parkinson richtet, und an alle, die sich tanzend erleben möchten. Am Sonntag gibt es außerdem eine choreografische Kinderbetreuung, damit Eltern entspannt das Programm genießen können, und als Abschluss ein gemeinsames Abendbrot für alle.
Termine im Überblick
Inka Romani – „El demonio del cuerpo“: 25.3., 20 Uhr / 27.3., 19 Uhr (mit Publikumsgespräch) / 28.3., 21 Uhr (Ort: P1)
Rhys Dennis – „Feast“: 26.3., 19 Uhr / 27.3., 20.30 Uhr (mit Publikumsgespräch) / 28.3., 19 Uhr (Ort: K1)
Gry Tingskog – „Technomancy“: 26.3., 20.30 Uhr / 28.3., 18 Uhr (mit Publikumsgespräch) / 29.3., 17 Uhr (Ort: K4)
Die Tickets sind bald erhältlich: 15 € (9 € ermäßigt)

