Etwas Gemeineres als die Bücherverbrennung 1933 in Berlin habe er nie erlebt, schreibt Erich Kästner. Damals stand er unerkannt in der Menge und musste mitansehen, wie seine Werke in Flammen aufgingen. Auch sein „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ wurde von den Nazis als sogenannte entartete Literatur verboten und verbrannt. In diesem Roman seziert Kästner den unmoralischen Zustand der Gesellschaft während der Weimarer Republik. Am Beispiel des jungen Werbetexters Jakob Fabian (einer Figur mit autobiografischen Zügen) zeigt der Autor das tragische Scheitern eines Menschen, der vergeblich gegen den Strom schwimmt – und schließlich untergeht, metaphorisch wie konkret. Mirco Kreibich übernimmt die Titelrolle in der Inszenierung von Dušan David Pařízek. Kästners Prophezeiung der von rechts drohenden Katastrophe ist von beunruhigender Aktualität. / DEF
Theater
20. Mai 2026
Theater Vorschau: „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“
„Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ ist Kästners Warnung vor dem Abgrund und ab sofort als Stück im Deutschen SchauSpielHaus Hamburg

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